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Titans steigen in die Regionalliga auf

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Zugepackt: Die Kasseler Arian Schabany (links) und Luca Brinner (rechts) haben ihren Kontrahenten von den Wetzlar Wölfen bestens im Griff. Am Ende sicherten sich die Nordhessen im Playoff-Finale den Aufstieg in die Regionalliga.
Zugepackt: Die Kasseler Arian Schabany (links) und Luca Brinner (rechts) haben ihren Kontrahenten von den Wetzlar Wölfen bestens im Griff. Am Ende sicherten sich die Nordhessen im Playoff-Finale den Aufstieg in die Regionalliga. © dieter schachtschneider

Die Kassel Titans sind Meister der American Football Oberliga. Die Kasseler bezwangen am Samstag die Wetzlar Wölfe im Playoff-Endspiel mit 43:12 (21:6).

Ein Jahr nach der bitteren Finalniederlage gegen die Kaiserslautern Pikes erfüllten sich die Titans den Traum vom Meistertitel und dem Aufstieg in die Regionalliga. „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Einfach ein großartiges Erlebnis.“, so fasste Cheftrainer Mark Möbus seine Gemütslage zusammen.

Zuvor hatten knapp 400 Zuschauer auf der Hessenkampfbahn ein eindeutiges Spiel gesehen, dass die Titans von Beginn an dominierten. Zwar gingen die ersten Punkte des Spiels, dank eines Lauf-Touchdowns von Leonardo Pizzini, auf das Konto der Wetzlarer. Doch noch im ersten Viertel konnten die Hausherren durch einen Touchdown des überragenden Runningbacks Luca Brinner mit 7:6 in Führung gehen. Diese Führung gaben sie anschließend auch nicht wieder aus der Hand, sondern bauten sie noch aus: Ein weiterer Lauf zum Touchdown durch Viktor Geringer und ein Pass-Touchdown von Quarterback Kevin Ekhorutomwen zu Moritz Körner bedeuteten die 21:6-Halbzeitführung. Vor der Pause hatte sich auch die Defensive durch zwei Turnover ausgezeichnet.

Ehrengast beim Playoff-Finale war Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle. In der Halbzeit verriet er: „Ich war schon ein paar Mal beim Football und es gefällt mir wirklich gut. Ich hoffe natürlich, dass wir das Spiel gewinnen, aber im Moment sieht das ja auch sehr gut aus.“ Damit sollte er Recht behalten. Obwohl sich die Titans keineswegs ihres Sieges sicher wähnten: „Man sagt ja so schön, dass es erst dann vorbei ist, wenn es wirklich vorbei ist und gerade nach der Halbzeit kann sich leicht das Momentum drehen.“, so Möbus. Diese Sorgen waren jedoch unbegründet: Für Kassel erzielte Brinner noch zwei weitere Touchdowns: Einen per Lauf und einen durch die Luft. Den Gästen aus Wetzlar gelang dagegen kaum etwas mehr, und zusätzlich mussten sie auch noch die Disqualifikation eines Spielers wegen eines unsportlichen Fouls hinnehmen. Den Schlusspunkt setzte Ekhorutomwen mit einem eigenen Lauf zum Touchdown (58.).

Nachdem die Uhr abgelaufen war, gab es auf Seiten der Kasseler kein Halten mehr. Ihr Coach bekam das restliche Wasserfass über den Kopf gegossen, und die Fans feierten das Team ausgelassen. Möbus zeigte sich nach dem Spiel emotional: „Ich bin so stolz, hier der Headcoach zu sein, das rührt mich zu Tränen.“ Teammanager Michael Scharf fügte an: „Mit diesem Team gibt es eine gute Chance, dass wir auch in der Regionalliga oben mitspielen.“

Von Felix Hessenmöller

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