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Nachspielzeit: Fußball-EM, Tour de France und Wimbledon

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Sportredakteur Sascha Herrmann
Sascha Herrmann © LUDGER KONOPKA

Europameisterschaft der Fußballerinnen in England, das legendäre Grand Slam-Tennisturnier in Wimbledon, dazu die Tour de France: Sportfans kommen in diesen Tagen voll auf ihre Kosten.

Und auch bei uns im Kreis ist – zwei Wochen vor Beginn der Sommerferien – einiges los. Ein Blick auf unsere Sportseiten der vergangenen Tage verdeutlicht das. Nehmen wir den Donnerstag: Bodybuilding, Radball, Schießen, Ski Inline, Tennis, Triathlon – dazu ein bisschen Fußball und Handball. Macht insgesamt acht Sportarten. Das sollte doch auch die Leser erfreuen, die uns ab und an damit konfrontieren, dass wir „nur“ über Fußball und Handball berichten würden.

Springen wir noch einmal zurück zum Anfang dieser Kolumne. Die ARD hat am späten Mittwochabend eine fünfteilige Dokumentation über den ehemaligen Radstar Jan Ullrich gezeigt. „Being Jan Ullrich“ zeichnet dessen Lebensweg gelungen nach.

1997 – also vor 25 Jahren – gewinnt er die Tour de France. Dieser sensationelle Triumph macht den damals 23-Jährigen aus Rostock über Nacht zum Weltstar. Doch das Jahrhunderttalent des Radsports gerät anschließend immer mehr in eine Abwärtsspirale. Stolpert über sein unprofessionelles Umfeld, falsche Berater – und scheitert schließlich auch an sich selbst. Schauen Sie doch mal in die Mediathek der ARD. Es lohnt sich.

Auch das Tennis-Schauen hat sich in den vergangenen Tagen gelohnt. In Wimbledon begeisterten Tatjana Maria und Jule Niemeier mit einem ebenso hochklassigen wie spektakulären deutschen Viertelfinale – mit dem besseren Ende für die erfahrene Maria. Für die 34-Jährige kam zwar das Aus im Halbfinale. Ein schönes Sümmchen Preisgeld und unsere Sympathien aber sind ihr gewiss.

Für einige Tennisspieler aus unserer Region ist die kurze Saison bereits beendet. Manche Ligen sind im Ziel angekommen, andere biegen gerade auf die Zielgerade ein. Die Pandemie hat sich diesmal nicht mit einer Wild Card ins Teilnehmerfeld geschlichen. Und das ist gut so. Spiel, Satz und Sieg – Tennis.

Am späten Freitagabend ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen in die Europameisterschaft gestartet. Das Spiel war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet. Die Mannschaft von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg gehört – nach dem jeweiligen Viertelfinal-Ausscheiden bei EM 2017 und WM 2019 – beim Turnier in England gewiss nicht mehr zu den Top-Favoriten. Und doch darf man gespannt sein, welche Rolle das deutsche Team im völlig offenen Titelrennen der besten Fußballerinnen Europas spielen kann.

Ernst wird es am heutigen Samstag für Tim Budesheim: Der Profi-Bodybuilder aus Ransbach bestreitet im portugiesischen Estoril seinen ersten Wettkampf in dieser Saison. Sein großes Ziel ist die Teilnahme am Mr. Olympia im Dezember in Las Vegas. Der 32-Jährige fühlt sich physisch und psychisch stärker als im vergangenen Jahr, hat er uns im Interview erzählt. Scheint so, als habe Budesheim nicht die schlechtesten Karten.

Schönes Wochenende

Von Sascha Herrmann

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