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Nachspielzeit: Final-Tage und eine zweite Chance

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Sascha Herrmann, HZ-Sportredakteur
Sascha Herrmann © LUDGER KONOPKA

In dieser Wochenend-Kolumne geht es unter anderem um die Folgen des Abschneidens der DFB-Elf bei der WM in Katar, die Winterpause für Handballer - und über Paula Brenzel, eine ganz besondere Skifahrerin.

Mit dem Viertelfinale biegt die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar an diesem Wochenende auf die Zielgerade ein. Bis auf Marokko, das bislang mit beispielhafter Leidenschaft und Entschlossenheit aufgetreten ist, steht keine der übrigen sieben Mannschaften wirklich überraschend in der Runde der letzten Acht. Freuen wir uns also auf die Begegnungen, denn die Achtelfinal-Paarungen haben schon einiges an Spektakel geboten.

Derweil hat beim DFB die Aufarbeitung des neuerlichen dritten Scheiterns bei einem großen Turnier begonnen. Das ganz große Stühlerücken aber ist ausgeblieben. DFB-Manager Oliver Bierhoff hat (angeblich) freiwillig seinen Hut genommen – wohl auch, um den ganz großen Druck vom Kessel und Bundestrainer Flick zu nehmen. Der „Hansi“ darf also weitermachen. Bekommt eine zweite Chance bei der Heim-EM 2024. Das kann man jetzt finden, wie man will. Klar ist, Flick muss diese Chance nutzen. Mit dem Personal, das der deutsche Fußball derzeit hergibt. Er wird eine neue Spielidee kreieren müssen. Er wird eine neue Stammelf finden müssen. Und er darf nicht mehr an großen Namen festhalten, wenn diese ihre Leistung auf großer Bühne nicht mehr bringen.

An diesem Wochenende verabschieden sich die Handballer aus der Region in die kurze Winterpause. Nur der TV Hersfeld ist auch am kommenden Samstag noch einmal mit beiden Frauenmannschaften im Einsatz. Am 14. Januar geht es dann weiter. Bis dahin ist erst einmal ein bisschen Zeit, die Wunden zu lecken. Denn was die Handballer Woche für Woche ein- und wegstecken, sich dann oftmals dennoch angeschlagen wieder aufs Spielfeld schleppen, verdient schon Respekt. Oder wie es in Handballerkreisen immer so schön heißt: „Fußball spielen wir zum Warmmachen.“

Gut erinnern wir uns noch an die Final-Wettkämpfe der Luftgewehr-Bundesliga mit der Schützengilde Mengshausen in Niederaula und Rotenburg. An diesem Sonntag geht es in der Marktgemeinde zwar nicht um den Titel des Deutschen Meisters – wohl aber um die Hessenmeisterschaft. Diese machen Gastgeber Mengshausen und Stärklos im Finale unter sich aus. Da ist sicher was los.

Der Kollege hat den ersten Ski-Urlaub hinter sich – kommen wir also noch kurz zum Wintersport. Paula Brenzel aus Schenklengsfeld wird vorerst keine Rennen als Guide der sehbehinderten Noemi Ristau bestreiten. Ristau hatte sich bei den Paralympics Anfang des Jahres erneut das Kreuzband gerissen, sowie den Meniskus angerissen. Das kam aber erst im Nachhinein heraus – Ristau/Brenzel hatten alle Rennen dennoch beendet. Im April stand die OP an, die erfolgreich verlief. Im neuen Jahr will Ristau dann wieder mit dem Training auf Skiern beginnen, teilt der Deutsche Behinderten-Sportverband mit. Und natürlich berichten wir auch bald, was Paula Brenzel für die Zukunft plant.

Schönes Wochenende

Von Sascha Herrmann

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