Zwei Duelle gegen Portugal

Fragen und Antworten zu den WM-Quali-Playoffs der Handballerinnen: Viele Sorgen und noch keine Kapitänin

Die Wildungerin Annika Ingenpaß (rechts, hier mit Bundestrainer Henk Groener) beim Lehrgang im März in Bensheim.
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Steht vor ihrem Debüt: Die Wildungerin Annika Ingenpaß (rechts, hier mit Bundestrainer Henk Groener) beim Lehrgang im März in Bensheim.

Kassel – Bis zum Start der Handball-WM der Frauen in Spanien am 1. Dezember sind es noch 230 Tage. In dieser und der kommenden Woche entscheidet sich, ob die deutsche Mannschaft daran teilnimmt. Fragen und Antworten zu den Quali-Playoffs.

Kassel – Bis zum Start der Handball-WM der Frauen in Spanien am 1. Dezember sind es noch 230 Tage. In dieser und der kommenden Woche entscheidet sich, ob die deutsche Mannschaft daran teilnimmt. Fragen und Antworten zu den Quali-Playoffs.

Mit welchem Team bekommt es die DHB-Auswahl zu tun?

Bundestrainer Henk Groener und sein Team treffen zweimal auf Portugal. Das Hinspiel findet am Samstag ab 21.30 Uhr in Luso statt, die zweite Partie wird kommenden Dienstag ab 17.30 Uhr (live bei Sport 1) in Hamm/Westfalen ausgetragen.

Was ist von der deutschen Mannschaft zu erwarten?

Schwere Frage. Denn das Team ist noch nicht komplett. Mehrere Spielerinnen der Topklubs aus Bietigheim und Dortmund fehlen quarantänebedingt. Nur 16 Akteurinnen hat Groener aktuell in Frankfurt zur Verfügung. „Wir lassen uns auf keinen Drahtseilakt ein“, stellte Sportvorstand Axel Kromer während einer virtuellen Pressekonferenz des Deutschen Handballbundes (DHB) klar. Erst kurz vor dem Abflug am Freitag dürfte feststehen, wer in Portugal auflaufen kann.

Welche Spielerinnen stehen im Fokus?

Da sich die Leistungsträgerinnen Kim Naidzinavicius und Julia Behnke nicht mehr mit Groeners Konzept identifizieren können und sich im Februar überraschend aus der Nationalmannschaft verabschiedet haben, ruhen die Hoffnungen nun auf anderen Spielerinnen. Dazu zählen beispielsweise Emily Bölk, Dinah Eckerle und Xenia Smits. Wer nach Naidzinavicius’ Abgang die Mannschaft als Kapitänin aufs Feld führen wird, muss noch geklärt werden. Groener spricht von „einer Interimslösung“.

Weshalb werden einige Fans in dieser Region mit besonderem Interesse auf die Duelle blicken?

Es deutet sich an, dass Annika Ingenpaß ihr Debüt im Adlertrikot geben wird. Die Kreisläuferin erzielte in dieser Saison bereits 61 Tore für die Vipers der HSG Bad Wildungen. „Annika ist in die Mannschaft hineingewachsen. Als sie im März ankam, hat sie sich noch schwergetan, das Niveau anzunehmen“, sagt Groener, „sie hat sich aber prächtig entwickelt und das jetzt auch bestätigt.“ Er geht davon aus, dass sie auch „in Portugal eine gute Rolle spielen kann.“ Wegen der insgesamt sieben Quarantänefälle wurde mit Maxi Mühlner noch eine weitere Wildungerin nachnominiert.

Wie gefährlich ist der Gegner?

Im Männerhandball gehören die Portugiesen mittlerweile zu den Top-Nationen, bei den Frauen verhält es sich allerdings noch etwas anders. „Die Frauen haben noch nicht die Entwicklung wie die Männer durchgemacht“, sagte Groener. Seine Mannschaft geht als Favorit in die beiden Begegnungen. Eine Akteurin der Portugiesinnen steht bei einem Bundesligisten unter Vertrag: Mariana Lopes, zuvor bei Union Halle-Neustadt und dem Thüringer HC unter Vertrag, trägt in dieser Spielzeit das Trikot von Bayer Leverkusen. (Björn Mahr)

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