Fall Hajduk: Richter geht von Berufung aus

Kassel. Das Kreissportgericht hat die Begründung für das harte Urteil gegen Hajduk Kassel abgeschlossen. Sie geht nun dem Fußball-Kreisoberligisten zu. Das erklärte nun Harald Kulle, der Vorsitzende Richter. Somit hat Hajduk nun eine Woche Zeit, Rechtsmittel einzulegen.

Kulle selbst geht davon aus, dass die Angelenheit in die Berufung geht und somit vor dem Verbandsgericht in Frankfurt landet. Das wäre die nächste und letzte Instanz im rein sportgerichtlichen Verfahren. „Nach all den Aussagen und der anwaltlichen Unterstützung kann der Verein ja kaum noch einen Rückzieher machen“, sagte Kulle.

Zum Inhalt der Urteilsbegründung sagte Kulle hingegen nichts, weil er sich nicht darüber äußern dürfe. Er verwies auf das schwebende Verfahren. Kulle wehrte sich aber gegen den Vorwurf, vorschnell ein Urteil gefällt zu haben. „Ein Rechtsverfahren muss in kurzer Zeit abgeschlossen sein, um möglichst schnell Klarheit zu haben.“ So solle verhindert werden, dass am Ende einer Saison noch Unsicherheit darüber herrsche, wer auf- und absteigt.

Das Kreissportgericht hatte vor einer Woche einen Hajduk-Spieler für drei Jahre, einen anderen für 16 Partien gesperrt. Darüber hinaus zog es Hajduk zehn Punkte in der Tabelle ab, nachdem es während des Heimspiels Anfang November gegen die SVH Kassel zu einer Massenschlägerei gekommen war. Dabei sollen Hajduk-Spieler von außen angegriffen worden sein und sich gewehrt haben - laut Gericht allerdings unverhältnismäßig hart.

Seit Donnerstag nun vertritt der bekannte Rechtsanwalt Christopher Posch die Interessen des Fußballklubs. Er kündigte bereits an, das Urteil nicht so stehen lassen zu wollen. Nur wenn Hajduk bis kommenden Samstag keine Rechtsmittel einlegt, ist das Urteil des Kreissportgerichts rechtskräftig. (hag)

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