Gruppenliga Fulda Nord

ESV Hönebach feiert dreckigen Sieg:Tim Kleinschmidt trifft beim 1:0 gegen Petersberg

Ein hart erarbeiteter und dreckiger Sieg unter Flutlicht: Die Hönebacher um Kevin Kunze, der sich in dieser Szene gegen Petersbergs Kapitän Michel Ickler durchsetzt, brachten den 1:0-Erfolg über die Zeit.
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Ein hart erarbeiteter und dreckiger Sieg unter Flutlicht: Die Hönebacher um Kevin Kunze, der sich in dieser Szene gegen Petersbergs Kapitän Michel Ickler durchsetzt, brachten den 1:0-Erfolg über die Zeit.

Hönebach – Nach einem hart erarbeiteten 1:0-Sieg gegen den Tabellenletzten RSV Petersberg ist Fußball-Gruppenligist ESV Hönebach mit 19 Punkten auf dem vierten Rang weiter in Schlagdistanz zu den führenden Teams SG Eiterfeld/Leimbach und SG Bronnzell. Nicht umsonst sprach ESV-Coach Tino Jäger nach der Partie von einem dreckigen Sieg, „den wir uns hart erarbeiten mussten“.

Der Gegner stellte sich in der Flutlichtpartie keineswegs als Kellerkind dar. In der Vorwärtsbewegung flott mit schnellen Abschlüssen, so wie bei den Pfostenschüssen von Paul Mebouinz (14.) und Florian Bug (44.), die praktisch aus dem Nichts erfolgten, versuchte der RSV zum Erfolg zu kommen.

Der hessenligaerfahrene David Wollny und Mebouinz machten gerade im ersten Spielabschnitt auf der linken Seite ordentlich Betrieb und stellten die Abwehr der Wildecker vor so manche Probleme. Gut dass Tim Kleinschmidt schon früh die Führung besorgt hatte. Nach einem Freistoß von Kevin Kunze in den Strafraum kam Moritz Herbig zum Kopfball und Kleinschmidt schob an dem heraus stürmenden Keeper Timo Goldbach vorbei ein.

In der Folge klärte Torsteher Nils Katzmann zunächst bei Wollnys Freistoß mit dem Körper und kurz darauf riss er bei seinem Distanzschuss rechtzeitig die Hände hoch. Zudem hatte er Glück, dass Mebouinz Schuss übers Dreieck strich. In dieser Phase ließen die ESV-Kicker dem Gegner zu viele Freiheiten. Zu Recht forderte Jäger von der Außenlinie mehr Konsequenz vor dem Sechzehner. Ein Manko seiner Elf war auch, dass man die Chancen nicht ausspielte.

Direkt nach dem Wechsel deutete Jomit Ehresmann mit seinem schnellen Abschluss, der über dem Kasten landete, an, wie man das Blatt wenden wollte. Auf der Gegenseite verpasste Patrick Störl auf Flanke von Marcel Katzmann die Kugel nur knapp und eine Minute später lag der zweite Treffer regelrecht in der Luft. Nach einem Eckball landete Moritz Herbigs Kopfball an der Unterkante der Latte und Kleinschmidts zweiter Versuch wurde wegen Abseits abgepfiffen.

Bei der nächsten guten Aktion der Hönebacher ging Störl nach einer gelungenen Ballstafette über Kunze und Kleinschmidt nicht energisch genug zum Ball, sodass Keeper Goldbach die Kugel noch mit einer Hand wegfischen konnte. Der eingewechselte Kai Wollenhaupt schaffte es nach einer guten Stunde nicht, nach einem gewonnenen Zweikampf und Sturmlauf über die linke Seite, den in der Mitte lauernden Marcel Katzmann anzuspielen. Die folgenden zehn Minuten gehörten den Gästen, die aber mit ihren herausgespielten Eckbällen keine große Gefahr mehr vor dem ESV-Kasten verursachten.

Eine Viertelstunde vor dem Ende dann noch mal ein echtes Ausrufezeichen der Platzherren. Marius Zilch zimmerte die Kugel an das Lattenkreuz, kein Glück also für den ESV, der sich danach noch wütenden Angriffen der Petersberger erwehren musste, doch das Abwehrbollwerk hielt. So tauchte Torwart Goldbach bereits vier Minuten vor dem Ende bei einem Freistoß im Hönebacher Strafraum auf, ohne dass allerdings etwas anbrannte. Schrecksekunde dann noch einmal in der Schlussminute, als der in der Endphase eingewechselte RSV-Routinier und ehemalige Hessenligaakteur Kemal Sarvan im Strafraum zum Schuss kam, den Ball aber nicht richtig traf und Katzmann in die Arme schoss.

„Unter dem Strich stehen drei Punkte, das ist wichtig“, sagte Jäger nach der Partie in der Spielertraube und beglückwünschte gleichzeitig seine Elf für das bisherige tolle Abschneiden. „Der Wille und Glaube war da, wenn wir das zweite Tor machen, dann ist das die Entscheidung“, war sich der Coach sicher, der in zwei Wochen beim Rückspiel in Petersberg einen wiedererstarkten Gegner erwartet, zumal er weiß, dass sein Team an diesem Abend auch zwei, drei Mal Glück gehabt hatte. (Thomas Becker)

Hönebach: Nils Katzmann - Herbig, Krüger, Emmerich (75. Bommer), Störl (60. Wollenhaupt), Zilch, Marcel Katzmann, Kleinschmidt (82. Tom Lindemann), Budesheim, Kunze, Schmidt.

Petersberg: Goldbach - Lennart Aschenbrücker, Sven Aschenbrücker, Bott, Ickler, Wollny, Mebouinz, Bug, Ehresmann (80. Sarvan), Bojii, Gajic (46. Sammet).

Tor: 1:0 Kleinschmidt (16.).

Schiedsrichter: Justin Herbert (Schwarzbach), Zuschauer: 160.

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