GOLF-ERLEBNISTAG

HZ-Leser: Erste Schläge im strömenden Regen

Erste Schläge auf der Driving-Range: Bei einem Erlebnistag durften Leser der Hersfelder Zeitung am Abschlag den Schläger schwingen (Foto oben). Golf-Lehrer George Staples (rechtes Bild) zeigt Karl Buhles aus Wippershain den korrekten Schlägergriff. Der strömende Regen hörte dann auf, sodass die Neuen sogar eine Platzrunde absolvierten und insgesamt vier Löcher spielten.
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Erste Schläge auf der Driving-Range: Bei einem Erlebnistag durften Leserinnen und Leser der Hersfelder Zeitung am Abschlag den Schläger schwingen.

Zwölf Leserinnen und Leser der „Hersfelder Zeitung“ durften am Sonntag an einem Schnupper- und Erlebnistag des Golfclubs Oberaula-Hausen teilnehmen.

Gut, dass die „Driving Range“ – die Übungswiese am Golfplatz in Oberaula-Hausen überdacht ist. Denn als die zwölf Golf-Novizen vom Empfang zum Platz marschieren, regnet es Bindfäden. Doch das Wetter macht einem echten Golfer nichts aus. Es darf so nass sein, wie es will – sein Blick gilt nicht dem Himmel, sondern dem kleinen weißen runden Ball.

Golfclub-Manager Frank Gerhard hat bei der Begrüßung im Vorfeld erst einmal alle Vorurteile gegenüber diesem Sport ausgeräumt. Zu elitär, zu viele ältere Herrschaften, zu wenig sportlicher Anreiz, zu teuer – es gibt kein Argument, dass der Oberaulaer Verantwortliche nicht entkräften kann. „Golf“, so sagt er, „ist in erster Linie ein Sport, bei dem man sich konzentrieren muss. Du musst es schaffen, alles andere um dich herum auszublenden. Dann wird es ein guter Schlag.“

Natürlich: Wie in fast allen anderen Sportarten beginnt eine gute Technik bei der richtigen Schlägerhaltung. George Staples, der Trainer der Oberaulaer, geht durch die Reihe, demonstriert einen Schlag und korrigiert die Haltung. Zum Beispiel auch bei Karl Buhles. „Bei Rechtshändern die linke Hand nach oben, die rechte greift über, den Zeigefinger auf den Schläger“, sagt er.

Kerstin Göppel hat wie die anderen auch noch nie mit Golf zu tun gehabt. „Das ist anstrengender, als ich gedacht habe“, sagt sie, als sie das erste Mal den Ball trifft. „Aber ich finde diese Sportart richtig spannend.“ Einen Platzreifekurs will sie folgen lassen, aus privaten Gründen erst im kommenden Jahr.

Zwei Meter weiter versucht sich Felix Brill. Er ist Linkshänder, 23 Jahre alt, und hat nach ein paar Schlägen schon den Bogen raus. Auf jeden Fall fliegen die Bälle schon dicht an die 100-Meter-Marke heran – das schafft nicht unbedingt jeder, der zum ersten Mal am Start ist. Jeder Schlag, mit dem er den Ball auch richtig trifft, zaubert ein Lächeln auf sein Gesicht. Ein Naturtalent? Manager Gerhard bremst ihn in seinem jugendlichen Elan aus: „Auf den Schwung kommt es an, auf die Technik. Du bist jung und hast viel Kraft. Aber wenn Du so schlägst, kommst du mit minimalem Kraftaufwand genauso weit.“

Meister fallen nicht wie Regentropfen vom Himmel. Brill hat es trotzdem gefallen. „Bislang habe ich ja nur mal Minigolf in Hersfeld im Jahnpark gespielt. Aber es hat richtig Spaß gemacht.“ Einen Platzreifekurs will er vielleicht schon bald in Angriff nehmen, sobald es sein Informatik-Studium zulässt. Der Beruf geht eben vor.

Auch Heiko Katzler hat zum ersten, aber nicht zum letzten Mal den Schläger geschwungen. Auch der Kirchheimer will einen Platzreifekurs irgendwann einmal in Angriff nehmen. Nach Fußball und Radsport kann er sich vorstellen, dass auch Golf Einzug in die Liste seiner Freizeitaktivitäten hält. Nach Flanken in Neukirchen und Sprints am Eisenberg folgt jetzt Putten in Oberaula. „Es ist eben kein Alleskönner-Sport, man benötigt die Technik“, sagt er.

Im Übrigen: Es dauerte nicht lange, da ging der Regen in Oberaula zurück. Und die zwölf Neuen packten die Gelegenheit beim Schopf, um noch vier Bahnen zu spielen. Zum Schluss riss die Wolkendecke sogar auf und die Sonne schaute den Nachwuchsgolfern zu.

Gekonnte Haltung: Bei Felix Brill flog der Ball ...schon bis zur 100-Meter-Marke

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