Fußball-Hessenliga: KSV Baunatal gewinnt nach Durststrecke 2:0 gegen RW Darmstadt

Endlich mal wieder ein Sieg

Entwischt: Der Baunataler Spielertrainer Tobias Nebe (links) gewinnt den Zweikampf gegen den Darmstädter Efkan Yildiz. Nebe gelang später der zweite Treffer beim 2:0-Sieg des KSV. Rechts am Rand Stefan Markolf. Foto:  Fischer

KASSEL. Aufatmen in Baunatal. Nach einer sechs Wochen andauernden Durststrecke gelang den Hessenliga-Kickern des KSV am Samstag beim 2:0 zu Hause gegen den Tabellendrittletzten Rot-Weiß Darmstadt endlich mal wieder ein Sieg. 2:0 - das hört sich aus Baunataler Sicht eigentlich gut an. Zu gut vielleicht, denn die zuvor gezeigten Leistungen waren über weite Strecken - gemessen an den Erwartungen - doch eher dürftig. Spielern, Verantwortlichen und Fans war dies aber egal. Spielertrainer Tobi Nebe, der mit seinem Tor zum 2:0 nach 85 Minuten den Sack endgültig zugebunden hatte: „Wichtig ist nur der Sieg. Das allein zählt.“

So sah es auch Tobias Klöppner, der zusammen mit Nebe beim KSV als Coach verantwortlich ist. „Wir wollten den Erfolg, und wir haben es geschafft. Hut ab vor der Mannschaft. Die Jungs haben voll mitgezogen.“

Haben sie, wenn auch weitgehend nur in kämpferischer Hinsicht. Denn spielerisch lief auch am Samstag meist nur wenig zusammen. Wo ist sie nur geblieben, die Souveränität, mit der der KSV seine Gegner zum Saisonstart regelrecht in Grund und Boden gespielt hatte?

Zerfahren agierte Baunatal, verunsichert und zaghaft. Insbesondere in der ersten Hälfte, als die Südhessen über weite Strecken dominierten. Umso überraschender die Baunataler Führung nach 40 Minuten durch Samuel Melake. Ein Lupfer nach glänzender Vorarbeit von Martin Wengerek. Melakes zweiter Treffer in dieser Saison. Jubelnd drehte der Schütze ab. Kurze Zeit später war die Begegnung für ihn nach einer Gelb-Roten Karte beendet, weil er den Ball nach einem Pfiff grundlos weggeschlagen hatte. Wie ein begossener Pudel verließ der eben noch Gefeierte das Feld. Ein trauriger Anblick.

Zu zehnt versuchten die übrig gebliebenen Hausherren nach dem Wiederanpfiff, das Ergebnis über die Runden zu retten. Wobei sich ein Mann besonders hervortat: Torwart André Schreiber. Der Mann also, der beim 3:6 gegen Wetzlar am Dienstag bei einigen Gegentoren äußerst unglücklich ausgesehen hatte. Diesmal war der 25-jährige Keeper wieder voll auf dem Posten, sorgte mit glänzenden Paraden in der 60 und 78. Minute dafür, dass sein Team auf Kurs blieb. Klöppner freute sich: „André ist ein Guter. Daran ändern auch die Graupelgegentore vom Dienstag nichts. Wir haben nie an ihm gezweifelt.“

Bleibt noch die Vorgeschichte zum erlösenden 2:0. Ein Kontertor der Extraklasse: Der eingewechselte Mirko Tanjic passte in Überzahl zu Daniel Leipold, der leitete weiter auf Nebe, und gegen dessen Schuss aus zehn Metern war Darmstadts Torwart machtlos. Zu diesem Zeitpunkt kickten die Gäste übrigens auch nur noch zu zehnt. Sergej Pineker war nach 70 Minuten nach einer Notbremse gegen Tanjic in die Kabine geschickt worden.

Von Uli Brehme

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