Eintracht Baunatal gewinnt 34:27 gegen Tabellennachbarn Leichlingen

Eintracht Baunatal macht Schritt nach vorn

Baunatals Kapitän Marvin Gabriel (links) mag sich hier auch von Leichlingens Thomas Bahn nicht aufhalten lassen.
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Mit voller Kraft: Baunatals Kapitän Marvin Gabriel (links) mag sich hier auch von Leichlingens Thomas Bahn nicht aufhalten lassen.

Sie hatten allen Grund zur Freude. Fynn und Lasse Reinhardt hatten am Samstagabend gerade mit dem GSV Eintracht Baunatal den 34:27 (16:13)-Sieg gegen den TV Leichlingen unter Dach und Fach gebracht, als das Brüderpaar am Spielfeldrand Glückwünsche aus dem Publikum entgegennahm. Zeit also, mal nachzufragen, was der eine Drittliga-Handballer so über die Leistung des anderen denkt.

„Fynns Abwehr stand. Er hat richtig zugepackt und war vorn schnell“, sagte der 20-jährige Lasse über den Bruder. „Seine Abwehr war gut, und er hat viele Zweikämpfe gewonnen“, lobte Fynn den zwei Jahre jüngeren Bruder.

Damit lagen die beiden Rückraum-Akteure richtig, denn auch Trainer Dennis Weinrich hatte nach dem verdient hohen Sieg über den Tabellennachbarn aus dem Bergischen Land eher Positives zu sagen: „Für uns war das ein wichtiger Schritt nach vorn, um unter den ersten Sechs der Staffel zu bleiben, Leichlingen ist da unmittelbarer Konkurrent.“

Fynn und Lasse Reinhardt hätten in der Abwehr überzeugt. Und sie seien auch nach vorn immer aktiv gewesen, lobte Weinrich das Brüderpaar.

Gesehen hatten Weinrich und rund 180 Zuschauer in der Baunataler Rundsporthalle ein Handballspiel, in dem die Gäste die Hausherren nur beim 4:4 (10.) und beim 23:24 (46.) in Bedrängnis bringen konnten. Über große Spielabschnitte betrug die Baunataler Führung zwischen drei und fünf Toren. Die Routiniers Marvin Gabriel mit überraschenden Rückraumtoren und Felix Geßner mit sehenswerten Tempogegenstößen sorgten für die nötige Sicherheit. Und auf der Rechtsaußen-Position beeindruckte Benjamin Fitozovic mit sieben Toren.

Seinen ersten richtigen Einsatz – von zuvor einigen Siebenmetern abgesehen – erlebte der Nachwuchs-Torwart Moritz Goldmann, der in der 43. Minute Marian Mügge ersetzte und mit zwei guten Paraden zu glänzen wusste. „Ich bin froh, dass ich helfen konnte. Unsere Abwehr hat mir schon sehr geholfen“, übte sich der 19-Jährige in Bescheidenheit.

Wenig entgegensetzen konnten Goldmann und Mügge allerdings dem litauischen Spielmacher der Gäste, Valdas Novickis. Der 35-jährige Sohn eines früheren sowjetischen Handball-Weltmeisters, baute seine Führung in der Torschützenliste der 3. Liga weiter aus: insgesamt 12 Tore verbuchte Novickis zumeist aus dem Rückraum und per Siebenmeter.

Auch im Zusammenspiel mit seinem Kreisläufer Alexander Kübler, stellte Novickis die Baunataler Defensivabteilung vor schwierige Aufgaben, die Reinhardt & Co allerdings vor allem in der zweiten Halbzeit immer besser meisterten. Leichlingens Trainer Lars Hepp versuchte seine Mannschaft zwar mit etlichen Auszeiten wieder auf Kurs zu bringen, musste aber am Ende anerkennen: „Baunatal hat einfach besser verteidigt und ein gutes Tempospiel gezeigt.“ (Martin Scholz)

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