Handball-Landesliga Frauen: 37:14 - FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra hat lange Pause gut verkraftet

Den Favoritenschreck überrollt

Zeigte mal wieder Durchsetzungsvermögen: Elfmal war Martina Grau (am Ball) am Samstag für ihre FSG erfolgreich. Dabei gelang ihr mit einem verzögerten Sprungwurf ein Traumtor. Foto: Walger

Rotenburg. Respekt hatten die Landesliga-Handballerinnen der FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra gehabt vor ihrem Gast. Schließlich hatte die TSG Dittershausen den Wesertalerinnen ein Remis abgetrotzt und Südstadt Kassel geschlagen. Doch am Samstag blieb der Favoritenschreck chancenlos. Mit 37:14 (19:4) fegte der Tabellenführer die Fuldabrückerinnen aus der Halle.

„Dass wir so hoch gewinnen, hätte ich nicht gedacht“, sagte die elffache FSG-Torschützin Martina Grau, „die Mannschaft aus Dittershausen ist eigentlich dafür bekannt, dass sie nie aufgibt. Aber wenn man so hoch zurückliegt, ist es auch nicht so leicht...“

Holpriger Start

Dass das erste Spiel nach vier Wochen Pause eine solch einseitige Angelegenheit werden würde, hatte auch FSG-Trainer Matthias Gerlich nicht erwartet. In der Anfangsphase deutete auch noch nichts darauf hin. Denn zunächst fanden Gerlichs Spielerinnen keine Lücken in der TSG-Abwehr. Und wenn sie sich doch durchtankten, wurden sie auf Kosten eines Freiwurfes gebremst. Auch auf der Gegenseite dominierte die Deckungsreihe.

Erst nach sechs Minuten und 18 Sekunden fiel der erste Treffer durch Juliane Kaspars Gewaltwurf aus dem Rückraum. Nach acht Minuten und elf Sekunden stand es 1:1 - Melissa Krug hatte einen Siebenmeter verwandelt. Es sollte der einzige Gleichstand in dieser Partie bleiben.

Denn nun legte die FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra los. Gestützt auf die starke Defensive um Torfrau Kerstin Keim, zog das Team ein beeindruckendes Konterspiel auf. 2:1 Annika Konklowsky, 3:1 Martina Grau, 4:1 und 5:1 Simone Kaspar, 6:1 Martina Grau, 7:1 und 8:1 Angela Berndt, 9:1 Juliane Kaspar - innerhalb von acht Minuten waren die Gastgeberinnen uneinholbar enteilt. Beim Stand von 12:4 (24.) folgte der zweite Zwischenspurt zum 19:4-Halbzeitstand.

Zähne ausgebissen

Mit Katrin Leise fehlte den Dittershäuserinnen zwar eine wichtige Rückraumspielerin, doch das allein kann ihr Debakel nicht erklären. Sie bissen sich einfach an der starken FSG-Abwehr die Zähne aus. „So konnten wir unsere Schnelligkeit in der ersten und zweiten Welle ausspielen“, freute sich Trainer Matthias Gerlich am Ende über eine Vorstellung mit glänzenden Phasen. Mehrfach prasselte Szenenapplaus auf die Hauptdarstellerinnen nieder.

Auch wenn der FSG-Coach sah, dass es auch einige schwächere Momente seines Teams gegeben hatte, so war er doch mit der Leistung unter dem Strich sehr zufrieden. „Wir brauchten auch mal so ein Spiel, in dem es gut läuft. Und wenn die diesmal erkrankt fehlende Daniela Andrei wieder dabei sei, dann werde die Abwehr noch stabiler, blickte Matthias Gerlich voraus.

FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra: Keim - C. Golkowski (3), J. Kaspar (6/1), Hohmeister, Grau (11/2), Konklowsky (5), S. Kaspar (6), Einhorn (3), Berndt (3), Müller

Von Thomas Walger

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