Bewegung für Nordhessen

Probanden bestehen verpflichtenden Gesundheitscheck

In den Beckenlift: Angela Sanches Lima-Gerlach (40) wird von Ben Rode bei Rehamed in Kassel-Wilhelmshöhe untersucht. Foto: Paul

Kassel. Der Startschuss ist gefallen: Unsere Fitness-Aktion „Bewegung für Nordhessen“ ist mit dem obligatorischen Gesundheitscheck angelaufen.

Alle Teilnehmer – sechs HNA-Leser sowie sieben Redakteure – sind bei Rehamed in Wilhelmshöhe auf Herz und Nieren überprüft worden. „Es gibt keine größeren Beeinträchtigungen“, fasst Sascha Seifert von Rehamed die Ergebnisse zusammen.

Der Gesundheitscheck 

Eine solche Vorabuntersuchung ist unerlässlich für alle, die ebenfalls ins Training einsteigen wollen. „Bevor man mit Sport anfängt, sollte man sich beim Arzt oder Physiotherapeuten durchchecken lassen. So werden Einschränkungen und mögliche Risiken erkannt“, sagt Seifert. Wer unter Herz-Kreislaufbeschwerden leide, dem rät der Experte auch zu einem EKG. Bei einer solchen Eingangsuntersuchung stehen dieselben Punkte auf dem Programm, die auch die Probanden der neuen Fitness-Aktion durchlaufen haben. „Danach haben wir eine Grundinformation darüber, wie der Körper funktioniert und zusammengesetzt ist“, erklärt er.

Sascha Seifert

• FMS-Test: FMS steht für Functional Movement Screen. „Damit überprüfen wir den Bewegungsablauf. Schauen, ob es Einschränkungen bei der Koordination gibt“, erklärt Seifert. In der Praxis heißt das für die Probanden unter anderem: Ein Stab wird waagerecht mit angewinkelten Armen über dem Kopf gehalten. Der Rücken ist gerade. Dann geht’s in die Kniebeuge. Eine andere Übung: Die Füße stehen hüftbreit auseinander. Nun gilt’s zu versuchen, mit den Fingerspitzen den Boden zu berühren. Danach ist im Beckenlift abwechselnd der Fuß leicht anzuheben, später beide Arme gestreckt neben den Kopf zu heben.

• Körperimpedanz-Analyse: Dabei wird, vereinfacht gesagt, die Zusammensetzung des Körpers festgestellt: Wie hoch ist der Kalorienbedarf, wie groß ist der Anteil an Körperfett, wie groß der an Muskeln? Wichtig: „Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine alte Methode. Er sollte nicht mehr verwendet werden“, sagt Seifert. Denn Muskeln sind schwerer als Körperfett. Und: „Athletische Menschen mit großer Muskelmasse haben häufig einen schlechten BMI.“ Denn der BMI setzt nur das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße.

• Blutdruck - und Pulsmessung und ein sechsseitiger Fragebogen

Das Fazit 

Seifert sagt: „Sechs Probanden haben gesundheitliche Einschränkungen, wie Knieprobleme oder zu hohen Blutdruck. Es gibt einen akuten Bandscheibenvorfall. Es wird eine Herausforderung, ob es im Training klappt. Aber wir trauen uns das zu.“ Einige Teilnehmer seien sehr fit. „Die meisten treiben moderat Sport und haben schon eine Sportkarriere hinter sich – etwa als Fußballer.“ Die Körperfettanteile bewegen sich zwischen 15 und 44 Prozent. Der Experte erklärt: „Bei der Einteilung der Sportarten haben wir darauf geachtet, dass sie zum Fitnessstand passen.“ Seine Prognose: „Ich glaube, dass es alle Teilnehmer schaffen werden, vernüftige Ergebnisse zu erzielen.“ Das Training kann beginnen.

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