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Endlich den Turnaround schaffen: SVA will Niederlagenserie gegen Neuhof brechen

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Von SV-Adler-Defensivspezialist Henrike Renke (links) ist in der Hessenliga aufgrund der Verletzungssorgen viel Flexibilität gefragt. Er lief bereits als Rechtsverteidiger, Linksverteidiger und Innenverteidiger auf. ARCHI
Von SV-Adler-Defensivspezialist Henrike Renke (links) ist in der Hessenliga aufgrund der Verletzungssorgen viel Flexibilität gefragt. Er lief bereits als Rechtsverteidiger, Linksverteidiger und Innenverteidiger auf. ARCHI © Maurice Morth

Der SV Adler steckt tief in der Ergebniskrise: Acht Niederlagen gab es in der Fußball-Hessenliga in Serie. Wir sprachen mit Henrik Renke vor dem wichtigen Heimspiel gegen Neuhof.

Weidenhausen – Rechtsverteidiger, Linksverteidiger, Innenverteidiger – in der ersten Hessenliga-Saison mit seinem SV Adler Weidenhausen ist von Defensivspezialist Henrik Renke viel Flexibilität gefragt. Aufgrund der vielen Ausfälle beim Aufsteiger mussten die übrig geblieben Spieler des arg zusammengeschrumpften Kaders notgedrungen häufig rotieren.

Ein wenig bergauf geht es unterdessen mit der personellen Situation. Unter anderem deswegen blickt der 24-jährige Renke optimistisch auf das Heimspiel am Samstag ab 16 Uhr auf dem Chattenloh gegen Neuhof. „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel, denn auch unser Gegner steckt im Abstiegskampf. Wir wollen den Turnaround schaffen und gewinnen“, sagt Renke.

Henrik Renke: Rückkehr mit Erfolgsgeschichte

Zur Saison 2016/2017 verschlug es den im Ringgau aufgewachsen Henrik Renke nach seiner Jugend-Zeit bei Kickers Offenbach und im Internat von Carl-Zeiss Jena sportlich, beruflich und privat zurück in seine alte Heimat.

Was folgte, darf durchaus als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. Schon im A-Jugend-Alter wurde Renke ein wichtiger Mann beim SV Adler, wirkte bei den vielen guten Verbandsliga-Spielzeiten mit Platzierungen im oberen Drittel der Tabelle mit und krönte sich gemeinsam mit seinen Teamkameraden im vergangenen Jahr zum Meister.

„Das war einfach Wahnsinn und vielleicht einmalig im Leben“, blickt Renke zurück, der zwischendurch mehrere Monate verletzt ausfiel, zum Ende der Meister-Saison aber wieder zur Mannschaft stieß.

Mit den Verletzungen fingen die Probleme an

Auch der Saisonstart im Abenteuer Hessenliga glückte: Nach sechs Spielen hatte Weidenhausen zwölf Punkte auf dem Konto. Doch mit den Verletzungen fingen die Probleme an. Die Folge: acht Niederlagen in Serie.

„Das ist für uns als Aufsteiger einfach nicht mehr zu kompensieren gewesen, wenn dir einfach mehr als die Hälfte der Stamm-Elf wegbricht“, so Renke. „Man hat auch im Training gemerkt, dass so ein bisschen der Konkurrenzkampf gefehlt hat, weil sich die Mannschaft quasi von selbst aufgestellt hat.“

Nun kehrte oder kehrt der ein oder andere wie Jan Gerbig, Fabian Assmann und Eike Görs wieder zurück. „Das lässt uns hoffen, dass wir jetzt die Wende schaffen können. Wir brauchen einfach mal wieder ein Erfolgserlebnis“, so Renke, der im Normalfall als Außenverteidiger eingesetzt wird.

Starke Endphase gegen Waldgirmes als Hoffnungsschimmer

Positiv stimmt ihn auch die starke Endphase gegen Waldgirmes im letzten Heimspiel, als sein Team nach 0:2-Pausenrückstand nach den Einwechslungen von Jan Gerbig und Sören Gonnermann den Anschluss markierte und drauf und dran war, das Spiel zu drehen.

„Normalerweise nutzen wir solche Chancen wie den freien Schuss von Jan und den Elfmeter von Sören in einem Heimspiel, doch zuletzt fehlte auch ein wenig das Spielglück. Dennoch war unser Auftreten in der zweiten Halbzeit gegen Waldgirmes wieder von Leidenschaft und Mut geprägt. Das ist das, was uns auszeichnet. Dann geht auch das Publikum voll mit, der Gegner macht Fehler und wir können gerade in Heimspielen wieder unsere Punkte machen“, ist sich Henrik Renke sicher.

„Wir haben jetzt mehrere Spiele gegen Hessenliga-Mannschaften, die auch unten in der Tabelle drinstehen. So wie am Samstag eben gegen Neuhof. Hier wollen und müssen wir punkten, um unser großes Ziel Klassenerhalt zu schaffen. Und ich bin mir sicher, dass wir das packen können.“ (Florian Künemund)

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