Frauenfußball-Hessenliga: Obermelsungen nach bitterer 2:3-Niederlage gegen Rüsselsheim wieder Letzter

Ein Ende mit Schrecken für TSV

Aller Einsatz war vergebens: Margarita Brilling (links), hier gegen die Rüsselsheimerin Milena Malcherek, ging weite Wege für den TSV Obermelsungen, schoss ihr erstes Hessenliga-Tor und musste doch eine knappe Niederlage einstecken. Foto: Hahn

Obermelsungen. Es sollte ein Befreiungsschlag werden. Aber es wurde ein schmerzlicher Rückschlag. Im Kellerduell gegen das bisherige Schlusslicht SC Opel Rüsselsheim verloren die Fußballerinnen des Hessenliga-Aufsteigers TSV Obermelsungen mit 2:3 (2:2) und und damit wichtigen Boden im Kampf um den Klassenerhalt.

Rüsselsheim setzte im Kellerduell keinesfalls auf eine defensive Taktik, sondern spielte mutig nach vorn. Das wurde gegen eine schlafmützig und lethargisch wirkende Obermelsunger Abwehr schnell belohnt. Nämlich als Opel-Angreiferin Steinmetz freistand und TSV-Torfrau Nadine Mündel deren haltbaren Schuss nicht abwehren konnte.

Gisbert Ey, der auf die verletzte Stürmerin Jessica Quanz verzichten musste, versuchte, seine Mannschaft von der Seitenlinie aus zu mehr Engagement anzutreiben. Seine Worte stießen nicht auf taube Ohren, denn das Obermelsunger Team kam nach 20 Minuten besser ins Spiel und erzielte danach zwei Tore. Erst staubte Lena Stippich, die als einzige Spitze in der Luft hing, nach einem Freistoß von Kapitänin Julia Riemenschneider zum Ausgleich ab (22.). Vier Minuten später durften die TSV-Fans das 2:1 bejubeln, das der lauffreudigen Margarita Brilling per Flachschuss gelang. Doch nach der guten Phase schlich sich fast postwendend bei Obermelsungen wieder der Schlendrian ein. Der wurde bestraft durch das Kopfballtor von Urzo (31.).

Die zweite Halbzeit hatte über weite Strecken kein Hessenliga-Niveau. Als die agile Brilling sechs Minuten vor Schluss von der Rüsselsheimerin Uhl von den Beinen geholt wurde, entschied der souverän leitende Schiedsrichter Awada auf Elfmeter. Ein Happy Ende für den TSV winkte, doch Riemenschneider, die im Mittelfeld gerackert hatte wie keine andere, scheiterte an Jourdan. Und es sollte noch schlimmer kommen. In der Nachspielzeit stocherte Steinmetz den Ball zum 3:2 ins Tor. • TSV: Mündel - Gerhard - Seifert, Dittmar (75. Bode) - Friedrich, Riemenschneider, Kröger, Adler - Pforr, Brilling - Stippich. Tore: 0:1 Steinmetz (9.), 1:1 Stippich (22.), 2:1 Brilling (26.), 2:2 Urzo (31.), 2:3 Steinmetz (90.+3). SR: Awada (FSV Kassel). Z: 80.

Von Peter Pfeiffer

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