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Fit mit Luisa: Der Kampf gegen Cellulite

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85 bis 98 Prozent aller Frauen haben Cellulite, also Dellen an Oberschenkeln und Hintern. Bloggerin Luisa zeigt, wie ihr dagegen kämpfen könnt.

Cellulite oder auch "Orangenhaut" genannt, stellt für viele Frauen ein Problem dar. Gemeint sind die lästigen Dellen, die häufig an den Oberschenkeln und am Gesäß auftreten und alles andere als eine Seltenheit sind: 85 bis 98 Prozent der Frauen sind betroffen. Kein Wunder, dass sich die Kosmetikbranche dumm und dämlich mit Cremes und Mittelchen verdient, die angeblich wieder straffe, glatte Haut zaubern sollen. Doch gibt es überhaupt Möglichkeiten, Orangenhaut zu lindern? Was hilft wirklich gegen Cellulite? Genau diese Fragen sollen im folgenden Artikel beantwortet werden.

Was ist Cellulite überhaupt? Bei Cellulite handelt es sich um strukturelle Veränderungen des subkutanen Fettgewebes der Beine und des Unterkörpers, die vornehmlich bei Frauen auftritt. Bei der Entstehung spielen sowohl eine gewisse genetische Veranlagung als auch weitere Faktoren wie hormonelle Veränderungen, Übergewicht und Bewegungsmangel eine Rolle. So kommt es in der Regel zu einer vermehrten Ansammlung von Depotfett in den tiefen Hautschichten, das aufgrund einer schwachen Bindegewebsstruktur (zwischen Dermis und Subcutis) ungehindert in die darüberliegende Hautschicht drückt. Es entstehen Grübchen und Dellen.

Links Haut ohne Cellulite, rechts mit. Bildquelle: Keegan Hurd - via Wikimedia Commons

Hilft abnehmen bei Cellulite? Eine Untersuchung, die den Effekt eines Gewichtsverlusts auf die Ausprägung der Cellulite unter die Lupe nahm, hat zwar gezeigt, dass sich das Hautbild bei einer Reduktion des Körpergewichts durchaus verbessern kann, doch dass dies nicht für alle Personen zutrifft. Teilnehmerinnen, die zu Beginn der Untersuchung einen hohen BMI und eine starke Ausprägung der Cellulite aufwiesen, konnten das Hautbild deutlich verbessern. Sofern sie eine signifikante Menge an Körpergewicht verloren haben und den Körperfettanteil in den betroffenen Regionen reduzieren konnten.

Wer jedoch zu Beginn schon relativ dünn war und/oder den Fettanteil in den betroffenen Partien nicht signifikant senken konnte, verzeichnete lediglich eine Abnahme der Hautspannung. Dementsprechend wird klar, dass ein reiner „Diätansatz“ (ohne Krafttraining) nicht zu einem befriedigenden Resultat führen wird, da der Körper in der Regel bei einem Kaloriendefizit auch Muskulatur einbüßt. Sinken Körpergewicht, Fettanteil und Muskelmasse, so kann dies zu einer schwachen Bindegewebsstruktur beitragen - auch unter "Skinny Fat" bekannt.

Welche Maßnahmen gibt es noch?

Eines vorab: Wer genetisch bedingt mit einem schlechtem Bindegewebe ausgestattet ist, kann dies mit keiner Creme oder noch so teuren Behandlungsmethode komplett beheben. Dennoch gibt es einige Tipps, die helfen, das Bindegewebe zu stärken und die für eine schwächere Ausprägung der Orangenhaut sorgen können.

Ernährung

Nicht selten ist die "falsche" Ernährung schuld an Cellulite. Zu viele Transfette sind neben Rauchen und Alkoholkonsum die größten Feinde. Stattdessen gilt es: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Proteinen, Kohlenhydraten und gesunden Fetten. Es sollte vor allem viel Wert auf Gemüse gelegt werden. Diese liefern nicht nur wichtige Vitamine und Mineralstoffe, sondern sorgen auch für einen ausgeglichen Säure-Basen-Haushalt.

Flüssigkeitszufuhr

Durch eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr, kann es zu einer Ansammlung von unerwünschten Stoffen sowie Schadstoffen im Körper kommen. Das "Parkhaus" hierfür ist unter anderem das Bindegewebe. Aus diesem Grund sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Als Richtwert gilt: Ein Liter Flüssigkeit pro 20 Kilogramm Körpergewicht.

Bewegung

Viel Bewegung im Alltag wirkt sich nicht nur positiv auf die Gesundheit aus, sondern auch auf die Blutzirkulation und auf diverse Stoffwechselprozesse. So können beispielsweise das LDL-Cholesterin gesenkt und die Blutfettwerte verbessert werden.

Krafttraining

Ein gezieltes Muskelaufbautraining zielt in erster Linie auf den Aufbau von mehr Muskelmasse ab. Vergrößert sich das Muskelvolumen an den bekannten Problemzonen wie Oberschenkeln, Gesäß und Unterarmen, kann die Spannung auf die Außenhaut erhöht werden. Dies sorgt für einen Ausgleich der Hautunebenheiten, indem sie “straffend” gegen das schwächere Bindegewebe drückt.

Massagen, Wechselduschen und Peelings

Diese Methoden sorgen vor allem für eine gesteigerte Blutzirkulation unter der Haut, sodass das Bindegewebe besser versorgt und der Abtransport von Stoffwechselschlacken unterstützt werden kann.

Fazit

Ein wesentliches Stück ist die Genetik für die Ausprägung der Cellulite verantwortlich. Nichtsdestotrotz können bestimmte Maßnahmen für ein besseres Hautbild sorgen. So können eine gut strukturierte Diät in Kombination mit intensivem Krafttraining die Körperzusammensetzung in eine gewünschte Richtung bewegen. Abnehmen wird man am ganzen Körper, sofern ein Kaloriendefizit eingehalten wird, während das Training Muskeln in den trainierten Regionen aufbauen kann.

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