Baunatals Pforr trifft doppelt beim 4:0 in Fernwald – am Samstag in Erlensee

KSV Baunatal endlich mal wieder belohnt

Einen Schritt schneller: Manuel Pforr (rechts) trifft mit Baunatal am Samstag erneut auf Erlensee und Jan Lüdke.
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Einen Schritt schneller: Manuel Pforr (rechts) trifft mit Baunatal am Samstag erneut auf Erlensee und Jan Lüdke.

So schnell kann es im Fußball gehen: Am vergangenen Samstag war der KSV Baunatal nach dem unglücklichen 1:1 gegen den FC Erlensee mental am Boden, vier Tage später nach dem furiosen 4:0-Sieg in Fernwald wieder obenauf. Und zurück im Kampf um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde. Schon morgen (16 Uhr) wartet auf den Fußball-Hessenligisten mit dem Rückspiel in Erlensee die nächste Herausforderung.

Großen Anteil am Sieg in Fernwald hatte einer, der zu Beginn der Saison erst einmal als Standby-Spieler eingeplant war: Manuel Pforr. Im Sommer ist der 32-Jährige Vater geworden und legte nach der Geburt seines Sohnes erst einmal den kompletten Fokus auf seine Familie. „Ich habe mir quasi meine Elternzeit genommen“, sagt Pforr, der mit seiner Familie in Göttingen wohnt und für eine einfache Strecke zum Training nach Baunatal schon fast eine Stunde im Auto sitzt. „Für eine Trainingseinheit bin ich insgesamt vier bis fünf Stunden unterwegs.“

Erst eine Woche vor Saisonbeginn unterschrieb er den Vertrag für seine zehnte Spielzeit beim KSV. Er machte zwar so nicht die gesamte Vorbereitung mit, stand mit Trainer Tobias Nebe allerdings immer in Kontakt und hielt sich privat fit. „Aber das ist noch einmal eine andere Sache als das Training auf dem Platz. Ich bin erst mal schwer reingekommen, aber jetzt trainiere ich regelmäßig und bin wieder voll da“, sagt Pforr. Und wie: Gegen Erlensee bereitete er das 1:0 von Daniel Borgardt vor. In Fernwald erzielte er die beiden ersten Treffer. „Endlich habe ich mich auch persönlich mal wieder für die Anstrengungen belohnt“, freut sich Pforr über seine ersten beiden Saisontreffer.

Das gilt aber nicht nur für ihn, sondern auch für die gesamte Mannschaft. „Die Formkurve ging ja schon in den vergangenen Wochen nach oben“, sagt der Stürmer. Was lief jetzt in Fernwald besser als in den vorigen Spielen, in denen der KSV sechsmal in Folge ohne Sieg blieb? „Wir haben unsere Chancen genutzt“, sagt Pforr. Gerade beim 1:1 gegen Erlensee ein paar Tage zuvor war die mangelnde Chancenverwertung die Ursache für den verpassten Heimsieg.

Nach der Negativserie in den vergangenen Wochen war es ein besonderes Spiel in Fernwald. „Wir standen mit dem Rücken zur Wand. Auch die Vorzeichen direkt vor dem Spiel waren nicht gut“, sagt der 32-Jährige. Die Baunataler standen im Stau, kamen erst kurz vor dem Anpfiff in Fernwald an. Beim Aufwärmen knickte auch noch Innenverteidiger Niklas Künzel um, Nebe musste umstellen. Den Baunatalern machte das aber nichts aus. „Wir waren von der ersten bis zur letzten Sekunde voll da“, sagt Pforr und fügt hinzu: „Wir hatten diesmal auch ein bisschen Spielglück, wir gehen mit der zweiten gefährlichen Situation in Führung. Und dann wuchs mit jeder gelungenen Aktion das Selbstvertrauen.“

Jetzt wartet in Erlensee aber die nächste schwere Aufgabe. Denn der 1. FCE ist nicht nur Tabellenzweiter, sondern mit 18 Punkten aus sieben Spielen die beste Heimmannschaft der Liga. „Wir dürfen jetzt nicht in zu große Euphorie verfallen, müssen in jedes Spiel mit diesem Einsatz gehen und jeder immer wieder an seine Leistungsgrenze kommen.“ Im Hinspiel vor einer Woche waren die Baunataler gegen das Überraschungsteam klar überlegen. Die Südhessen zeigten aber mit ihrer robusten Art, dass sie durchaus ein unangenehmer Gegner sind. „Sie leben von ihrer Euphorie und ihrer Körperlichkeit. Ich bin aber mal gespannt, wie sie spielerisch zu Hause auftreten werden“, sagt Pforr. (Von Manuel Kopp)

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