Berye kommt bei erstem Lauf über 42,195 KIlometer nach 2:18:26 Stunden ins Ziel

Ybekal Daniel Berye läuft Fabelzeit bei Marathon-Premiere in Frankfurt

Auf dem Weg zur Superzeit: Ybekal Daniel, Zweiter von links, hinter dem Deutschen André Pollmächer, kam beim Frankfurt-Marathon als 39. durchs Ziel. Foto: pr

Frankfurt. Die Laufbegeisterten, die am Sonntagmorgen den Frankfurt-Marathon im Fernsehen verfolgten, staunten nicht schlecht. In der Verfolgergruppe um den Deutschen André Pollmächer, der um seine Olympiaqualifikation lief und später aufgeben musste, tauchte ein Läufer im blauen Dreß auf, der Schriftzug „Freizeitsport Kirchheim“ war deutlich zu sehen.

Es war kein anderer als der Halbmarathon-Sieger vom Lollslauf in Hersfeld und vom Halbmarathon in Fulda, Ybekal Daniel Berye. Der gebürtige Äthiopier machte den Lauf seines Lebens. 2:18:26 Stunden, das war Platz 39 in der Gesamtwertung bei seinem ersten Marathon: Selbst Fachleuten stand der Mund offen.

„Wenn er das Trikot nicht angehabt hätte, wäre er wahrscheinlich mit einem Top-Läufer aus Kenia, die an der Spitze das Tempo gemacht haben, verwechselt worden“, sagte Armin Hast. Der Laufwart des TV 03 Breitenbach war selbst mit dem Fahrrad vor Ort, begleitete vor allem die Läufer seines Vereins – siehe Berichterstattung morgen.

Es war eine Fabelzeit bei der Premiere. So schnell wie Daniel ist noch keiner aus Waldhessen gewesen. Er unterbot Hasts Bestzeit im Marathon (2:34:34 Stunden) um ein Vielfaches. „Er war total glücklich, als er in der Festhalle über die Ziellinie kam“, sagte sein Begleiter und Sponsor Harry Ghebru. Der Wirt der Bad Hersfelder Cohibar hatte Daniel nach Frankfurt gefahren. Und ihn zwischendurch beim Marathon auch immer wieder anfeuern können. „Es war der Hammer. Er ist gelaufen, als ob er einen Weltrekord aufstellen wollte. Ich habe absoluten Respekt vor seiner Leistung. Jetzt hat er ganz große Hoffnungen, noch weiter zu kommen“, meinte der Hersfelder Gastronom.

Vor allem auf dem letzten Stück habe man Daniel angemerkt, dass seine Motivation sehr hoch war. „Er ist zwar etwas schlechter auf den letzten Kilometern geworden. Aber nur ein bisschen“, ergänzt der Betreuer.

Allein die Zwischenzeiten sind der beste Beweis dafür. 03:03 Minuten waren es am Anfang pro Kilometer, bei Kilometer 35 waren es nur 03:24 Minuten. Da kann sich seine Halbmarathonzeit sehen lassen. Daniel erreichte auf der ersten Hälfte eine Zeit von 01:05:56 Stunden, die zweite absolvierte er in einer Zeit von 01:12:31 Stunden. Gut möglich, dass er irgendwann wieder im Fernsehen auftaucht.

Von Hartmut Wenzel

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