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Ambitionen bei Fußball-Gruppenligist ESV Hönebach sind gestiegen

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Von: Alicia Kreth

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Die Neuen in Hönebach: (von links) Torwart Kevin Geppert, Francesco Veselcic, Tom Ebeling und Adrian Bohle. Das Team der Neuzugänge wird zudem komplettiert von Maximilian Nuhn und Luca Finn Baum.
Die Neuen in Hönebach: (von links) Torwart Kevin Geppert, Francesco Veselcic, Tom Ebeling und Adrian Bohle. Das Team der Neuzugänge wird zudem komplettiert von Maximilian Nuhn und Luca Finn Baum. © Alicia Kreth

Die Fußball-Gruppenliga startet am Samstag in die neue Spielzeit. Der ESV Hönebach bestreitet am Sonntag, 15.30 Uhr, sein erstes Heimspiel. Wir beleuchten das Team von Trainer Tino Jäger.

Hönebach – Der ESV Hönebach hat in der Gruppenliga Fuß gefasst – und wie. War das Team von Trainer Tino Jäger bereits in der ersten Spielzeit die Überraschungsmannschaft, überzeugten die Eisenbahnsportler auch im zweiten Jahr und beendeten die Saison hinter den beiden Topteams Bronnzell und Eiterfeld auf dem dritten Tabellenplatz. Nun starten die Hönebacher am Sonntag in ihre dritte Gruppenliga-Saison. Wir werfen einen Blick auf die Vorbereitung, den Kader und das Saisonziel.

Die Vorbereitung

Mit dem Abschlusstraining heute Abend liegen genau fünf Wochen Saisonvorbereitung hinter den Fußballern des ESV. Dreimal pro Woche bat Tino Jäger seine Jungs zum Training, dazu kamen vier Freundschaftsspiele sowie ein Blitzturnier zum Abschluss der Sportwoche des ESV. Und die Hönebacher erzielten dabei durchweg positive Resultate, denn einzig beim torlosen Remis gegen den SV Borsch aus der Landesklasse Thüringen gab es keinen Sieg für den Gruppenligisten. Trainer Tino Jäger ist deshalb sehr zufrieden mit der Vorbereitung. „Dieses gute Gefühl müssen wir jetzt in die Saison transportieren. Der erste Spieltag ist entscheidend“, sagt Jäger.

Der Kader

Für Trainer Tino Jäger ist der Kader „qualitativ gut aufgestellt“. Die Mannschaft ist fast komplett zusammengeblieben, einzig Ersatzkeeper Dominik Meister hat den Verein verlassen. Dazu rücken die Neuzugänge Adrian Bohle, Kevin Geppert, Francesco Veselcic, Maximilian Nuhn, Tom Ebeling sowie Luca Finn Baum ins Team. Während Bohle bereits ein Kandidat für die erste Elf ist, will ESV-Coach Tino Jäger die jüngeren Spieler langsam an die Gruppenliga heranführen.

Ein großer Wehrmutstropfen ist allerdings, dass sich Kapitän Fabian Budesheim beim Blitzturnier während der ESV-Sportwoche schwer an der Schulter verletzte und für die komplette Hinrunde ausfällt. Zudem haben Moritz Herbig und Marius Zilch noch mit Verletzungen aus der vergangenen Saison zu kämpfen. Weil auch Marvin Ehmer beruflich in den USA weilt, schätzt Tino Jäger die personelle Situation vor dem Saisonstart in der Defensive bescheiden ein.

Das Saisonziel

Nach zwei äußerst erfolgreichen Spielzeiten in der Gruppenliga sind die Ambitionen in Hönebach gestiegen. Der breiter aufgestellte Kader und die Qualität dessen stimmen Tino Jäger optimistisch, dass der ESV auch in der neuen Saison eine gute Rolle spielen wird. „So selbstbewusst sollten wir mittlerweile sein und die Saison so auch angehen“, fordert Jäger, der mit einem Platz im oberen Tabellendrittel sehr zufrieden wäre. Die oberste Devise lautet aber: „Ganz schnell mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Dafür müsse sein Team immer 100 Prozent geben, „sonst steht man schnell mit leeren Händen da“, so der Coach. » 

Jäger: Da anfangen, wo wir aufgehört haben

Mit einem Heimspiel gegen die SG Kerzell startet der ESV Hönebach am Sonntag, 15.30 Uhr, in die neue Gruppenliga-Saison 2022/2023. „Wir wollen da anfangen, wie wir vergangene Saison aufgehört haben“, gibt Trainer Tino Jäger die Marschroute für das Duell vor. Der letzte Auftritt der Hönebacher in der vergangenen Saison endete nämlich mit einem überzeugenden 5:0 gegen die SG Schlüchtern.

Doch auch die Gäste nehmen Schwung aus der vergangenen Saison mit, ist sich der ESV-Coach sicher. Als letzte Mannschaft sicherte sich damals die SG Kerzell das Ticket für die Gruppenliga. In einem dramatischen Finale drehte die Helvetia ein 0:3 in Schwarzbach in ein 5:4 – die Folge war der umjubelte Ligaverbleib. „Von dieser Euphorie werden sie zehren – in der Vorbereitung und zu Beginn der Saison“, sagt Jäger.

Der ESV-Coach erwartet ein schwieriges und sehr kniffliges Spiel. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams ist nämlich schon knapp zwei Jahre her. Damals verloren die Hönebacher ihr Heimspiel mit 0:2.

Seither haben sich die Rollen allerdings etwas gewandelt, und eine Niederlage soll es dieses Mal für den ESV nicht geben. „Wenn wir unser Potenzial ausschöpfen, dann werden wir auch als Mannschaft erfolgreich sein“, ist sich Jäger sicher. „Wir gehen mit dem nötigen Respekt an die Sache heran, aber Angst müssen wir keine haben.“ Personell mussen die Hönebacher auf den verletzten Fabian Budesheim und Torwart Kevin Geppert, der im Urlaub weilt, verzichten.

Das erste Heimspiel steht übrigens ganz im Zeichen der DKMS Deutschland (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei). „Wir wollen uns als Verein und Mannschaft auch neben dem Platz stark machen“, erklärt ESV-Trainer Tino Jäger, dem dieses Projekt sehr am Herzen liegt. Deshalb laufen die Hönebacher in dieser Saison auch mit Trikots mit dem Schriftzug „DKMS – Wir besiegen den Blutkrebs“ auf.

Im Rahmen des ersten Heimspiels veranstaltet der ESV Hönebach am Sonntag auf seinem Sportplatz an der Autobahn, in Zusammenarbeit mit der DKMS, eine Typisierungsaktion. Die DKMS hat sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben. Die Abkürzung stammt noch vom ursprünglichen Namen: Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Um einem an Leukämie Leidenden helfen zu können, müssen Gewebemerkmale übereinstimmen.

Der ESV Hönebach ruft daher alle Interessierten, die zwischen 17 und 55 Jahren alt und außerdem gesund sind, dazu auf, sich am Sonntag während oder nach dem Spiel typisieren zu lassen. „Das kann vor Ort oder zuhause gemacht werden“, erklärt Frank Hauck, einer der Organisatoren dieses Projekts. Ein Team der DKMS steht für alle Aufklärungen am Sportplatz zur Seite. (Alicia Kreth)

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