Motorsport

Marcel Lenerz musste kämpfen

Marcel Lenerz (vorn) kam am Hockenheimring über die Plätze 21 und 24 nicht hinaus kam.
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Marcel Lenerz (vorn) kam am Hockenheimring über die Plätze 21 und 24 nicht hinaus kam.

Hockenheimring/Bad Hersfeld - Ein Wochenende zum Vergessen: Als solches bezeichnet Rennpilot Marcel Lenerz die zurückliegenden Renntage am Hockenheimring. Am vorletzten Wochenende in der ADAC GT Germany Rennserie war der gebürtige Ludwigsauer mit seinem Team Schubert Motorsport chancenlos. In zwei Rennen voller Widrigkeiten sprangen die Plätze 21 und 24 heraus.

„Im Prinzip war es das schlechteste Wochenende, das wir in diesem Jahr hatten“, meint Lenerz im Nachhinein. „Es lief von Anfang bis Ende überhaupt nicht gut, doch eigentlich konnten wir gar nichts dafür.“ Ein entscheidender Grund für das schlechte Abschneiden sei viel mehr die sogenannte „Balance of Performance“ gewesen: Die Reglementierung, die verschiedene Autotypen quasi ausgleichen und unterschiedliche Antriebe auf einen gleichen oder zumindest ähnlichen Leistungslevel bringen soll, habe an diesem Wochenende nicht gestimmt.

Alle BMWs im Fahrerfeld seien von diesem Problem betroffen gewesen, berichtet Lenerz - weshalb im Hinblick auf das Abschlusswochenende auf dem Nürburgring auch schon eine kollektive Beschwerde eingereicht worden sei. „Wir hatten zu wenig Top-Speed und zu wenig Leistung“, erklärt der 24-Jährige: „Man muss mit unserem Auto vor allem auf der Geraden die entsprechende Leistung haben, um dort Zeit gut zu machen, da man diese in den Kurven in der Regel verliert, wo die anderen Autos von den Konzepten her einfach überlegen sind.“

Schon im ersten Qualifiying am Samstag kam Lenerz’ Teamkollege Michael von Zabiensky nicht über Rang 28 hinaus, das anschließende Rennen konnte der BMW M4 GT4 dann auf Position 21 abschließen. Im Qualifying zum zweiten Rennen (Rang 24) holte Lenerz schließlich Platz 23 – mit nicht einmal eineinhalb Zehntelsekunden lag der beste BMW nur einen Wimpernschlag davor.

Neben der „Balance of Performance“ lief aus Sicht des gebürtigen Ludwigsauers an diesem Wochenende noch mehr nicht nach Plan: Er selbst habe sich als einer von nur wenigen Fahrern an die Track Limits gehalten, sei also nicht zu weit über den Streckenrand hinausgefahren, für viele Verstöße anderer Fahrer hätte es trotz Ankündigung jedoch keine Strafe gegeben. Zuvor konnte außerdem ein für Donnerstag geplanter Testtag aufgrund der stürmischen Wetterlage nicht stattfinden. Es kam vieles zusammen, meint Lenerz, lässt aber wie gewohnt Optimismus walten. „Dieses Wochenende war wirklich zum Vergessen“, sagt er. „Im Saisonfinale am Nürburgring werden die Karten aber neu gemischt.“

Rennpilot Marcel Lenerz

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