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Handball: Feuer lodert im Kellerduell beim TVH

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Die Lücke finden: Hersfelds Mark Petersen ist durch die Rotenburger Abwehr geschlüpft und trifft. Genau wie im Kreisderby wollen die TVH-Handballer gegen Gensungen am Samstag gewinnen.
Die Lücke finden: Hersfelds Mark Petersen ist durch die Rotenburger Abwehr geschlüpft und trifft. Genau wie im Kreisderby wollen die TVH-Handballer gegen Gensungen am Samstag gewinnen. © Stefan Kost-Siepl

Da ist Feuer drin: Das „Lollsspiel“ des TV Hersfeld ist in diesem Jahr ein Kellerduell. Gegner im Heimspiel der Handball-Landesliga ist die Reserve von Gensungen/Felsberg. Anpfiff in der Geistalhalle: Samstag, 17.30 Uhr.

Bad Hersfeld – Der Drittletzte trifft auf den Vorletzten. Dieses prestigeträchtige Spiel wird zum Überlebenskampf. Vielleicht wäre eine etwas bessere Ausgangslage mit etwas weniger Druck für die Gastgeber am vergangenen Samstag möglich gewesen. Da unterlagen die Hersfelder, die bislang nur einen Sieg aus dem Derby gegen Rotenburg verbuchten, bei Körle/Guxhagen mit 30:36. Trotz einer guten kämpferischen Leistung in Guxhagen musste der TVH nach dem ersten Saisonerfolg gegen Rotenburg eine Woche zuvor eine Niederlage hinnehmen. „Wenn wir vollzählig gewesen wären“, so Trainer Christian Weiß, „dann hätten wir in Guxhagen durchaus etwas reißen können.“ So aber war nach drei kurzfristigen Absagen die Personaldecke zu dünn. Sowohl Philipp Koch, als auch Andy Krause und auch Felix Abad hatten sich abgemeldet – grippekrank.

Dafür legten sich die anderen Akteure der Hersfelder mächtig ins Zeug. Sven Wiegel beispielsweise, gegen Rotenburg noch auf der Bank, hatte sieben Treffer vom Kreis erzielt. „Das war in der Partie fast seine Maximalausbeute, er hatte nur einen Fehlwurf“, bilanzierte der Coach. Auffällig war auch die Leistung von David Schikarski. Der Rückraumspieler mit dem Rauschebart lief auf der Mitte-Position zu großartiger Form auf und warf vier Tore. „Ein prima Auftritt“, befand Weiß, der auch ein ausdrückliches Lob für die beiden Torhüter Niklas Kürten und Sascha Kepert parat hatte. In der zweiten Hälfte gelang ihnen eine kleine Aufholjagd, die aber nicht erfolgreich zu Ende geführt werden konnte. Zweimal kamen die Hersfelder auf zwei Tore heran.

Weil sein Team die ganze Kampfkraft in die Waagschale werfen konnte und auch am Dienstag gut trainierte, ist Weiß guter Dinge, dass die Partie gegen Gensungen/Felsberg (bislang nur ein Remis) gewonnen werden kann. „Gegen Rotenburg haben wir ja auch unseren Siegeswillen gezeigt. Wir haben bewiesen, dass etwas möglich ist“, so der Trainer. Mit großer Wahrscheinlichkeit muss er wieder auf Philipp Koch verzichten. „Ich rechne wegen seiner Grippe nicht mit eeinem Einsatz“, sagt Weiß. Mit Christian Rohde spielt ein Akteur im Rückraum des Gegners eine tragende Rolle, der in Hersfelder Handball-Kreisen kein Unbekannter ist.

Rohde kam damals von der Melsunger Bundesliga-Reserve zu den Lullusstädtern. Hier spielte er eine erfolgreiche Serie, ehe er aus beruflichen Gründen in die Schwalm zurückkehrte und sich nun das Gensunger Trikot überstreift. Auf Rohde müssen die Hersfelder also besonders aufpassen. „Er und Tim Schanze sind die entscheidenden Spieler bei Gensungen“, sagt Weiß, der mit seinem Team die Lollswoche erfolgreich abschließen will. Nach dem Spiel dann am Feuer.

Von Hartmut Wenzel

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