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Eintracht Baunatal siegt dank Energieleistung

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Von: Martin Scholz

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Baunatals Leo Helbing setzt sich hier gegen Söhres Philipp Kouba (links) und Niklas Ihmann (verdeckt) durch. Rechts außen wartet Fynn Reinhardt.
Baunatals Leo Helbing setzt sich hier gegen Söhres Philipp Kouba (links) und Niklas Ihmann (verdeckt) durch. Rechts außen wartet Fynn Reinhardt. © Andreas Fischer

Die Wende scheint geschafft. Nach zuletzt drei Niederlagen ist Handball-Drittligist GSV Eintracht Baunatal auf Siegkurs zurückgekehrt. In der heimischen Rundsporthalle verbuchte das kämpferisch aufspielende Team von Trainer Dennis Weinrich einen am Ende hoch verdienten 33:30 (15:16)-Sieg gegen den Aufsteiger Sportfreunde Söhre von 1947.

Dabei mussten Weinrich & Co. am Samstagabend mit einer ungewöhnlichen Kulisse zurechtkommen: Rund 150 Söhre-Fans hatten die 140 Kilometer lange Strecke nach Nordhessen in Angriff genommen, um das Auswärtsspiel der Niedersachsen (fast) in ein Heimspiel zu verwandeln. Nach dem Spiel bedankten sich daher sowohl Weinrich als auch Söhres Trainer Sven Lakenmacher für die Unterstützung aus dem Publikum in einer Partie, bei der die Eintracht vor allem durch Willensstärke die Weichen auf Sieg stellte.

„Viel zu oft hat der Gegner unsere Laufwege ausgehebelt“, analysierte Eintracht-Kapitän Marvin Gabriel nach dem Spiel. Vor allem in den ersten 40 Minuten war es der behutsam wirkende Spielaufbau der Gäste, mit dem die Eintracht oft nicht zurechtkam. Meistens über halbrechts kam der Vorstoß, der den Baunataler Block auf sich zog. Viel zu oft stießen dann die Ihmann-Brüder oder Söhres Kreisläufer Norman Kordas erfolgreich in die Lücke in der Baunataler Abwehr, auf die wohl auch weiterhin einiges an Trainingsarbeit zukommen dürfte.

Einmal mehr kristallierte sich aber heraus, dass die Eintracht auch mit solchen Situtation umgehen kann, weil drei Torhüter mit unterschiedlichen Stärken zur Verfügung stehen. „Insgesamt hatten wir zu wenige Zugriffe in der Abwehr, aber wir wollten diesen Sieg unbedingt“, sagte Marcel Lohrbach, der als dritter Torhüter in den letzten 15 Minuten das Baunataler Tor hütete und noch mit einigen wichtigen Paraden glänzte.

Zuvor aber hatten die Gäste immer wieder einen leichten Vorteil. Als es in der 42. Minute 20:23 aus Baunataler Sicht stand witterten die Söhrer Trommler auf der Zuschauertribüne bereits Morgenluft. Aber weil Felix Geßner und Marvin Gabriel ihre Routine ausspielten und Rechtsaußen Benjamin Fitozovic sich in Top-Form präsentierte, fiel es nicht so stark ins Gewicht, dass Kevin Trogisch dieses Mal einen komplett gebrauchten Tag erwischte: nach zwei verworfenen Siebenmetern und weiteren Fehlwürfen nahm der Linkshänder für den Rest des Spiels auf der Bank Platz. Einen Kurzauftritt hatte dagegen zu Beginn der zweiten Halbzeit Philipp Batz auf Rechtsaußen. Gegen Spielende kamen die Baunataler dann immer besser mit der 5:1-Abwehr der Gäste klar und erzielten mehr Tore über die Außenpositionen und durch Tempogegegenstöße.

„Vor allem die Energieleistung gegen Ende hat uns den Sieg in diesem sehr intensiven Spiel mit viel Tempo beschert“, gab sich Eintracht-Trainer Weinrich nach dem Spiel erleichtert.

Baunatal: Moritz Goldmann (1. - 30.), Marian Mügge (31. 45.), Marcel Lohrbach (46. - 60.) - Gabriel 7/2, Lasse Reinhardt 2, Fynn Reinhardt 4, Geßner 7, Räbiger 2, Fitozovic 9, Bieber, Batz, Trogisch, Kleinschmidt, Helbing 2, Kurtz, Henne Söhre: Kinzel, Koob (1 Siebenmeter) - Scherbanowitz, Range 1, Klein, Kouba, Niklas Ihman 8/2, Kordas 5, Yannik Ihmann 7, Alex 4, Bartels, Thiel 1, Rost, Folger 2, Kolditz 2 SR: Ahlgrimm/Backwinkel Zuschauer: 450 Siebenmeter: 2/2:2/0 Zeitstrafen: 4:12 + Rote Karte gegen Kordas (Söhre) Spielverlauf: 1:3 (4.), 4:4 (8.), 5:4 (10.), 7:5 (12.), 13:12 (25.), 14:14 (27.), 18:20 (35.), 20:23 (42.), 24:24 (45.), 27:27 (52.), 29:27 (54.), 31:29 (57.), 32:29 (58.)

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