3. Handball-Liga Ost: Nach 16 Spielen ohne Niederlage erwischt es die TG in Bernburg

Erste Niederlage perfekt

Ging erstmals in dieser Saison mit seinem Team als Verlierer vom Platz: Trainer Peter Rommel. Archivbild: Brandenstein

Bernburg. Im 17. Saisonspiel hat es auch die TG Münden erwischt: Beim SV Anhalt Bernburg unterlag der Tabellenführer der dritten Handball-Liga Ost, mit 21:24 (10:14). Verfolger DHfK Leipzig konnte jedoch nicht an der TG vorbeiziehen. Die Sachsen waren nämlich spielfrei.

„Wenn man sich 32 Fehlwürfe und 16 technische leistet, dann kann man in der dritten Liga auch nicht doppelt Punkten“, stellte Heiko Motz trocken fest. Für den Statistiker und Betreuer war die hohe Fehlerquote Grund für diese, eigentlich unnötige Niederlage, denn beim 20:22 zwei Minuten vor dem Abpfiff der gut leitenden Unparteiischen hatte die Rommel-Sieben sogar noch die Chance auf ein Unentschieden. Doch auch in der Schlussphase blieb der Fehlerteufel der TG treu.

Fehlerteufel schlägt zu

„Nichts gegen die Spieler, die heute auf dem Feld standen, sie haben gekämpft und alles versucht, aber uns fehlte heute einfach noch als Alternative ein durchschlagkräftiger Rückraumspieler, um einen überragenden Artur Gawlik zu überwinden“, meinte Trainer Peter Rommel. Allerdings hatte Gawlik dieselbe Quote wie der an diesem Nachmittag ebenfalls ganz starke Christian Gumula. Beide parierten 21 Würfe. So kann man sich eben täuschen, wenn man die Platte als Verlierer verlässt.

„Dass der TG heute Martin Hummel gefehlt hat, war sicherlich nicht zu unserem Nachteil“, stellte Enrico Nefe schmunzelnd fest. Der sportliche Leiter des SV Anhalt war sich aber mit Mündens Trainer einig: Die starke und die kaum überwindbare 6:0-Abwehrformation der Gastgeber waren der Schlüssel zum Erfolg der Hausherren. „Ich denke, der Sieg war verdient für uns, wenn er letztlich auch ein wenig glücklich war. Aber wenn man den Spielverlauf verfolgt, ist es in Ordnung. Schließlich waren wir nie im Rückstand.“ Der Sieg für die Bernburger war enorm wichtig, denn in den verbleibenden zwölf Spielen haben sie noch lediglich viermal Heimrecht. Die TG dagegen immerhin noch sechsmal.

Erfreulich aus TG-Sicht waren die ersten beiden Tore von Andrii Doktorovych nach seiner langen Verletzungspause. Somit zeigt die Leistungskurve des „Doktors“ weiter nach oben, was für die kommende Spiele hoffen lässt.

Gegen Lehrte am kommenden Samstag muss Martin Hummel zum letzten Mal pausieren. Vielleicht kam die erste Niederlage zum richtigen Zeitpunkt, auch für die Fans. Der schlechte Zuschauerzuspruch beim Heimspiel gegen Bad Neustadt, der vor allem Fachwart Hans Münchberg Sorgen bereitete, scheint ein Hinweis darauf zu sein, dass die Mündener Handballfans die Saison schon als eine Art Selbstläufer abgehakt zu haben scheinen. das ist beileibe nicht so. (zai)

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