1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Fußball: Eiterfeld will in die Verbandsliga

Erstellt:

Kommentare

Der Taktgeber: Nils Wenzel lenkt das Spiel der Eiterfelder im zentralen Mittelfeld.
Der Taktgeber: Nils Wenzel lenkt das Spiel der Eiterfelder im zentralen Mittelfeld. © Friedhelm Eyert

Die SG Eiterfeld/Leimbach überwintert in der Fußball-Gruppenliga auf Tabellenplatz eins. Trainer Ante Markesic und sein Team dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Verbandsliga machen.

Eiterfeld – Der 24. September 2022 könnte am Saisonende ein ganz bedeutendes Datum für die Eiterfelder Fußballer sein. An besagtem Samstag unterlag Eiterfeld beim ESV Hönebach mit 0:2. Und fand sich auf Rang fünf wieder.

Es folgte eine Krisensitzung, eine Aussprache, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Die Mannschaft legte den Hebel wieder um – und kehrte in die Erfolgsspur zurück. Acht Siege in Serie (22:3 Tore) fuhr Eiterfeld im Oktober und November bis zum Beginn der Winterpause ein. Der Lohn: Punktgleich mit Geheimfavorit SG Freiensteinau führt die Spielgemeinschaft die Tabelle an.

„Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt. Vielleicht haben wir uns nach dem super Start selbst zu viel Druck gemacht“, sagt Trainer Ante Markesic. Mit vier Siegen und beeindruckenden 17:1 Toren waren die Blau-Weißen in die Saison gestartet. Es hatte den Anschein, als sei der Vizemeister der vergangenen Spielzeit nicht zu stoppen.

Dann aber folgte ein Bruch – die Gegner hatten sich auf die Eiterfelder eingestellt, agierten äußerst defensiv und robust. Damit kam die spielstarke Mannschaft zunächst nicht zurecht. Allein mit fußballerischen Lösungen funktionierte es nicht mehr. So sprangen im September nur sechs Punkte aus sechs Spielen heraus. Dann folgte der Rückschlag in Hönebach, aus dem die Mannschaft ihre Lehren zog.

„Wir haben nach der Niederlage in Hönebach gemerkt, dass wir die Ärmel hochkrempeln müssen und es nicht immer schön aussehen muss, wie wir spielen. Wir spielen seitdem einfach das, was wir können. Ohne Druck“, sagt der Coach.

13 Siege, drei Remis und zwei Niederlagen (gegen Hönebach und Künzell) – dazu mit 48:11 Toren sowohl offensiv als auch defensiv die besten Werte aller 17 Gruppenligisten. Es sieht gut aus, und Trainer Markesic kann bei allem Ehrgeiz, der ihn auszeichnet, zufrieden sein. Und das ist er auch.

„Wir haben in der Vorrunde super Spiele gemacht“, sagt er. Und: „Wir haben aber noch mehr Potenzial. Ich werde versuchen, aus den Jungs noch etwas mehr herauszukitzeln.“ Das kann man jetzt als Kampfansage an die Konkurrenz auslegen. Oder man hält es einfach für durchaus realistisch. Der Eiterfelder Kader ist auch in der Tiefe mit starken Fußballern bestückt. Einziges Manko könnte die fehlende Breite sein, falls Leistungsträger länger ausfallen sollten. Das ist bislang nicht geschehen.

Sieben (größtenteils junge) Spieler kamen vor Saisonbeginn. Und die meisten schlugen ein. Allen voran Dominik Hanslik, der vom Hessenligisten Steinbach wechselte und mit 13 Saisontreffern Zweiter der Gruppenliga-Torjägerliste ist. Neunmal traf auch schon Tim Hartwig, der bereits im vergangenen Winter vom FSV Hohe Luft gekommen war.

Dessen Bruder Niclas stabilisiert den Abwehrverbund der Eiterfelder. Nicht zu vergessen Nils Wenzel, der Mittelfeldmotor mit dem feinen Füßchen, der Hessenliga-Erfahrung aus Hünfeld mitbringt.

„Wir wollten um die ersten drei Plätze mitspielen und das haben wir bislang geschafft. Es sieht gut aus, und ich schaue zuversichtlich auf die Rückrunde“, sagt Markesic. Und ergänzt: „Es wird sicher hart, weil die Hälfte der Liga noch in Abstiegsgefahr ist. Da werden alle Teams 100 Prozent geben.“ Der 52-jährige Kroate wird sein Team voraussichtlich ab Anfang Februar auf die Rückrunde vorbereiten. Diese beginnt am 5. März mit der Partie beim Tabellenvorletzten Hosenfeld. Drei Wochen später gastiert dann Freiensteinau zum Topspiel in Eiterfeld. Und so könnte vielleicht auch der 26. März am Saisonende ein ganz bedeutendes Datum für die Eiterfelder Fußballer sein.

Der Torjäger: Stürmer Dominik Hanslik (links), hier gegen Künzell, hat schon 13 Saisontore erzielt.
Der Torjäger: Stürmer Dominik Hanslik (links), hier gegen Künzell, hat schon 13 Saisontore erzielt. © Friedhelm Eyert
Ante Markesic
Ante Markesic © Friedhelm Eyert

Auch interessant

Kommentare