NACHSPIELZEIT

Ein Virus legt den Sport lahm

Sascha Herrmann

Um Absagen von Sportveranstaltungen, Spielpausen und vorzeitiges Saisonende geht es diesmal in unserer Wochenend-Kolumne. Und natürlich um das Corona-Virus.

Der Sportkreisehrentag ist abgesagt worden, ebenso der Kreisfußballtag, bei dem heute der Nachfolger von Karl-Heinz Blumhagen gewählt werden sollte. Die Fußballer pausieren hessenweit zunächst bis Ostern, ebenso die Tischtennisspieler. Für Handballer und Basketballer ist die Saison sogar beendet. Für das Badminton-Länderspiel, das im April in Bad Hersfeld stattfinden sollte, ist nun ein Termin im September angedacht.

Was soll man sagen? Wenn größere Menschen-Ansammlungen verboten werden, man wegen der Infektionsgefahr einen Sicherheitsabstand gegenüber seinem Gesprächspartner einhalten sollte, muss man nicht darüber diskutieren, dass schwitzende Sportler keinen direkten Körperkontakt haben sollten. Von daher: Es ist gut so, wie es ist. Der Schutz der Gesundheit muss an erster Stelle stehen. Auch wenn es den Sport noch so hart treffen sollte.

Nehmen wir mal den Handball als Beispiel. Während die Bundesliga bis zum 22. April pausiert, ist für die hessischen Teams ab sofort Sommerpause. Wer wie der TV Hersfeld in der Männer-Landesliga den zweiten Platz belegt, kann damit gut leben. Wer aber Drittletzter ist – so wie der Hünfelder SV – und somit vielleicht absteigen muss, dürfte das vorzeitige Saisonende differenzierter sehen. Zumal die Hünfelder ein Spiel weniger bestritten haben als die Konkurrenz. Man kann sich daher ausrechnen, dass Hünfeld Einspruch einlegen wird. Dem Hessischen Handball-Verband kann man bei der Lösung solch kniffliger Entscheidungen nur das nötige Fingerspitzengefühl wünschen.

Auch die Handballerinnen der TG Rotenburg würden – Stand jetzt – in der Landesliga zu den Absteigern gehören. Und das als Viertletzter, was besonders bitter wäre. Ob hier das letzte Wort schon gesprochen ist?

Bleiben Sie gesund!

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