Handball-Landesliga: TGR verliert Wiederholungsspiel beim Kellerkind

Fitozovic: Kollektiv versagt

Es hat nicht gereicht: Drei Treffer gelangen Simon Golkowski. Sie änderten an der Niederlage der TGR aber nichts. Archivfoto: Walger

Ihringshausen. Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg erlebten im Wiederholungsspiel beim TSV Ihringshausen eine böse Bauchlandung. Selbst der besonnene Coach Mirza Fitozovic konnte die Art und Weise der 30:38 (14:19)-Niederlage gegen das Schlusslicht kaum fassen. Der denkwürdige, später annullierte Erfolg in Ihringshausen bei der Erstauflage war nach dem Schlusspfiff am Samstag endgültig wertlos. Und Rotenburgs gute Form der vergangenen Wochen einstweilen Makulatur.

Schalter nicht umgelegt

„Wir haben die das letzte Mal zu fünft geschlagen, da klappt das mit sechs Feldspielern doch erst recht. So sind wir reingegangen und haben kollektiv versagt“ - der krankgeschriebene TGR-Spielertrainer Mirza Fitozovic versuchte gar nicht erst, die Leistung seiner Schützlinge etwa mit seinem eigenen Fehlen oder dem von Sören Hein zu entschuldigen. Denn sein Team hatte ihn auf der ganzen Linie enttäuscht und Fehler über Fehler produziert. Ein harmloser Pfostentreffer zu Beginn, ein Ballverlust – nichts, was eine Mannschaft aus der Bahn wirft. Doch schon zu diesem Zeitpunkt hätten die Gäste den Schalter umlegen und einsehen müssen, dass ihnen auch das Schlusslicht nichts schenken würde. Allerdings wurde am harmlosen, unbeweglichen und damit viel zu lückenhaften Abwehrverhalten die mangelnde Einstellung der TGR an diesem Abend überdeutlich. „Wir haben Ihringshausen einfach machen lassen und waren vom Kopf her überhaupt nicht da. Wir haben uns ein Loch gegraben, aus dem wir einfach nicht mehr herausgekommen sind“, versuchte sich Rotenburgs Coach in einer ersten Analyse des eigentlich schwer Bgreiflichen.

Der Gegner führte nach sieben Minuten mit 4:1, nach 25 mit 16:12. Das wäre noch kein Beinbruch gewesen, hätten sich die Gäste in der Pause gesammelt. Doch sogar als die Hausherren wenig später minutenlang ohne Tor blieben, schlugen die Rotenburger daraus kein Kapital. Selbst der 23:31-Rückstand nach 45 Minuten wäre bei einer konzentrierten Chancenverwertung aufzuholen gewesen.

Ansprachen ohne Folgen

„Da hatte ich noch Hoffnung, aber wir haben dann selbst einige Angriffe in Folge verblasen. Danach war mir auch klar, dass wir verlieren würden“, sagte Fitozovic. Er hatte zuvor mit engagierten Ansprachen und mehreren Deckungsumstellungen keinen Umschwung bewirken können.

TG Rotenburg: Ziegler, Palme - Harbusch (2), C. Denk (2), Köhler (1), M. Denk (8/3), Cosic (5/4), Golkowski (4), Holl (1), Neufeld (2), Pabst (1), Schmidt (3), Troch (1).

SR: Hobbie/Sennhenn

Von Andreas Köhler

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