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Eintracht Baunatal startet in die Saison

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Von: Wolfgang Bauscher

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Fynn Reinhardt (links), der wieder mitmischt, und Phil Räbiger, der noch nicht fit ist, freuen sich nach dem letzten Spiel der vorigen Serie gegen Budenheim über den Klassenerhalt.
Fynn Reinhardt (links), der wieder mitmischt, und Phil Räbiger, der noch nicht fit ist, freuen sich nach dem letzten Spiel der vorigen Serie gegen Budenheim über den Klassenerhalt. © Dieter Schachtschneider

Wenn die Handballer des GSV Eintracht Baunatal am Sonntag (17 Uhr) beim SC Magdeburg II in die neue Saison der 3. Liga Ost starten, hat der Widersacher bereits eine Partie absolviert. Die von Ex-Nationalspieler Christoph Theuerkauf trainierte Reserve des Deutschen Meisters unterlag am Wochenende beim Titelfavoriten EHV Aue 25:29 (15:15).

Nach wechselhaftem Verlauf ging den Gästen in den letzten sieben Minuten, auch bedingt durch mehrere Zeitstrafen, die Puste aus. Wie Eintracht-Trainer Dennis Weinrich den Gegner einschätzt? „Die Magdeburger spielen einen guten Handball. Wie üblich bei den zweiten Mannschaften sind die Jungen gut ausgebildet, schnell auf den Beinen und haben Bock zu spielen“, sagt er. Besonders beeindruckend: „Sie gehen, auch wenn sie körperlich noch nicht voll da sind, ständig ins Eins-gegen-eins.“ Der Baunataler Trainer erwartet daher „ein extrem schweres Spiel. Am Ende zählt die Tagesform“.

Bis auf Phil Räbiger (Achillessehnenprobleme) und Aaron Henne (Mittelhandbruch) sind alle Spieler dabei. Wenngleich einige von ihnen nach Verletzungen den Rückstand noch nicht komplett aufgeholt haben. Wie zum Beispiel Fynn Reinhardt. „Er ist immerhin so weit, dass er die Abwehr wieder stabilisieren kann. Vorn wird er eher weniger zum Einsatz kommen können“, sagt Weinrich.

Nachdem die Eintracht in der vorigen Saison den Ligaerhalt erst unter erheblichen Belastungen über die Klassenverbleibsrunde sicherte, steht ihr diesmal eine an Vor-Corona-Zeiten erinnernde Spielzeit mit weitgehend normalem Modus bevor. Das Feld besteht aus dreizehn Mannschaften, schon der zehnte Rang genügt zum Klassenerhalt. Diesen so bald wie möglich zu sichern ist das Ziel von Team und Verantwortlichen der Baunataler, ein einstelliger Tabellenplatz sollte es am Ende sein.

In die sportlich anspruchsvolle Staffel Ost zurückgekehrt steht der GSV mit den Füchsen Berlin, SC DHfK Leipzig, HC Erlangen sowie am morgigen Samstag beim SC Magdeburg II vier Reserveteams von Bundesligisten gegenüber. Drei weite Reisen stehen der Eintracht nach Berlin und Umgebung bevor, einmal nach Aue. Kürzere Auswärtsfahrten führen zu den alten bekannten Northeimer HC und SV Anhalt Bernburg.

Dennis Weinrich hätte sich mehr Kontinuität in der Vorbereitung gewünscht. Zu oft jedoch fehlten Spieler wegen Verletzungen und Erkrankungen, zudem gab es weniger Testspiele als eigentlich nötig. Zeit, Neues zu erarbeiten, blieb der Eintracht nicht. „Da ist es ein großer Vorteil, dass wir uns kennen und eingespielt sind“, sagt Weinrich. So wird auch die Grundausrichtung gleich bleiben: „Wir werden wieder über eine aggressive Deckung und mit aggressiver Spielweise kommen.“

Immerhin sei die Mannschaft „auf jeder Position doppelt gut besetzt“, sagt der Trainer und blickt voraus: „Von unseren Korsettstangen wird wieder vieles abhängen. Ihnen kann ich nichts mehr beibringen, sie haben das Gefühl für die Situationen auf dem Feld“. Von den Jungen dürfe man keine Wunderdinge erwarten: „Sie werden punktuell liefern, können aber nicht immer alles richtig machen und sollen Erfahrungen sammeln.“ Beides am besten schon gleich in Magdeburg. (Wolfgang Bauscher)

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