Lieber intensiv und effektiv trainieren

Fit mit Luisa: Diese acht Ratschläge für ein Sixpack sind Mythen

+
Den Bauch sollte man effektiv trainieren, rät Luisa. 

"Wie bekommt man eine definierte Körpermitte?" Eine Frage, die sich wohl viele stellen. Im Internet findet man dazu zahlreiche Antworten und Ratschläge. Das sagt Luisa dazu. 

Doch die meisten sind absoluter Quatsch und festgefahrene Mythen. Aus diesem Grund soll folgender Artikel helfen, diese aus dem Weg zu räumen.

Mythos 1: Den Bauch muss man jeden Tag trainieren

Die Bauchmuskeln benötigen, wie jeder andere Muskel auch, Regeneration. Denn Muskeln wachsen nicht während des Trainings, sondern in der Regenerationsphase! Gibt man den Muskeln nicht genügend Zeit sich zu erholen, kann dies zur Stagnation der Leistung und somit auch zu keinem optimalen Wachstum der Bauchmuskeln führen. 2-3 Trainingseinheiten in der Woche reichen vollkommen aus.

Mythos 2: Mit Bauchmuskeltraining gezielt Bauchfett verbrennen

Fakt ist: Es ist nicht möglich, gezielt an einer Stelle am Körper - egal ob am Bauch oder woanders - Fett zu verbrennen. Man hat keinen Einfluss darauf, wo genau Fett angesetzt, noch wo es abgebaut wird. Dies ist vor allem genetisch bedingt! Die einzige Möglichkeit den Körperfettanteil zu senken, ist eine negative Kalorienbilanz. Sprich, ein Kaloriendefizit!

Mythos 3: Viele Wiederholungen bringen viel

Wie bereits erwähnt, sollte die Bauchmuskulatur wie jeder andere Muskel auch behandelt werden. Das heißt: Um für einen Dickenwachstum zu sorgen, sollten diese in einem Hypertrophie Bereich von 8-12 Wiederholungen trainiert werden. Mehr Wiederholungen bringen keine besseren Ergebnisse - im Gegenteil! Wesentlich wirkungsvoller ist eine hohe Intensität und eine geringere Wiederholungszahl.

Mythos 4: Crunches sind die beste Übung

Viele sind der Auffassung, dass Crunches die ultimative Übung für den Aufbau eines Sixpacks sind und im Handumdrehen das Körperfett verschwinden lassen. Zwar ist die Übung "relativ" gut, jedoch bei weitem nicht die beste für die Kräftigung der Bauchmuskeln. Um die Körpermitte zu definieren, bedarf es primär einer Reduktion des Körperfettanteils. Außerdem ist es wichtig, Abwechslung ins Training zu bringen. Übungen wie Russian Twists, Beinheben, Kabel-Crunches oder Side Bends sind eine gute Möglichkeit, um stärkere Bauchmuskeln zu bekommen! Mit Crunches allein wird man eher wenig erreichen.

Mythos 5: Nur Bauchmuskeln trainieren

Bei dem Ziel ein Sixpack zu bekommen, liegt es nahe, sich nur auf das Bauchmuskeltraining zu konzentrieren und alles andere außen vor zu lassen. Dabei wird die Bauchmuskulatur vor allem bei Grundübungen, wie Kniebeugen, Kreuzheben, Military Press, Vorgebeugtes Rudern, etc. am stärksten stimuliert. Denn sie hat eine wichtige Stützfunktion und muss den Körper bei allen komplexen Übungen stabilisieren.

Zudem kann ein einseitiges Training zu muskulären Dysbalancen führen. Kräftigt man nicht den Gegenspieler eines Muskels (in diesem Fall der M. erector spinae), so kann es zu einem Ungleichgewicht und folgend auch zu Verspannungen sowie Verletzungen kommen.

Mythos 6: Für ein Sixpack ist Cardio Pflicht

Für definierte Bauchmuskeln ist vor allem eines entscheidend: ein geringer Körperfettanteil. Wichtiger als stundenlange Laufeinheiten, ist es auf eine geeignete Ernährung zu achten! Denn nur mit einem Kaloriendefizit, zwingt man den Körper dazu, den Bedarf über die Fettreserven zu decken. Ein Cardio Training ist dabei keinesfalls Pflicht, sondern kann das Vorhaben lediglich unterstützen. Die Kombination aus intensivem Kraft- und Ausdauertraining sowie einer passenden Ernährung bringen dabei die besten Erfolge.

Mythos 7: Nur mit Lowcarb kann man seine Bauchmuskeln definieren

Eine Lowcarb-Diät ist kein Wundermittel und keinesfalls der einzige Weg, um die Bauchmuskeln zu definieren. Das allerwichtigste ist nämlich, wie bereits erwähnt, eine negative Kalorienbilanz. Dabei ist es vollkommen egal, ob dies durch eine lowcarb, lowfat oder sonstige Diät erreicht wird.

Zudem haben Kohlenhydrate, wie jeder andere Makronährstoff auch, wichtige Funktionen für den Körper. So sorgen sie nicht nur für eine schnellere Regeneration, sondern dienen vor allem auch als Energielieferanten und geben einem die nötige Power für das Training.

Mythos 8: Jeder kann ein Sixpack bekommen

Die Ausprägung der Bauchmuskeln hängt stark von diversen Faktoren ab! So entscheiden Alter, Geschlecht und die Genetik über Größe, Form und Aussehen des Bauches. Vor allem die Verteilung der Sehnenstränge sind genetisch bedingt. Dementsprechend kann sich das Erscheinungsbild des Sixpacks durchaus unterscheiden und von Mensch zu Mensch vier, sechs oder acht Packs aufweisen

Das Fazit:

Verschwendet in Zukunft nicht unnötig Zeit mit sinnlosen Übungen und Trainingsmythen. Trainiert den Bauch lieber intensiv und effektiv und ändert die Ernährung. So kommt Ihr Eurem Ziel von einem flachen Bauch ein Stück näher.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.