„Es war ein super geiles Jahr“

Interview: Maxi Wills über seinen Titel als Deutscher Enduro-Juniorenmeister

Strahlender Sieger: Maximilian Wills kann sich nun Deutscher Enduro-Juniorenmeister nennen.
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Strahlender Sieger: Maximilian Wills kann sich nun Deutscher Enduro-Juniorenmeister nennen.

Maximilian Wills hat im Motorsport ein besonderes Jahr hinter sich, konnte mehrere Titel sammeln. Wir sprachen mit dem Youngster über seine Saison und seine künftigen Ziele.

Bischhausen/Grünheide – Maximilian Wills (19) aus Bischhausen hat ein unglaubliches Jahr hinter sich: Erst sicherte er sich vor wenigen Wochen bei der MSR-Motocross-Meisterschaft in der Klasse MX2 den Meistertitel. Nun wurde er am vergangenen Wochenende im brandenburgischen Grünheide auch noch Deutscher Enduro-Juniorenmeister. Wir sprachen mit dem 19-Jährigen über seinen Erfolg und das, was er in der Zukunft noch so alles vor hat.

Maxi, du hast ein sehr erfolgreiches Motorsport-Jahr hinter dir. Zeit, sich etwas zurückzulehnen?

Ja, es war ein super geiles Jahr, das meine Erwartungen absolut übertroffen hat. Der Erfolg ist das eine, aber mein Blick geht schon weiter. Ich will im kommenden Jahr in der Deutschen sowie der Europameisterschaft vorne mitfahren und ich weiß, dass ich bis dahin noch eine Lücke zufahren muss. Das heißt, es gibt viel Arbeit über den Winter.

Hast du denn die Korken etwas knallen lassen?

Ja, so wie das eben im Rahmen von Corona möglich war. Wir haben mit dem ganzen Team noch ein paar Stunden zusammengesessen und ein paar Bier wurden auch getrunken. Es war sehr lustig und wir hatten jede Menge Spaß – und die eine oder andere Sektdusche habe ich auch abbekommen.

Was sind die Garanten für deinen Erfolg?

Ich denke, das sind zum einen mein Ehrgeiz, mein innerer Wille und meine mentale Stärke unter Druck. Zum anderen mein gesamtes Umfeld. Ich fahre in einem der besten Enduro-Teams in der Deutschen Meisterschaft, was mir schon mal sehr viel hilft. Dann ist da meine ganze Familie, die immer hinter mir steht und mir sehr viel Arbeit abnimmt, damit mir genug Zeit zum Training bleibt. Und natürlich noch mein Vater, der mir immer zur Seite steht. Während des Trainings gibt er mir viele Tipps und stachelt mich zu Bestzeiten an. Genauso ist es bei den Enduro-Rennen, er ist bei jeder Sonderprüfung an meiner Seite, um mir Informationen und Ratschläge zu geben – auch wenn es mal nicht so läuft. Mit seiner unglaublichen Ruhe hilft er mir dann wieder in die Spur.

Du hast es am Anfang des Gesprächs schon einmal angeschnitten: Was können wir von dir im Jahr 2022 erwarten?

Die lange Saison hat viel Kraft gekostet und ich werde nun erst einmal zwei, drei Wochen Pause von allem machen, und mich danach mit der Planung der neuen Saison befassen. Ich werde wohl in der Deutschen Meisterschaft in die Klasse E1 (125 Zweitakt bis 250 Viertakt; Anm. d. Red.) wechseln und an der kompletten Enduro-Europameisterschaft teilnehmen. Des Weiteren ist der eine oder andere Weltmeisterschaftslauf sowie die Teilnahme an der internationalen Sechs-Tage-Fahrt (Mannschaftsweltmeisterschaft; Anm. d. Red.) geplant. Und wenn noch Zeit bleibt, möchte ich gerne noch ein paar Rennen in der Motocross-DM bestreiten. » 

Zur Person

Maximilian Wills (19) lebt in Waldkappel-Bischhausen. Momentan absolviert er eine Ausbildung zum Mechatroniker bei Volkswagen in Kassel. Sofern es die Zeit zulässt, geht er in seiner Freizeit gerne angeln und liebt es Mountainbike zu fahren. 

So lief das letzte Rennen für Maxi Wills und Julian Larbig

60 Kilometer waren beim finalen Lauf der Deutschen Enduromeisterschaft samt dreier Sonderprüfungen zu absolvieren. Die Strecke beinhaltete viele schnelle Passagen, technisch schwierige Abschnitte sowie steile Auffahren. Für den MSC Waldkappel-Breitau starteten Maxi Wills und Julian Larbig.

Wills ging mit zwölf Punkten Vorsprung und etwas mehr Nervosität als sonst ins Rennen und absolvierte die erste Sonderprüfung auf Platz eins. In der nächsten Prüfung fiel er allerdings auf den zweiten Platz zurück, konnte sich in der dritten Runde aber die Führung zurückkämpfen und sich den Tagessieg und die Meisterschaft zu sichern.

Auch Julian Larbig kam mit den Bedingungen gut zurecht. In seiner Klasse E3B konnte er das Rennen auf dem siebten Platz beenden. „Alles in allem war das ein versöhnlicher Abschluss nach meinem Ausfall in Kempenich. Vielen Dank an das Racingteam Wills für die klasse Betreuung und herzlichen Glückwunsch an Maxi zum Titelgewinn. Ich werde mich über den Winter auf die kommende Saison vorbereiten und hoffe, dass das nächste Jahr für mich besser laufen wird“, so Julian Larbig nach dem letzten Saisonrennen. (Maurice Morth)

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