Nils Hohmeier ist bei der Jugend-EM mit dem Team ausgeschieden

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Ärgerlich: Gegen Tschechien unterlagen Nils Hohmeier und Co. mit 2:3.

Schwechat. „Wir sind an Position vier gesetzt und wollen deshalb natürlich auch auf das Siegerpodest.“ Diese Aussage stammt von Nils Hohmeier, Tischtennis-Nachwuchstalent aus Echte, und wurde im Rahmen des letzten Vorbereitungslehrgangs auf die 55. Jugend-Europameisterschaften in Schwechat (Österreich) getätigt.

Allerdings hielt die Hoffnung des 14-Jährigen auf seine erste EM-Medaille nur drei Tage.

Das deutsche Schüler-Trio, dem außerdem Dennis Klein (Bietigheim-Bissingen) und Leonard Süß (Jena) angehören, musste sich etwas überraschend Tschechien im Achtelfinale mit 2:3 geschlagen geben. Groß war die Enttäuschung bei Hohmeier auch noch Stunden nach der Begegnung. „Ich muss mich bei Dennis und Leonard entschuldigen, dass ich die Sache verbockt habe.“

Was war passiert? Nils Hohmeier verlor nicht nur das Auftakteinzel gegen Tomas Polansky, sondern auch beim 2:2-Zwischenstand die alles entscheidende letzte Partie gegen Abwehrspieler Stanislav Kucera. „Das war heute nicht mein Tag. Ich kann deutlich stärker spielen“, resümierte der Neuzugang des Regionalligisten TuS Celle. Gegen Polansky zu verlieren, sei nach Meinung von Bundestrainer Klaus Schmittinger „überhaupt keine Schande“. Tschechiens Nummer eins wird schließlich auf dem achten Platz der U15-Europarangliste geführt. Hohmeier nimmt Position 15 ein. Die Niederlage gegen Kucera schmerzte jedoch sehr. „Ich fand kein Durchkommen gegen sein defensives Spiel, während mein Gegner von Satz zu Satz immer stärker wurde.“ Auch Schmittinger beobachtete eine ab dem zweiten Durchgang nahezu fehlerfreie Spielweise des tschechischen Talentes. Nur ein schwacher Trost war das zwischenzeitlich gewonnene Doppel an der Seite von Dennis Klein.

Dabei hatte der Saisonhöhepunkt für Nils Hohmeier so verheißungsvoll begonnen. In der Gruppenphase ging Hohmeier gegen die Ukraine (3:2), Slowenien (3:0) und die Slowakei (3:0) vier Mal im Einzel an den Tisch und durfte die Box vier Mal als Sieger verlassen. Darunter befand sich auch der Erfolg gegen Kyrylo Samokysh (Ukraine), der zu den besten zehn Spielern Europas zählt. „Nils hatte mit seinen zwei Erfolgen maßgeblichen Anteil am Sieg gegen die Ukraine“, ergänzte der Schüler-Bundestrainer.

Doch letztlich sollte es nicht sein. Anstatt um die Medaillen zu spielen, geht es für Hohmeier & Co. nur noch um die Plätze neun bis 16.

Von Marco Steinbrenner

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