INTERVIEW

Manuela Schmermund: „Es geht bei Null wieder los“

Schießen, Luftgewehr, Symbol, Symbolfoto
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Keine Wettkämpfe: Die Bundesligaserien der Luftgewehr- und Luftpistolenschützen sind abgesagt worden.

Mengshausen – Kurzfristige doch wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde am Montagabend die Serie in der Luftgewehr-und Luftpistolen-Bundesliga. Manuela Schmermund, Vorsitzende der Mengshäuser Schützengilde, nimmt im Interview Stellung zur derzeitigen Situation. „Im kommenden Jahr geht es bei Null wieder los“, sagt die Sportschützin

Die Bundesliga stand eigentlich mit allen Mannschaften in den Startlöcher. Am zweiten Oktoberwochenende sollte es losgehen. Dann gab es aber dennoch die kurzfristige Absage. Wie kam die zustande?

Der Zeitpunkt so kurz vor der Serie war ungünstig. Wir hatten uns ursprünglich so verständigt, dass die Serie mit Hygienekonzept starten sollte. Die Entscheidung an sich war ja aus unserer Sicht vernünftig und notwendig und kam aufgrund der steigenden Fallzahlen zustande. Wir wären auch dazu bereit gewesen, bei uns ins Schützenhaus zu wechseln und dann den Wettkampf per Videokamera ins Kaminzimmer und vor dem Schützenhaus zu übertragen. Der Fernwettkampf ist jetzt das Konzept für die zweite Mannschaft, die in der Hessenliga startet. Schwierig wäre es mit der Ausländerposition geworden. Das sind bei uns Alexandr Driagin und Jonas Jacobsson. Aber wegen der Quarantäne-Bestimmungen, die ja im Prinzip alle betreffen, wäre ein Einsatz der beiden fast so gut wie ausgeschlossen.

Wie groß war die Enttäuschung?

Da schlagen zwei Herzen in einer Brust. Aus rein sportlicher Sicht war die schon groß. Aber sie war ja auch zu erwarten. Der Frust bei den bei den Vereinen, die größere Vorbereitungen treffen mussten, war bestimmt größer.

Welche Folgen hat die Absage der Bundesligawettkämpfe für die Mengshäuser Schützengilde?

Die Bundesliga ist es ja nicht allein. Wirtschaftlich ist es überhaupt schwierig. Die Corona-Pandemie hat schon für Umsatzeinbußen im Verein gesorgt. Wie fast alle Schützenhäuser war auch unser Heim für eine ganze Zeit geschlossen. Und auch bei den Sponsoren hat ja das Virus seine Spuren hinterlassen. Wir sind weiterhin auf der Suche. Wir versuchen neue Förderer und Gönner zu begeistern, um den Spitzensport in der Region zu präsentieren.

Bleibt die Bundesliga auch im kommenden Jahr ein Bestandteil des Vereins?

Auf jeden Fall. Es wird eben nur alles für ein Jahr eingefroren. Es gibt keine Meister und keine Absteiger. Im kommenden Jahr geht es dann bei Null wieder los.

Bleibt die Mannschaft zusammen? Und bleibt vor allem die Trainerin Sabine Kames?

Wir hoffen, dass wir so starten können, wie es in diesem Jahr geplant war.

Wie ist es überhaupt um den Nachwuchs bestellt?

Es gibt einige vielversprechende Talente, wir wären in dieser Saison auch mit Nadine Gudert und Ayleen Heuft angetreten - zwei Schützinnen, die vorher für Nordstemmen an den Stand gingen.

Hofft auf das kommende Jahr: Manuela Schmermund, die Vorsitzende der SGi Mengshausen.

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