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Noch ein magischer Abend? SVA trifft heute auf Regionalligist TSV Steinbach Haiger

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Von: Maurice Morth

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Emotionen pur: Im Hessenpokal-Viertelfinale musste 2019 Hessen Dreieich dran glauben.
Emotionen pur: Im Hessenpokal-Viertelfinale musste 2019 Hessen Dreieich dran glauben. © Florian Künemund

Der SV Adler trifft heute (19 Uhr) auf Regionalligist TSV Steinbach Haiger. Als Underdog haben die Weidenhäuser schon manche Pokalschlacht geschlagen. Wir blicken auf magische Abende.

Weidenhausen – Wenn der Fußball-Hessenligist SV Adler Weidenhausen heute Abend um 19 Uhr im Achtelfinale des Hessenpokals auf den TSV Steinbach Haiger trifft, seines Zeichens Zweiter der Regionalliga Südwest hinter dem SSV Ulm, dann muss für den Außenseiter sehr viel passen, um für eine Sensation zu sorgen. Dass das Chattenloh und der SV Adler für solche magischen Pokal-Abende zu haben sind, zeigt ein Blick auf die vergangenen fünf Jahre aber allemal:

Fünf Minuten fehlten

Es war ein atemberaubendes Hessenpokal-Achtelfinale, das die über 1000 Zuschauer im Oktober 2017 auf dem Chattenloh sahen. Zweimal ging der SV Adler durch Tore von Dennis Nguyen und Jan Gerbig gegen den damaligen Hessenligisten SC Hessen Dreieich in Führung, erst in der Verlängerung musste sich Weidenhausen nach einer bärenstarken Leistung dem Team von Ex-Bundesligatrainer Rudi Bommer mit 3:5 geschlagen geben.

Die Gonnermann-Show

Es war pünktlich zum 100-jährigen Bestehen eines der größten Spiele in der Vereinsgeschichte des SV Adler: Sensationell wurde im August 2019 in der zweiten Runde des Hessenpokals der haushohe Favorit KSV Hessen Kassel nach einem 0:1 noch mit 4:1 besiegt. Angreifer Sören Gonnermann zementierte mit seinen vier Treffern endgültig seinen Legendenstatus in Weidenhausen.

Auch Dreieich fliegt

„Diesmal schaffen wir es“, sagte Angreifer Jan Gerbig im Oktober 2019 im Vorfeld des Spiels gegen das Hessenliga-Team aus Dreieich – und er sollte Recht behalten. Denn mit einem 2:1 revanchierten sich die Weidenhäuser für das Aus gegen Dreieich in 2017 und zogen selbst ins Viertelfinale des Hessenpokals ein. Die Geschichte des Spiels schrieb Rechtsverteidiger Dennis Ngyuen, der nach anderthalbjähriger verletzungsbedingter Leidenszeit zum 2:0 traf.

Pokal-Traum platzt

Die überragende Hessenpokal-Saison 19/20 des SV Adler fand in November 2019 ihr Ende. Gegen den Regionalliga-Dritten TSV Steinbach Haiger gibt es ein 0:2. „Das war wieder eine riesige Werbung und ein großer Tag für unseren Verein. Das war bärenstark von uns, es gibt gar nichts zu bemängeln“, sagte damals Adler-Ehrenvorsitzender Klaus Füllgrabe.

„Versuchen das Spiel lange offen zu halten“

„Nach dem wichtigen Sieg gegen Neuhof können wir frei aufspielen und genießen. Passieren kann immer was bei so einem Abendspiel, für die Profis sind es andere Umstände als in der Liga. Es wird für einige Spieler eine Umstellung sein aufs Dorf zu kommen und zum Beispiel eine kleinere Kabine vorzufinden. Wir versuchen das Spiel lange offen zu halten – wie das eben zwischen David und Goliath ist. Dass wir zu Hause auch mal einen raushauen und über uns hinauswachsen können, wissen wir ja.“  

Das ist der TSV Steinbach Haiger

Seit wenigen Wochen ist Pascal Bieler (36) neuer Trainer beim Adler-Gegner TSV Steinbach Haiger, der vorher Co-Trainer bei Drittligist Borussia Dortmund II war und als Spieler für Hertha BSC und den 1. FC Nürnberg mehrere Partien in der 1. und 2. Bundesliga absolvierte.

Die Gäste aus Mittelhessen, bei denen unter Profibedingungen gearbeitet wird, haben sich in der Spitzengruppe der Regionalliga-Südwest festgesetzt (3. in 19/20, 5. in 20/21 und 4. in 21/22) und wollen in dieser Saison um den Aufstieg in die 3. Liga mitspielen.

Wie ambitioniert das Team aus dem Lahn-Dill-Kreis ist, zeigt ein Blick auf den Kader: Das Online-Portal „Transfermarkt.de“ gibt den Marktwert mit 2,38 Millionen Euro an. Die beiden wohl berühmtesten Spieler, Offensivakteur Gianluca Korte (Einsätze in der 1. und 2. Bundesliga für Eintracht Braunschweig) und Markus Scholz (Zweitligaeinsätze für Dynamo Dresden) fehlen aktuell aufgrund von Muskelfaserrissen. Die TSV-Reserve ist Gegner des SV Adler in der Hessenliga.

(Maurice Morth)

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