Die Laufkolumne von Anna C. Hughes

Wenn die Motivation im Keller ist - So habt ihr langfristig Spaß am Laufen 

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Weiß, wie man motiviert bleibt: Anna C. Hughes läuft seit mittlerweile 23 Jahren. 

Mal ist der Antrieb riesig, mal überwiegt die Lustlosigkeit. Diese Schwankungen kennt jeder von uns - nicht nur in Sachen Sport. Unsere Laufkolumnistin zeigt, was wir brauchen, um langfristig Spaß zu haben. 

Ich laufe seit 23 Jahren. Fing an mit Sprinten und ging im Leichtathletik-Verein über auf die 800 Meter – Distanz. Über die Zeit wurden die Strecken immer länger. Der Drang nach mehr war nicht aufzuhalten.

Es gab Phasen, in denen ich fokussiert und voller Enthusiasmus trainierte, immer mit dem Ziel mich zu verbessern und mich mit anderen zu messen und zu vergleichen. Dass Spaß auch Teil davon sein kann, war mir nicht klar. Ich war ergebnisorientiert. Die Eigenmotivation war nach einer Weile im Keller. Ein Schwanken zwischen großem Antrieb und Lustlosigkeit.

Machen wir uns nichts vor. Die Gefahr, in eine Trainingsmühle zu geraten ist groß. Ähnlich dem Hamsterrad im Job, in dem sich viele drehen. Muss es da im Sport ähnlich sein? 

Aus der ursprünglichen Begeisterung wird mühsames Abspulen der Kilometer, Hauptsache erledigt. Kann man machen, ist aber auf Dauer wenig erfüllend oder zumindest zufriedenstellend. Was tun, wenn die Eigenmotivation nachlässt und jede Laufeinheit das große Aufraffen bedeutet? Oder du nur noch auf Autopilot gehst?

Wichtig ist zunächst, dass du eine Standortbestimmung machst:

  • Wo stehe ich zurzeit?
  • Wo will ich hin?
  • Was ist der erste Schritt dorthin?

Stell´ dir vor, du bist in einer dir fremden Stadt unterwegs und willst diese laufend erkunden. Zuerst musst du wissen, wo du stehst, nicht nur vage, sondern sehr genau, damit du die richtige Richtung zum Ziel einschlagen kannst.

  • Definiere ein Tagesziel, das du gut erreichen kannst und nicht wie ein unbezwingbarer Berg vor dir steht.
  • Nimm´ dir 5-10 Minuten Zeit, um zu meditieren. Dazu eine ruhige Ecke suchen, tief atmen, die Augen schließen und das Nichtstun genießen.
  • Plane trainingsfreie Tage und gönne dir eine Massage oder schönen Restaurantbesuch.
Einfach mal abschalten vom Training muss auch mal sein.

All dies hilft dir, dich auf dein Inneres zu besinnen und den Zweck deines Laufens zu überprüfen. Auch eine kleine Auszeit oder alternative Sportarten können die Eigenmotivation wieder ankurbeln und wieder mehr Pep in dein Training bringen. Kleine Veränderungen oder Kurskorrekturen in deiner derzeitigen Struktur können oft überraschend große, positive Effekte haben.

Fazit: Du bestimmst, wie hoch dein Spaßfaktor ist. Sei neugierig auf das, was dir auf deinen Wegen begegnet. Mit etwas Lockerheit kommst du auch am Ziel an.

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