Christian Tripp lässt an der Uni Schweiß fließen

Fitnessaktion 06:30: Er leitet ab Mittwoch die Einheit am Campus Center

Christian Tripp

Kassel. Christian Tripp studiert im 18. Fachsemester. Eigentlich wollte er einmal Lehrer werden. Jetzt arbeitet er in der Fitnessbranche.

Unzufrieden ist er damit aber keinesfalls: „Ich hatte die Wahl zwischen einem geilen und einem sehr geilen Job. Ich mache jetzt den sehr geilen“, sagt er. Der 37-Jährige ist seit kurzer Zeit auch bei der Fitnessaktion 06:30 unserer Zeitung mit im Boot. Montags leitet er die Einheiten in der Goetheanalage. Und ab morgen ist er am neuen Standort am Campus Center derjenige, der bei den Frühsportlern den Schweiß fließen lässt.

Tripp stammt aus Birken- bringhausen im Landkreis Waldeck-Frankenberg. 2008 zog er für sein Studium nach Kassel – Wirtschaftspädagogik mit den Fächern Wirtschaft und Englisch. Wie viele Studenten suchte er einen Nebenjob. 2010 fiel die Wahl auf Fitnesstrainer – und mit der Zeit wurde aus dem Nebenjob der Hauptberuf. Mittlerweile leitet er das City Athletic im „city Squash“ in Kassel. Dort gibt er Personal- und Kleingruppentraining. Nichts für ganz blutige Anfänger, wie er selbst sagt, denn es gehe schon zur Sache beim Training.

Das ist bei 06:30 natürlich anders, aber auch das kennt Tripp schon bestens. Denn er leitet unter anderem bei Mercedes, Wintershall und SMA Betriebssportkurse. So kennt er es auch, morgens Kurse zu geben. Ein Frühaufsteher ist er deswegen aber nicht. „Ich fülle mir immer Kaffee in meinen Becher, den ich mit zum Training nehme. Anders geht’s nicht“, sagt er.

Tripp findet, dass man als Trainer authentisch sein muss. „Ich muss reinkommen und ausstrahlen: Jetzt geht’s los! Einfach, um glaubwürdig zu sein“, sagt der 37-Jährige. Die Einheiten sind für ihn selbst aber kein Training – da sei er für die Teilnehmer da, sagt er. „Mein Job ist es, die Leute zu coachen. Ich kann mich nicht vorn hinstellen, die meisten Gewichte drauflegen und nur gut aussehen“, sagt Tripp. „Ich muss die Leute anleiten und korrigieren.“

Für sich selbst macht Tripp aber auch noch genug. „Sechsmal die Woche stemmt er für eine Stunde Gewichte, manchmal geht er dafür auch abends um 23 Uhr nach einem kompletten Arbeitstag noch ins Studio. „Ich kann als Trainer nicht sagen, dass andere Sport treiben sollen und mache es dann selbst nicht“, sagt der Kasseler.

Das Training ist bei ihm durchaus erfolgreich: 2015 wurde er Deutscher Meister im Bodybuilding. Helfen tut ihm dabei auch seine Freundin, die Clinical Nutrotion studiert, also eine Ernährungsfachkraft ist.

Für die erste 06:30-Einheit am Campus Center der Universität wünscht sich Tripp vor allem viele Teilnehmer. Denn er findet: „Sport ist wie ein Kneipenbesuch: Je mehr Leute da sind, desto besser ist es.“ Und wer viel Sport macht, darf auch mal in die Kneipe.

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Fitness-Aktion 6:30 künftig auch an der Uni: Interview mit Tobias Heyer

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