Pferdesport: Vahle räumt beim S-Springen auf dem Reiterhof Pavel ab

Die Siegerin des S-Springens: Huberta Vahle auf Glenn Miller. Foto: phe

Calden. Huberta Vahle heißt die beste Reiterin des großen Springturnierwochenendes auf dem Reiterhof Pavel beim Reit- und Fahrverein Fürstenwald. Die Amazone, die für den Reitverein Altenautal startet, verbuchte nicht nur den Sieg beim S-Springen mit Glenn Miller, sondern landete mit Enya auch noch auf Platz zwei.

Zudem war sie noch in etlichen anderen hochkarätigen Springprüfungen erfolgreich.

Für den Höhepunkt, ein Ein-Sterne-S-Springen mit Siegerrunde, hatte Parcourschef Michael Jennemann einen Parcours aufgebaut, der für viele Pferde offensichtlich über ihr Leistungslimit ging. Runde um Runde fielen die Stangen, verweigerten Pferde den Gehorsam und verließen die Reiter enttäuscht den Platz.

Die Beschaffenheit des Platzes, der nicht ganz eben ist, war laut Herbert Bolse, der für die RSG Liebenau auf Baccara gestartet war, eine besondere Schwierigkeit für die Pferde. Zu kraftraubend stellten sich die Sprünge dar, die teils bergauf angegangen werden mussten. So war die gebogene Distanz vom dritten Sprung auf den vierten Sprung, eine Kombination, außerordentlich tückisch. Der gewaltige Oxer als Einsprung in die Kombination, die auf einer Bergauf-Linie lag, schmeckte den meisten Pferden nicht. Abwürfe und Verweigerungen waren die Folge.

Nur zwei von 24 Reitern kamen fehlerfrei über die zehn Hindernisse mit zwölf Sprüngen. Eine davon Vahle, der andere war Niels von Hirschheydt vom RV Hardenberg, dessen Condor geradezu über die Hindernisse flog.

Dritter Platz für Pavel

Da kein Stechen, sondern eine Siegerrunde ausgeschrieben war, ritten die besten sechs Reiter aus dem Normalparcours um den Sieg. Hier zeigte sich Vahle mit Nerven wie Drahtseilen. Trotz jeweils eines Fehlers ritt sie beherzt über die sieben Sprünge der Siegerrunde weiter und kam mit Enya in 34,47 Sekunden und mit Glenn Miller (33,18) nach Hause. Einzig Shari Zey aus Borken schaffte es, nahe an diese Zeit zu kommen. In 34,86 Sekunden setzte sie mit dem gewaltigen Charleston über die Sprünge, musste aber auch einen Fehler hinnehmen und belegte mit dieser Leistung Platz drei. Vahle konnte sich sogar noch über eine weitere Platzierung in dem schwierigen Springen freuen: Mit Fontaine D’o wurde sie Siebte.

Zwei Tage lang zeigten in Fürstenwald Springreiter von der Einsteigerklasse bis zu M-und S-Springen ihr Können. Vor allem Jugendliche nutzen die Gelegenheit, an den vielen Einsteigerprüfungen teilzunehmen. Vom gastgebenden Verein waren Janine Klapp, Katharine Seiffert und Valerie Kampe immer vorn mit dabei. Multitalent Viktoria Pavel, die am vorigen Wochenende grandiose Erfolge beim Dressurturnier für sich verbuchte, ließ es dieses Mal ruhiger angehen. Mit Podolski belegte sie in einer Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse L den dritten Platz.

Von Susanne Seidenfaden

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