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Fußball-Bilanz: Hohe Lufts Trainer Veapi sieht Potenzial

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Pasqual Belosicky vom FSV Hohe Luft.
Pasqual Belosicky vom FSV Hohe Luft. © Friedhelm Eyert

Ernüchterung statt Euphorie: So souverän der FSV Hohe Luft im Frühjahr die Fußball-Kreisoberliga beherrschte und in die Gruppenliga aufstieg, so hart ist der Klub inzwischen auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Zwei Siege in 17 Spielen, letzter Tabellenplatz, Trainerwechsel – was ist passiert?

Bad Hersfeld - 4:1 gegen den ebenfalls schwächelnden Verbandsliga-Absteiger FSV Thalau, 1:0 bei FT Fulda, dazu noch vier Unentschieden – das ist die magere Ausbeute des Aufsteigers. Und schaut man weiter auf die Statistik, dürften die Sorgenfalten noch tiefer werden. Auf eigenem Platz gelang dem FSV außer beim Sieg gegen Thalau nie mehr als ein Treffer, sechsmal blieb er torlos. 14 Tore insgesamt sind der zweitschwächste Wert der Liga, nur Hosenfeld (11) traf seltener. Und der Blick auf die zweite Saisonhälfte offenbart: Gegen die fünf Führenden müssen die Hersfelder noch auswärts ran.

Zu Beginn des Monats November kostete die schwache Bilanz den Aufstiegstrainer den Platz auf der Bank. Der FSV trennte sich von Waldemar Hafner.

Der Trainer selbst habe dabei eingesehen, dass der Klassenerhalt bei einer weiteren Zusammenarbeit wohl nicht zu realisieren gewesen wäre, ließen die Verantwortlichen des Klubs in der seinerzeitigen Pressemitteilung verlauten. Für Hafner kam Enis Veapi, der aber auch vor der Winterpause das Steuer auch (noch) nicht herumreißen konnte.

Doch der erfahrene Coach möchte genau das schaffen. Und weiß: „Die Mannschaft will, und das Potenzial ist definitiv da.“ Die Winterpause komme jedenfalls gerade recht, um die Mannschaft auch psychisch aufzubauen. Denn Veapi weiß: „Wenn du acht Spiele nicht gewinnst, dann gehen die Köpfe natürlich runter. Vieles spielt sich im Kopf ab – Fußball spielen können die Jungs doch alle.“

Defizite hat er – siehe die Statistik – vor allem in der Offensive ausgemacht. Obwohl Gespräche für Verstärkungen laufen, „werden wir natürlich keinen Lewandowski einfach dazubekommen“, weiß Veapi. Funktionieren könne es ohnehin nur im Kollektiv. Und da stimmt es, ist sich der Trainer sicher. Mindestens 15 Spieler hat er regelmäßig im Training – die Beteiligung ist für ihn ein Indiz dafür, dass es in der Mannschaft stimmt.

Die Rechnung, die er aufgemacht hat, ist klar: Aus 15 Spielen müssen acht Siege her. Dabei sieht er einzig Freiensteinau und Eiterfeld der Konkurrenz enteilt. Bleiben 13 Partien, in denen er realistische Chancen auf zählbaren Erfolg für den FSV sieht. „Klar haben wir acht Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Aber wir können befreit aufspielen, haben nichts zu verlieren.“

Und der Trainer sagt es noch mal: „Das Potenzial ist da. Die Jungs wollen!“ (Rainer Henkel)

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