Die ganz persönliche Einspielmusik: Das hören Sportler aus der Region

Erfolgreich mit der richtigen Musik im Ohr: Siebenkämpferin Carolin Schäfer Foto: dpa

Für viele Sportler geht's nicht ohne sie: Musik. Mit dem richtigen Rhythmus kommt man in Schwung, hält besser durch. Wir haben Sportler aus der Region nach ihren Playlisten gefragt.

Tempoläufe beim Training – das ging für Siebenkämpferin Carolin Schäfer eigentlich immer nur mit Musik. Die Takte brachten sie in Schwung, animierten sie, durchzuhalten und Vollgas zu geben. Im letzten Trainingslager in Südafrika aber hat sich das schlagartig geändert. „Man läuft nach dem Rhythmus der Musik, nicht aber nach dem eigenen Rhythmus“, sagt die Vierte der Europameisterschaften von Zürich. Doch ganz ohne Musik geht’s auch für die Bad Wildungerin nicht – insbesondere vor Wettkämpfen gehören gewisse Rhythmen dazu, um sich einzustimmen. Anderthalb Stunden vor dem Beginn setzt sie die Kopfhörer auf.

Auf Zack mit HipHop

Auf dem Programm: deutscher HipHop. „Ich mag Sido und Kay One, auch wenn das für einige sicherlich überraschend klingt“, sagt sie und lacht. „Ich höre allerdings nicht die Beschimpfungen, sondern mir geht es um die Texte, in denen es um das Thema Aufstehen geht, darum, für etwas zu kämpfen, das man erreichen will. Diese Botschaft bringen die Musiker gut auf den Punkt.“

Die Musik helfe ihr bei der Konzentration, dabei, den Tunnelblick zu bekommen. 45, 30 Minuten vor dem Beginn der ersten Disziplin, dem Hürdenlauf, wechselt Schäfer das Programm. Dann hört sie ihre ganz persönliche Einspielmusik.

„Den Interpreten kenne ich nicht einmal. Das ist eine Musik, die ich mit meinem Psychologen erarbeitet habe. Mir ging es darum, etwas zu haben, was mich immer begleitet. Es fängt ruhig und gemütlich an, hat einen Höhepunkt und fällt zum Ende hin wieder ab. Diese Komposition ruft positive Gefühle und Emotionen in mir hervor, und ich bin in der Lage, sie noch einmal Revue passieren zu lassen“, erklärt sie das Prinzip. „Dieses gute und positive Gefühl nehme ich dann mit in den Wettkampf. Dank dieser Musik gehe ich mit einem Lächeln an den Start.“ Nach Wettkämpfen höre sie häufig ruhige Sachen. „Ed Sheeran beispielsweise. Da komme ich runter. Dabei kann ich Nachdenken“, sagt Schäfer.

Wir haben uns bei Sportlern aus der Region umgehört und mal gefragt: Was sind ihre Hits zum Sporttreiben? Der Blick auf ihre Playlists fördert manche Überraschung zu Tage.

Das sind Playlists weiterer heimischer Sportler

Handball: Felix Danner

Felix Danner

Der 29-jährige Kreisläufer der MT Melsungen bringt sich sowohl mit schnellen Beats als auch mit harten Gitarren-Riffs beim Sport auf Betriebstemperatur.

1. David Guetta: Bad

2. One Republic: If I Lose Myself

3. Sigma: Nobody To Love

4. Oliver Heldins: Gecko

5. Foo Fighters: The Pretender

Fußball: Ingmar Merle

Ingmar Merle

Er ist einer der schussstärksten Spieler im Team des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Musikalisch darf beim 24-Jährigen auch die Post abgehen.

1. Aloe Blacc: Wake Me Up

2. Peter Fox: Stadtaffe

3.

DJ Tomekk: 1, 2, 3 Rhymes Galore

4. Xzipit: X

5. Daft Punk: One More Time

Basketball: Robert Kulawick

Robert Kulawick

Der Shooting Guard des Basketball-Bundesligisten BG Göttingen (28) ist musikalisch beim Sporttreiben querbeet unterwegs:

1. Gentleman: To The Top

2. Michael Jackson: Billy Jean

3. Patrice: Sunshine

4. DJ Robin Schulz feat. Jasmine Thompson: Sun Goes Down

5. James Blunt: Bonfire Heart

Ex-Fußballer: Thorsten Bauer

Thorsten Bauer

Als Angreifer ging er für den KSV Hessen Kassel auf Torejagd, mittlerweile geht der 37-Jährige häufig laufen. Und zwar zu diesen Klängen:

1. Rocky Story

2. Kenny Loggins: Danger Zone

3. Queen: Don’t Stop Me Now

4. Mark Mancina: Bad Boys Theme

5. White Stripes: Seven Nation Army

Tischtennis: Klaus Scherb

Sportler

Der ehemalige Zweitliga-Spieler aus Kassel (53) setzt auf härtere Klänge beim Aufwärmen:

1. Theme aus dem Film Rocky: Rocky Runs Up The Stairs

2. AC/DC: Hells Bells

3.

Metallica: Enter Sandman(Teil 1)

4. Linkin Park: Ältere Nummern

5. Killers, 30 Seconds to Mars: Ältere Nummern

Schwimmen: Annika Mehlhorn

Annika Mehlhorn

Ihre Lieblingshits aus 15 Jahren Leistungssport hört die ehemalige WM- und EM-Teilnehmerin (31) heute beim Laufen. Sie bringen schöne Erinnerungen.

1. Metallica: The Unforgiven

2. Heart of Courage: Two Steps From Hell

3. Paul Kalkbrenner: Aaron

4. Scotty: The Black Pearl Remix

5. Vagabounds: Pulsedriver

Biathlon: Karolin Horchler

Sportler

Die 25-Jährige hört vor jedem Wettkampf „Gute-Laune-Musik“ zur Einstimmung. Ihre Playlist umfasst circa 100 Lieder – das sind ihre liebsten fünf:

1. 77 Bombay Street: Up In The Sky

2. James Blunt: When I Find Love Again

3. David Guetta: Dangerous

4. Tom Odell: Another Love

5. Avicii: Wake Me Up

Bobfahren: Jan-Martin Speer

Sportler

Der 27-jährige Bob-Anschieber hört gern HipHop und Motivationsansprachen vor dem Start.

1. Dr. Dre & Snoop Dogg: Still Dre

2. I am a Champion: Motivational Speech (Motivationsrede)

3. Eminem: Not Afraid

4. A$AP Rocky: Fuckin’ Problems

5. DJ Snake & Lil John: Turn Down for What

Rudern: Leonie Pless

Sportler

Im Trockentraining hört die WM-Vierte im Leichtgewichts-Einer Musik.

1. Black M: Sur Ma Route

2. Imagine Dragons: On Top Of The World

3. The Glitch Mob

4. Böhse Onkelz („Wenn sich die Jungs in meiner Gruppe gegen meinen französischen Rap durchgesetzt haben.“)

Eishockey: Michi Christ

Michi Christ

Der Stürmer (25) des Eishockey-Zweitligisten Kassel Huskies steht beim Sport auf schnelle, harte Nummern. Und zwar von nur einer Band:

1. Böhse Onkelz: Wilde Jungs

2. Böhse Onkelz: Heilige Lieder

3. Böhse Onkelz: So sind wir

4. Böhse Onkelz: Kneipenterroristen

5. Böhse Onkelz: Mexico

Von Michaela Streuff

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