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Handball: Erste Niederlage für den TVH im Hexenkessel

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Lieferten sich ein packendes Duell: Lacey Brand vom SV Reichensachsen (vorne) und Luisa Teichmann vom TV Hersfeld (hinten).
Lieferten sich ein packendes Duell: Lacey Brand vom SV Reichensachsen (vorne) und Luisa Teichmann vom TV Hersfeld (hinten). © Marvin Heinz

Der Jubel nach dem 32:30-Heimsieg gegen den TV Hersfeld war bei den Spielerinnen des Handball-Landesligisten SV Reichensachsen am Sonntagabend noch etwas intensiver als sonst. Schließlich hatte man dem bisherigen Spitzenreiter Hersfeld nach sieben Siegen die ersten Punkte abgeknöpft.

Reichensachsen - Die Enttäuschung bei TVH-Trainerin Sabine Teichmann hielt sich aber in Grenzen. „Wir haben uns eigentlich selbst geschlagen. Wir haben gut gekämpft, aber Reichensachsen war heiß und wollte uns unbedingt besiegen. Das war keine Überraschung“, bilanzierte sie.

Teichmann trauerte den vielen vergebenen Chancen nach – allein zwölf Versuche von Rechtsaußen blieben ungenutzt. Einzig Emma Suppes wusste auf Linksaußen zu überzeugen und musste deshalb später sogar noch die Seite wechseln. Marie Dorst und Alina Hugo spielten erkrankt, Mara Spill war privat verhindert. „Es hat eben mal nicht alles gepasst. Aber du kannst ja auch nicht jedes Spiel gewinnen“, gab Sabine Teichmann zu Protokoll.

Das hoch spannende und brisante Spiel hatte bei allen Beteiligten Spuren hinterlassen. „Wir wollten heute den Sieg mehr“, sagte SVR-Trainer Matthias Meinl und wurde einen Atemzug später emotional: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir haben alles auf dem Feld gelassen.“

Schon vor dem Anwurf hatte Hallensprecher Fabian Eberhardt die Zuschauer angestachelt. „Lasst uns das viel zitierte heiße Pflaster zu einem Hexenkessel werden lassen“, rief Eberhardt.

Von Beginn an lieferten sich beide Teams einen erbitterten Abnutzungskampf. Einfache Tore? Fehlanzeige. Gerade die Hausherrinnen brauchten Zeit, um in Schwung zu kommen. Der aufgrund der Verletzung von Fabienne Walz neu formierte Rückraum um Sophie Hohmann, Laura Heckmann und Veronika Wagner hatte seine Probleme mit der energischen Verteidigungsweise der Festspielstädterinnen – 3:5 nach zehn Spielminuten.

Meinl reagierte, ließ Hersfelds Spielmacherin Luisa Teichmann durch Lacey Brand in Manndeckung nehmen. Unterdessen wurde das Angriffsspiel mit der Hereinnahme der hoch aufgeschossenen Rückraumschützin Maxie Hauschild facettenreicher. Carolin Heckmann traf vom Kreis, Hohmann fand die Lücke und Hauschild versenkte krachend aus der zweiten Reihe, ehe es Laura Heckmann vorbehalten war, die erste SVR-Führung (10:9, 21.) zu markieren. Hauschild und Hohmann übernahmen in der zweiten Hälfte viel Verantwortung und wechselten sich mit den Treffern ab. Insgesamt bekam der Aufsteiger aus dem Jahr 2020 neun Siebenmeter zugesprochen. Kreisläuferin Carolin Heckmann versenkte sieben von acht Strafwürfen.

„Das war eine gute Quote“, sagte Meinl, der in der zweiten Hälfte sah, wie seine Torfrau Emily Heckmann zur Höchstform auflief. Die stark aufgelegte Brand traf von außen zum 31:28 (58.) und verwandelte die Halle bereits in ein Tollhaus. Laura Heckmann sorgte31 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung.

Auf den TVH warten bis zur Winterpause noch zwei Heimspiele. Am nächsten Samstag gegen Wollrode, eine Woche später (17. Dezember) gegen die SVH Kassel. (Marvin Heinz, Sascha Herrmann)

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