Dehnen, mobilisieren, kräftigen

Nur der Körper und ein Bürostuhl: So funktioniert Bürorobics

Der Trainer gibt den Takt vor: Dennis Hublitz, Personal Trainer der „Be fit@Work GmbH“, erklärt den neun Teilnehmer der Handwerkskammer Kassel die Fitnessübungen, die ganz leicht am Arbeitsplatz ausgeführt werden können. Fotos:  Schachtschneider

Kassel. Eine Mischung aus Dehnen, Mobilisieren und Kräftigen des Körpers – das ist das Bürorobics-Konzept, das von der „Be fit@Work GmbH“ entwickelt wurde.

Das Ziel des Programms ist es, den klassischen Belastungen, die am Arbeitsplatz entstehen, entgegenzuwirken.

„Die Übungen sind für zwischendurch. Man kann sie allein oder zusammen mit einem Trainer machen – in fünf Minuten oder maximal einer halben Stunde“, sagt Dennis Hublitz, Personal Trainer der „Be fit@Work GmbH“. Das Training sei für Schreibtischarbeiter, aber auch für den Produktionsbetrieb geeignet. „Es geht um eine kleine, aktive Pause. Am besten ist es, die Übungen mehrmals am Tag zu machen“, empfiehlt Hublitz.

Das Konzept bedient sich Elementen von Yoga, Pilates und der klassischen Rückenschule. Notwendig ist dafür nur der eigene Körper und als Ergänzung der eigene Bürostuhl. „Es gibt unzählige Übungen, die man im Rahmen der Bürorobics-Aktiv-Pause machen kann. Man wählt für sich selbst die aus, die dem eigenen Körper guttun, und die in den Körperregionen helfen, wo man Beschwerden hat“, sagt der Personal Trainer.

Während einer Bürorobics-Einheit bei der Handwerkskammer Kassel hat Andrea Alt (50) von der Handwerkskammer, Sachbearbeiterin in der Abteilung Meisterprüfung, einige vorgestellt.

Grundübung:

Der Körper ist in aufrechter Haltung und hat eine Grundspannung. Der linke Arm nimmt eine entspannte Position ein, zum Beispiel vor dem Bauch. Die rechte Hand liegt am Kopf und übt einen leichten Druck aus. Diese Übung dient der statischen Kräftigung der Hals- und Nackenmuskulatur. Anschließend wird die Seite gewechselt.

Gegenbewegung:

Die Gegenbewegung zur ersten Übung: Der rechte Arm wird weggestreckt, die linke Hand zieht den Kopf leicht auf die andere Seite. Der Zweck: Bei der ersten Übung wird die Muskulatur angespannt, um anschließend mit dieser gedehnt zu werden. So besteht die Möglichkeit, die maximale Entspannung der Muskulatur zu erreichen.

Für die Schulter:

Bei dieser Übung sind die Knie leicht angewinkelt. Der Körper befindet sich in einer leichten Grundspannung. Ziel ist es, die Schultermuskulatur zu mobilisieren und zu kräftigen. Dafür wird der Körper nach vorn gebeugt und die Arme nach vorne ausgestreckt. Der Kopf zeigt nach unten. Anschließend wird der Körper aufgerichtet.

Für den Rücken:

Bei dieser Übung kommt ein Stuhl zum Einsatz. Der Rücken ist gefragt. Auf dem Stuhl sitzend, werden die Beine breit auseinander gestellt, der Körper beugt sich nach vorn, der Kopf zeigt nach unten. Die Handflächen wandern so weit nach unten, wie es möglich ist. Das alles dient der Dehnung und Entspannung der Rückenmuskulatur

Bein und Gesäß:

Wer im Büro viel sitzt, dem hilft diese Übung: Die Beine werden, ebenfalls auf einem Stuhl sitzend, überschlagen. Der Oberkörper beugt sich über das obere Bein nach vorn. Dabei werden Bein- und Gesäßmuskulatur gedehnt. Das ganze dient auch zur Vorbeugung von Ischiasbeschwerden, die auftreten können, wenn man viel sitzt.

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