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Rabenschwarzen Abend verhindert: 1:2 - SVA beißt sich nach Doppelschlag ins Spiel

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Von: Maurice Morth

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Hinten jubeln die Spieler des TSV Steinbach Haiger, vorne Adler-Außenverteidiger Henrik Renke, der mit einem Eigentor in der dritten Spielminute für das sehr unglückliche 0:1 sorgte.
Hinten jubeln die Spieler des TSV Steinbach Haiger, vorne Adler-Außenverteidiger Henrik Renke, der mit einem Eigentor in der dritten Spielminute für das sehr unglückliche 0:1 sorgte. © Maurice Morth

Nichts war es mit der Pokal-Sensation am Mittwoch für den SV Adler Weidenhausen gegen Regionalligist TSV Steinbach Haiger. Im Achtelfinale schlug sich der Hessenligist aber ordentlich.

Weidenhausen – Achtbar aus der Affäre gezogen hat sich der SV Adler Weidenhausen beim 1:2 (0:2) am Mittwochabend im Achtelfinale des Fußball-Hessenpokals gegen den favorisierten Regionalligisten TSV Steinbach Haiger.

Dabei sah es gegen die Profis aus Mittelhessen nach vier Minuten so aus, als könnte es bei niedrigen Temperaturen ein wirklich rabenschwarzer Abend werden für die Mannschaft von Trainer Ronald Leonhardt.

0:2-Rückstand nach gerade einmal vier Minuten

Denn gerade einmal drei Minuten waren auf dem Chattenloh gespielt, als eine scharfe Hereingabe des Linksaußen Franck Tehe durch den Adler-Strafraum segelte und unglücklich von Henrik Renkes Oberkörper zum 1:0 für die Gäste ins Tor prallte (3.).

Und nur 60 Sekunden später kam es noch dicker: Abermals war der Initiator der auffällige Tehe, der sich über links durchsetzte und im Rückraum Stürmer Mick Gudra fand, der aus knapp zehn Metern überlegt zum 2:0 abschloss (4.).

Das frühe dritte Gegentor durch Steinbachs Arif Güclü (Mitte) verhindert in dieser Szene Adler-Innenverteidiger Fabian Assmann (links) für seinen geschlagenen Keeper Johannes Klotzsch.
Das frühe dritte Gegentor durch Steinbachs Arif Güclü (Mitte) verhindert in dieser Szene Adler-Innenverteidiger Fabian Assmann (links) für seinen geschlagenen Keeper Johannes Klotzsch. © Maurice Morth

Vor allem der bereits erwähnte Tehe über die linke Außenbahn, aber auch Serkan Firat und Paul Stock über rechts sorgten in den ersten 30 Spielminuten für immensen Druck.

Klug schafften es die spielstarken Steinbacher immer wieder die Räume zu überladen, so über die Außen Überzahl zu schaffen und vor allem die Adler-Außenverteidiger Henrik Renke und Dennis Ngyuen vor erhebliche Probleme zu stellen.

„Kompliment an die Mannschaft für die zweite Hälfte“

Hinzu kamen ein hohes Tempo, Ballsicherheit und ein starkes Positionsspiel mit denen der Gast sofort klar machte, keine Pokal-Überraschung zulassen zu wollen.

Das frühzeitige 0:3 verhinderten Adler-Keeper Johannes Klotzsch mit einer starken Parade aus Kurzdistanz gegen Arif Güclü (12.) und Innenverteidiger Fabian Assmann wiederum für seinen schon geschlagenen Hintermann erneut gegen Angreifer Güclü (26.).

„Sie haben mit einer unglaublichen Geschwindigkeit begonnen, haben nicht einen Fehlpass gespielt. Das war schon sehr schwierig. Kompliment, wie sich meine Mannschaft nach den Rückschlägen dann aber reingearbeitet hat ins Spiel, das war absolut in Ordnung“, so Adler-Coach Leonhardt, der sah, wie die drückende Überlegenheit der Gäste im zweiten Durchgang ein bisschen nachließ, sich viel nur noch im Mittelfeld abspielte und der SV Adler die zweite Halbzeit offener gestaltete.

Beste Adler-Phase gegen Ende des Spiels

Zwar hatten die Steinbacher Sasa Strujic (71.), Franck Tehe (81.) und Serkan Firat mit einem Pfostenschuss (86.) noch große Chancen mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung zu sorgen, aber auch die Weidenhäuser kamen in den letzten 20 Spielminuten noch einmal auf.

Zunächst hätte sich TSV-Verteidiger Henri Weigelt nicht darüber beschweren dürfen, wenn der Unparteiische Daniel Losinski nach einem Fußtreffer gegen Adler-Angreifer Jan Gerbig auf Foulelfmeter entschieden hätte (83.), dann verpasste Gerbig nach einer starken Hereingabe des eingewechselten Marcel Felmeden aus kurzer Distanz den 1:2-Anschlusstreffer (87.).

Wenn auch zu spät, um noch einmal für echte Spannung zu sorgen, wurden die Weidenhäuser für den betriebenen Aufwand belohnt: Einen Schuss von Tim Gonnermann konnte der ansonsten weitestgehend unbeschäftigte Kevin Ibrahim im Gästetor nur nach vorne abklatschen lassen, Tim Ullrich verwertete zum 1:2-Endstand (90+2.).

„Dass Steinbach hier verdient gewinnt, das ist überhaupt gar keine Frage. Verkauft haben wir uns aber trotzdem ordentlich und vernünftig“, so das Fazit von Weidenhausens Trainer Ronald Leonhardt. (Maurice Morth)

SV Adler Weidenhausen - TSV Steinbach Haiger 1:2 (0:2).

SVA: Klotzsch - Ngyuen, Assmann, Schneider, Renke (Görs/75.), Goebel (Felmeden/81.), T. Gonnermann, Gerbig, K. Krug (Steinmetz/75.), Immig (Pfliegner/46.), J. Ullrich (T. Ullrich/65.).

TSV: Ibrahim - Kober, Pereira da Silva (Kuffour/61.), Strujic, Weigelt, Bisanovic (Wiafe/61.), Firat, Tehe, Gudra, Güclü (Breitfelder/61.), Stock (Owusu/61.).

Schiedsrichter: Daniel Losinski (Immenhausen).

Zuschauer: 500.

Tore: 0:1 Eigentor Renke (3.), 0:2 Gudra (4.), 1:2 T. Ullrich (90+2.).

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