Rennfahrer Marcel Lenerz aus Ludwigsau zieht zufrieden Zwischenbilanz

Erstmals auf dem Podest

Rennfahrer Marcel Lenerz aus Ludwigsau (vorn), Auto, Motorsport
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Fühlt sich wohl in seinem Team: Rennfahrer Marcel Lenerz aus Ludwigsau, oben auf der Rennstrecke am Sachsenring, wo er am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Christopher Dreyspring (Bild unten links, Lenerz Zweiter von links) auf dem Podium landete.

Bad Hersfeld - Als Marcel Lenerz am vergangenen Sonntag am Sachsenring zur Siegerehrung ging, war die Freude in seinem Gesicht trotz Basecap und Corona-Mundschutz nicht zu übersehen. Zum ersten Mal in dieser Saison ist dem 24-jährigen Rennpiloten in der ADAC GT 4 Germany Serie der Sprung aufs Podium geglückt. Mit ein paar Tagen Abstand haben wir mit ihm gesprochen und sowohl zurück als auch vorn geblickt.

Marcel Lenerz über ...

… das Rennen:

Mit dem zweiten Rennen am Sachsenring war der Ludwigsauer natürlich zufrieden - theoretisch, so ist er überzeugt, wäre sogar der Sieg drin gewesen. Als er zwischenzeitlich auf Platz zwei lag, sei er dem Führenden immer nähergekommen, auf den letzten fünf oder sechs Runden habe er dann aber wieder mit nachlassenden Reifen zu kämpfen gehabt. „Mehr war nicht drin, ich habe das Maximale rausgeholt“, sagt er und erklärt, dass die vergleichsweise starke Reifenabnutzung bei BMW-Fahrzeugen damit zusammenhängt, dass diese technisch gesehen am wenigsten Rennautos, sondern relativ seriennah sind.

… die lange Sommerpause:

Wegen der Flutkatastrophe in der Eifel musste das gesamte ADAC Racing Wochenende auf dem Nürburgring im Juli abgesagt werden, sodass Lenerz und die anderen Fahrer der ADAC GT 4 Germany Rennserie fast drei Monate Sommerpause hatten. Auch Testfahrten gab es zwischenzeitlich nicht, dafür hatte er jedoch einige sogenannte „Taxifahrten“: Bei Veranstaltungen dreht hier ein erfahrener Pilot mit Gastbeifahrern auf einer Rennstrecke seine Runden, sodass Laien auf diese Weise ein wenig Rennsport-Gefühl vermittelt bekommen. Darüber hinaus habe er sich natürlich körperlich fit gehalten, was derzeit vor allem Lauftraining bedeute.

… den Partnerwechsel:

Da der Teamkamerad, mit dem sich Lenerz das Cockpit normalerweise teilt, verhindert war, sprang der 23-jährige Christopher Dreyspring für das Rennwochenende am Sachsenring ein. „Er ist auch ein erfahrener Fahrer, und das hat man direkt gemerkt“, sagt Lenerz und erzählt, dass er Dreyspring schon seit einigen Jahren kennt. Das Wiedersehen bleibt allerdings eine einmalige Sache: Bei den nächsten Rennen ist wieder Lenerz’ alter Partner an Bord.

… die verbleibenden beiden Rennen:

„Man soll natürlich niemals nie sagen, und es kann viel passieren“, meint der 24-Jährige lachend, unter normalen Umständen dürfte das Podium aber nicht noch einmal in Reichweite sein. In den verbleibenden Rennen hofft er natürlich trotzdem auf eine starke Team- und Einzelleistung, mit Top-Ten-Resultaten könne man dabei zufrieden sein. Aktuell belegt das Team Schubert Motorsport unter 15 Mannschaften den sechsten Rang, in der Fahrerwertung liegt Lenerz auf Platz sechs von 25.

… seine Perspektive:

Zunächst liegt der Fokus auf den verbleibenden zwei Rennveranstaltungen, die am übernächsten Wochenende auf dem Hockenheimring und zwei Wochen später auf dem Nürburgring ausgetragen werden. Darüber hinaus lässt sich derzeit noch nichts Genaues sagen, doch Lenerz gibt sich optimistisch: Geht es nach ihm, würde er gern bei Schubert Motorsport bleiben. Erste positive Gespräche habe es auch schon gegeben.

Von Kristina Marth

Rennfahrer Marcel Lenerz aus Ludwigsau (2. von links), Auto, Motorsport
Rennfahrer Marcel Lenerz aus Ludwigsau, Auto, Motorsport

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