Was war denn da los? Gerangel und Tumulte führten zum Abbruch in Heringen

„So etwas noch nicht erlebt“

heringen. Zwei Spiele ist die Serie der Fußball-Kreisliga B2 Hersfeld-Rotenburg erst alt, schon hat sie ihren ersten Aufreger. Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit brach Schiedsrichter Peter Ludwig das Spiel zwischen dem VfB Heringen und dem 1. FC Gruben, der erstmalig in seiner noch jungen Vereinsgeschichtein einer Liga mit Hersfelder Vereinen spielt, ab.

Heringen führte da knapp mit 2:1; der VfB hatte einmal Gelb-Rot und dreimal Gelb, der Gast fünfmal Gelb gesehen. Beteiligte schildern ihre Sicht der Dinge.

Michael Stang, Trainer des VfB Heringen: „So etwas habe ich noch nicht erlebt in meiner Karriere“, sagt er rückblickend. Angefangen habe es mit einem Wortgefecht, zwischen einem Heringer und einem Gästespieler. Das schien ausgeräumt.

Plötzlich seien einige von Grubens Spielern (Ersatzspieler) wie wild angerannt gekommen, von der gegnerischen Seite her. „Wie verrückt, wie von Taranteln gestochen“. Ein Gästespieler habe seine Schuhe ausgezogen und diese Heringens Betreuer Florian Roos „vor den Kopf gehauen“.

Zudem habe der gegnerische Torwart Heringens Spieler Patrick Barschke angesprungen und in den Nacken geschlagen.

„Da wurde es dem Schiedsrichter offensichtlich zu bunt.“ Zunächst beschäftigt sich Klassenleiter Rainer Schmidt mit den Vorfällen.

Holger Fischer, Vorsitzender des 1. FC Gruben, schildert den Vorfall aus seiner Sicht: „Ich bin mir nicht sicher, ob der Schiedsrichter die Partie nicht am Ende der regulären Spielzeit abgepfiffen hat. Denn die ganzen Vorfälle passierten ziemlich zum Schluss des Spiels.“ Im DFB-net ist Spiel auch als korrekt beendet eingetragen. Es habe ein Gerangel gegeben. Fast 20 Spieler wären beteiligt gewesen. Fischer will, sofern es zur Sportgerichtsverhandlung kommt, glaubwürdige Zeugen zur Entlastung des FC Gruben vorbringen. „Wir werden beweisen, dass das alles von Heringer Seite aus begann“, sagt er. Das ganze Spiel über sei keine besonders Aggression spürbar gewesen. „Die gelb-rote Karte zuvor hatte mit der Aktion zum Schluss nichts zu tun. Das ist alles normal verlaufen“, ergänzt Fischer. Nur die Schlussphase... „Es ist immer blöd, wenn so etwas passiert und alles vor dem Rechtsausschuss landet. Fakt ist: Sieger gibt es dann keinen mehr“, ergänzt der Grubener, der zuvor für den TSV Arzell aktiv war.

Von Walter Kell und Hartmut Wenzel

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