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Erst Bundesligaauftakt, dann EM: Nachwuchstalent Sophia Klee startet in die neue Saison

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Die Saison kann beginnen: Sophia Klee schlägt ab Sonntag wieder in der Bundesliga auf.
Die Saison kann beginnen: Tischtennistalent Sophia Klee schlägt ab Sonntag wieder in der Bundesliga auf. © Dieter Schachtschneider

Ereignisreiche Tage für Tischtennistalent Sophia Klee: Am Wochenende startet die 19-Jährige in die neue Saison der Bundesliga.

Kassel –Doch nicht nur das, bereits am Montag steht mit der Anreise zur U21-Europameisterschaft in Rumänien der nächste Höhepunkt auf dem Programm.

„So ein voller Terminkalender ist im Tischtennis normal“, erklärt Klee. „Man gewöhnt sich daran und ist dadurch schon im Wettkampf drin.“ Zudem entscheide jeder selbst, an welchen Turnieren er teilnimmt.

Jedoch sei das Wettbewerbssystem so gestrickt, dass man möglichst viele Spiele bestreiten muss, um Punkte für die Weltrangliste zu sammeln.

„Wir haben Lust auf die Saison“

Ein wenig schwierig ist dadurch die Terminierung der Ligaspiele. Am Sonntag beginnt für Klee und ihre Teamkameraden vom TTC Weinheim die neue Saison, der erste Gegner heißt TTG Bingen/Münster-Sarmsheim. „Wir haben dieses Jahr eine coole und junge Truppe“, sagt die Rechtshänderin. „Auch von anderen werden wir stark eingeschätzt. Wir haben Lust auf die Saison.“

Gibt es ein konkretes Ziel für das Team? „Es ist schwer einzuschätzen, aber ein guter Platz im Mittelfeld ist denke ich auf jeden Fall drin.“

Dass Klee überhaupt starten kann, hat sie einer sorgsamen Vorbereitung zu verdanken. Nach einer erneuten Knieverletzung bei der Jugend-EM im Juli konnte sie nur langsam wieder ins Training einsteigen und etwas weniger machen, als normalerweise üblich ist. Doch das hat gut funktioniert. „Ich habe keine Schmerzen und bin wieder voll belastbar“, berichtet Klee über ihren aktuellen Gesundheitszustand. „Es sollte also alles klappen.“

Bundesligastart und U21-EM: Für Sophia Klee steht einiges auf dem Plan

Damit bezieht sie sich nicht nur auf den Ligastart. Am kommenden Montag steht die Reise mit dem Nationalteam zur U21-EM in Cluj-Napoca auf dem Plan. Für Klee kein unbekanntes Terrain. „Ich habe schon einmal eine U21-EM gespielt, ich kenne die Abläufe“, sagt sie. „Aber natürlich ist es etwas anderes als im Jugendbereich, zum Beispiel ändern sich die Schlaghärte und das Spiel. Das ist der Weg zum Profi.“

Das Turnier selbst verläuft nach dem üblichen Gruppen-und K.o.-Runden-System. Aufgrund ihrer erst kürzlich auskurierten Verletzung wird Klee nur im Einzel antreten.

Ein konkretes Ziel hat sie dabei nach ihrer Zwangspause nicht im Visier. „Ich möchte mich mit meinem Spiel wohlfühlen“, erklärt sie. „Vielleicht ist es von Vorteil, dass ich recht unvoreingenommen in das Turnier gehen kann. Im Training habe ich mir einiges erarbeitet. Jetzt werde ich versuchen, mich zu trauen, das umzusetzen.“

Nach dem Abitur: Ein Jahr auf Tischtennis konzentrieren

Ebenfalls umgesetzt hat Klee ihren Plan, sich nach dem Abitur für ein Jahr voll und ganz auf das Tischtennisspielen zu konzentrieren. „Natürlich habe ich mir das anders vorgestellt“, meint sie mit Blick auf ihre Verletzung. „Aber das Jahr hat mir trotzdem sehr viel gebracht.“

Weitergehen soll es mit einem Fernstudium im Bereich Sportmanagement. „Der Klassiker“, sagt Klee und lacht. „Es entspricht meinen Interessen und lässt sich gut mit dem Sporttreiben vereinbaren.“

Dass das viel Zeitaufwand bedeuten könnte, bereitet Klee keine allzu großen Sorgen. Schließlich ist sie einen vollen Terminkalender aus dem Tischtennis-Alltag gewohnt. „Man lernt, damit umzugehen“, erklärt sie gelassen – und weiß, wofür sie es tut. Denn: „Der Sport steht bei mir an erster Stelle.“ (Lucca Günther)

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