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Gute Ausgangslage verschaffen - SVA morgen beim Abstiegskonkurrenten Griesheim

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Von: Maurice Morth

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Der SV Adler Weidenhausen um Moritz Krug (rechts) tritt am kommenden Wochenende beim SC Viktoria Griesheim an, der ebenfalls im unteren Tabellendrittel festhängt. Verzichten muss der Hessenligist dabei auf Tim Ullrich (links, Gelb-Rot-Sperre).
Der SV Adler Weidenhausen um Moritz Krug (rechts) tritt am kommenden Wochenende beim SC Viktoria Griesheim an, der ebenfalls im unteren Tabellendrittel festhängt. Verzichten muss der Hessenligist dabei auf Tim Ullrich (links, Gelb-Rot-Sperre).  © Maurice Morth

Der SV Adler Weidenhausen tritt morgen in der Fußball-Hessenliga beim SC Viktoria Griesheim an, der ebenfalls im Tabellenkeller steht. Ein erstes Sechs-Punkte-Spiel.

Weidenhausen – Die schwierigste Phase in seiner Zeit als Trainer des SV Adler Weidenhausen sei es gewesen, sagt Ronald Leonhardt zur zwischenzeitlichen Niederlagenserie von acht Spielen am Stück in der Fußball-Hessenliga.

„Ich hatte manchmal den Eindruck, dass sich alles gegen uns verschworen hat. Während du im Vorjahr auf einer Welle des Erfolgs geschwommen bist und irgendwann dachtest, dass du jede Mannschaft schlagen kannst, konntest du nun Woche für Woche kaum was machen, weil die Gegner auch einfach auf einem starken Niveau waren und wir selbst in Bestbesetzung Probleme bekommen hätten“, sagt der 53-jährige Übungsleiter.

Die Beharrlichkeit zahlte sich für den SV Adler irgendwann aus

Vor allem die eigenen Spieler angesichts der schweren Last von Niederlage um Niederlage zu motivieren, sei schwierig gewesen: „Du sagst den Jungs immer wieder, dass sie den Kopf hoch machen sollen, aber das wiederholt sich schließlich auch irgendwann alles.“

Diese Beharrlichkeit und Ruhe im Verein zahlte sich aber schließlich auch aus: Mit zuletzt vier Punkten aus den beiden Spielen gegen den SV Neuhof und den TuS Dietkirchen hat der Aufsteiger die Talsohle nun erst einmal durchschritten, neue Hoffnung und Vertrauen ins eigene Können zurückgewonnen.

Restprogramm bis Weihnachten: Die Chancen sind da

Dabei stellt das herausfordernde Restprogramm den SV Adler Weidenhausen bis zur Winterpause nicht nur vor unlösbare Aufgaben, sondern bietet bis Mitte Dezember auch Chancen (vier Spiele zählen noch zur Hinrunde, drei bereits zur Rückrunde , Anm. d. Red.).

Denn neben den Krachern gegen Tabellenführer FC Gießen, Verfolger Eintracht Frankfurt (U21) und Hanau (4.) stehen mit Griesheim (13.), Alzenau (12.) und Hadamar (17.) auch noch drei Mannschaften auf dem Spielplan, gegen die an guten Tagen viel möglich ist.

„Ich gucke zwar eigentlich nur von Spiel zu Spiel, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die kommenden Begegnungen gegen Griesheim und Alzenau schon ganz, ganz wichtig werden. Darauf müssen wir uns konzentrieren“, sagt Adler-Coach Ronald Leonhardt.

Und weiter: „Es ist klar, dass wir die Hinrunde so mit Zählbarem abschließen wollen, dass wir uns für die Rückrunde eine gute Ausgangsposition verschaffen und uns alle Chancen wahren.“

Das Spiel bei Viktoria Griesheim

Der SV Adler Weidenhausen wird es am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) mit einem Team zu tun bekommen, das auf eine schnelle Spielanlage setzt.

„Sie spielen deutlich mehr über die Außen, bringen die Bälle von dort nach innen“, weiß Ronald Leonhardt. Dieser Spielstil dürfte aber auch den Weidenhäusern ein wenig mehr Möglichkeiten einräumen als beispielsweise bei der letzten hohen Auswärtsniederlage beim FSV Fernwald (2:6). „Die Grundvoraussetzung ist aber immer, dass wir ein gutes Spiel machen“, so der 53-Jährige.

Sören Gonnermann ist der Pechvogel

Der Ausfall von Leistungsträger Sören Gonnermann (Adduktorenprobleme) schmerzt das Weidenhäuser Spiel derzeit besonders: „Sören tritt auf der Stelle, er tut mir echt leid. Es sollte seine große Saison werden für all die Jahre beim SV Adler. Er hat es verdient, sich mit den Besten zu messen“, so sein Trainer.

Neben dem Angreifer, der wie Leonhardt sagt, hart an seiner Rückkehr arbeitet und nichts unversucht lässt, wird auch Tim Ullrich nach seiner Gelb-Roten-Karte in Dietkirchen fehlen. Henrik Renke, Jan Gerbig und Kilian Krug waren zuletzt angeschlagen. Tim Gonnermann kehrt hingegen zurück. (Maurice Morth)

Wissenswertes zum Gegner

Der SC Viktoria Griesheim hat seinen Sitz in der gleichnamigen größten Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg (27 000 Einwohner). Von 1977 bis 1988, 1990/91, 03/04 und seit 2012 spielt der Verein in der Hessenliga. Vor der Corona-Pandemie landete der SC auf den Rängen acht, elf, vierzehn, dreizehn und acht, zuletzt wurde er Dritter der Abstiegsrunde.

Der wohl erfahrenste Spieler ist Mittelstürmer Patrick Stumpf (34), der 114 Spiele in der luxemburgischen 1. Liga aufzuweisen hat, sieben Spiele in der EL-Quali, drei in der EL und eines in der CL-Quali (FE91 Düdelingen und Jeunesse Esch), hinzu kommen 92 Regionalligaspiele für TuS Koblenz, Idar-Oberstein und Kaiserslautern II. In 13 Spielen erzielte er bis dato fünf Tore.

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