Handball-Oberliga Männer: HSG Northeim bezwingt HSG Nienburg mit 34:25

Festung bleibt bestehen

Hart in die Mangel genommen: Northeims Jan-Henrik Schmidt (gelbes Trikot) versucht sich am Kreis gegen drei Nienburger Spieler durchzusetzen. Foto zhp

Northeim. Mit einem 34:25 (18:11)-Sieg über die HSG Nienburg unterstrichen die Handball-Oberliga-Männer der HSG Northeim/Hammenstedt/Hillerse gestern vor rund 300 Zuschauern einmal mehr, dass die Festung Schuhwallhallel in dieser Saison nicht zu nehmen ist - jedenfalls noch nicht. Mit dem doppelten Punktgewinn behaupteten die Northeimer ihren zweiten Platz nach Spitzenreiter TS Großburgwedel.

Dabei sah es im neunten Heimspiel der laufenden Serie erst nach eine Sensation aus. Denn in den ersten sieben Minuten überrannten die Gäste von der Weser regelrecht die Heimmannschaft. Erst als Northeims Trainer Carsten Barnkothe beim Rückstand von 1:4 eine Auszeit nahm, kam etwas mehr Ruhe ins Northeimer Spiel.

„Wir hatten unmittelbar vor dem Spiel noch einige Umstellungen vorgenommen. Deshalb hat es ein bisschen gedauert, bis die Mannschaft Tritt gefasst hat“, sagte Barnkothe nach dem Abpfiff.

Doch um richtig in Gang zu kommen, brauchte die HSG doch bis zur 17 Minute. Erst nach dem 9:9 lief alles rund, und mit ihren erfolgreichen Gegenstößen setzten sich die Northeimer bis zur Pause auf 18:11 ab.

Nach dem Seitenwechsel drehten die Gastgeber noch mehr auf. Innerhalb von nur sieben Minuten zogen sie auf 25:13 davon. Völlig unnötig, dass sich angesichts dieser komfortablen Situation Northeims Kai Strupeit wegen eines Fouls und eines sich anschließenden Meckerns eine seltene Vier-Minuten-Strafe einfing.

Rot für Kai Kühn

In der 45. Minute lag Northeim bereits 30:17 in Führung. Sechs Minuten später gab es für Kai Kühn die Rote Karte, als er Nienburgs wieselflinken Linksaußen Sebastian Nülle unsanft stoppte. „Das ist mir schon im Hinspiel so gegangen“, sagte er nach dem Spiel. Bis zu diesem Zeitpunkt stand die Northeimer Deckung felsenfest. In der Schlussphase ließ die Konzentration angesichts der deutlichen Dominanz nach. Die Folge war, dass Aufsteiger Nienburg bis zum 34:25 aufschließen konnte.

Erfolgreichster Torschütze Northeims war Jan-Niklas Falkenhain mit zehn Treffern. Seine sieben Siebenmeter verwandelte er zu 100 Prozent. Er wurde ebenso wie Kai Effler von den Nienburg zeitweise in die kurze Deckung genommen, allerdings ohne nachhaltigen Erfolg.

HSG: Wode, Armgart - Ronnenberg, Aman, Schmidt 4, K. Kühn 3, Effler 6, A. Kühn 4, Strupeit 1, Skala 3, Maaß 3, Falkenhain 10/7.

Von Hans-Peter Niesen

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