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Aulatals Fußballtrainer Martin Friedrich liebt den Fußball

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Tipps, Tricks und taktische Anweisungen: Martin Friedrich, der neue Trainer der SG Aulatal, beim Training in der Mitte. Sebastian Schuch, Simon Müller und Kilian Krapp hören dem Coach aufmerksam zu.
Tipps, Tricks und taktische Anweisungen: Martin Friedrich, der neue Trainer der SG Aulatal, beim Training in der Mitte. Sebastian Schuch, Simon Müller und Kilian Krapp hören dem Coach aufmerksam zu. © Hartmut Wenzel

Oberaula – Martin Friedrich steht am Spielfeldrand des Oberaulaer Sportplatzes, gibt Anweisungen. Manchmal feuert er an. „Ja genau ... so läuft das ... klasse ...“, ruft der neue Trainer des Fußball-Gruppenligisten SG Aulatal den Akteuren zu. Und klatscht kurz Beifall für eine gelungene Aktion.

Ab und zu unterbricht er das Trainingsspiel Zum Beispiel bei Standards, wie Ecken oder Freistöße. Und gibt unter anderem Tipps, wie die Abwehr noch einen Tick besser stehen kann.

Eben hat Kilian Krapp einen Ball an seinem Gegner vorbeigelegt, direkt in den Lauf seines Mitspielers, der den Ball über Keeper Fabian Lepper hebt – und damit einen Trainingstreffer erzielt. „Gute Aktion“, sagt er. Friedrich stoppt das Spiel für eine kurze Konditionseinheit. „Laufen, letzter Durchgang. Sorry, das muss sein.“

Neuer Coach, neues Glück: Für die Akteure heißt das – alles auf Anfang. Erbhöfe wird es bei dem neuen Coach nicht geben. 20 Spieler sind an diesem Mittwoch ins Training nach Oberaula gekommen. Es ist die achte Einheit der Aulataler Vorbereitung auf die neue Saison. Über mangelnde Beteiligung kann sich der Coach an seiner neuen Wirkungsstätte nicht beklagen.

An diesem Wochenende geht es ins Trainingslager nach Schwarzenborn, einer der Höhepunkte der Vorbereitung. Hier, in der kleinsten Stadt Hessens, kennt er sich bestens aus, hier ist er aufgewachsen, hier wohnt er mit seiner Frau Christina, seinem achtjährigen Sohn und seiner fünfjährigen Tochter. Hier hat er auch Fußball gespielt – in der Kreisoberliga.

Er war Mittelfeldspieler, spielte in der Zentrale. „Ich hatte aber eher defensive Aufgaben, weil ich relativ kopfballstark war“, sagt er. Schwarzenborn war auch seine erste Trainerstation. Zunächst war er Co-Trainer unter seinem Vorgänger bei Aulatal, Horst Brandner, der seinen Namen auch bei Aulatal ins Spiel brachte. In Schwarzenborn ist er auch bei der Bundeswehr stationiert, Dienstgrad: Hauptfeldwebel. „Die Position wird oft mit Schleifertum und harschem Kommandoton verbunden. Das war einmal. Mein Ding ist das nicht“, sagt er. Friedrich liebt Fußball und geht nach modernen Trainingsmethoden vor.

Nicht umsonst hat er den C- und B-Schein sowie die Torwarttrainerlizenz des DFB. Und so wird es im Trainingslager in Schwarzenborn zwar auch Konditionseinheiten geben. „Aber Schwerpunkte werden Koordination, Teambuildingmaßnahmen und das Fußballerische sein“, erläutert Friedrich.

Was er beim Teambuilding vor hat, dies wollte er im Vorfeld noch nicht preisgeben. „Wird ‘ne Überraschung“, sagt er und lacht. Zum Abschluss wird es am Sonntag noch ein Testspiel um 12 Uhr in Oberaula geben. Gegner ist der Kreisoberligist Altenburg aus dem Alsfelder Raum.

Friedrich legt größten Wert auf Disziplin. „Und den Umgang miteinander“, ergänzt er. Weitere Kategorien für ihn sind Loyalität – und Respekt. „Das fordere ich auch im Wettkampf gegenüber dem Gegner ein“, sagt er. Da er die meisten Teams der Fuldaer Gruppenliga noch nicht kennt, wird er sich am Anfang der Serie noch oft der Gegnerbeobachtung widmen müssen.

Aulatal will das Team auch ein bisschen verjüngen. Der Nachwuchs soll unter Friedrich eine Chance bekommen. Die Neuen sind jung – und hungrig. Joshua Piel und Luca Eckhardt sind Spieler für die Offensive, Luca Kurz, erst 17 Jahre jung, ist Mittelfeldspieler und topfit. Im Training zeigte er einige Male seine Schnelligkeit. Mike Lindemann aus der eigenen A-Jugend ist Innenverteidiger. „Alle vier haben Potential. Ich hoffe, sie bleiben bei der Stange. Und sie bleiben verletzungsfrei.“

Wenn dies gelingt, dann auch noch das Ziel, ein einstelliger Tabellenplatz, stimmt, dann ist nicht nur Friedrich rundum glücklich.

Von Hartmut Wenzel

Die Zugänge der SG Aulatal, von links Max Schuch aus der Fußballabteilung: Luca Kurz (17, 1. FC Schwalmstadt), Max Lindemann (19, JFV Aulatal), Joshua Piel und Trainer Martin Friedrich.
Die Zugänge der SG Aulatal, von links Max Schuch aus der Fußballabteilung: Luca Kurz (17, 1. FC Schwalmstadt), Max Lindemann (19, JFV Aulatal), Joshua Piel und Trainer Martin Friedrich. © Bernd Krommes

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