Fußball im Kreis: Geteilte Meinungen am  Spielfeldrand

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Wann rollt der Fußball in Hessen wieder? Der Verband will voraussichtlich am 16. Mai eine Entscheidung treffen. Spieler, Trainer, Funktionäre und Fußballfans werden allmählich ungeduldig.

Der Hessische Fußball-Verband wird voraussichtlich am 16. Mai die Entscheidung fällen, wie es mit dieser Saison weitergehen soll. Wir haben einige Meinungen eingeholt.

Fabian Kallée, Spielertrainer des Fußball-A-Ligisten SV Unterhaun, stellt eines klar: „Ich bin froh, dass ich diese schwierige Entscheidung nicht treffen muss.“ Für den 40-Jährigen steht nach wie vor die Gesundheit der Menschen im Vordergrund. Man sollte im Amateurbereich erst wieder Fußball spielen, wenn die Gesundheit der Sportler nicht mehr gefährdet sei.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir vor September weiterspielen“, sagt er. Kallée spricht sich dennoch dafür aus, die Saison zu Ende zu bringen und auf keinen Fall zu annullieren. „Die Tabellenersten sollten aufsteigen, Absteiger sollte es aus Fairnessgründen nicht geben“, sagt er. Denkbar sei für ihn auch, die nächste Spielzeit als „Kurz-Saison“ durchzuziehen – von März bis September beispielsweise. Unterhaun ist in der Fußball-Kreisliga A2 derzeit Tabellendritter und hat nur einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz zur Aufstiegsrunde, den Großentaft belegt.

Für Christian Pfeiffer, Spielertrainer des A-Liga-Tabellenführers SG Neuenstein, wäre eine Annullierung der Serie eine Katastrophe: „Ich weiß nicht, wie ich dann die Spieler und auch mich wieder motivieren sollte. Stell´ dir mal vor – zwei Drittel der Saison sind gespielt und alles, was du erreicht hast, ist wieder futsch. ...“ Für ihn gibt es nur zwei Varianten, wie es mit der Punktrunde im Amateurbereich weitergehen sollte: „Die für meine Begriffe fairste Variante wäre es, die Saison abzubrechen. Es gibt keinen Absteiger, der Meister steigt auf. Sollte genug Zeit sein, sollte die Relegationsrunde mit den Tabellenzweiten gespielt werden.“ Die andere Variante wäre, die Saison ab September zu Ende zu spielen – unter Umständen bis ins nächste Jahr. „Es darf dann natürlich keine Wechselfrist im Sommer geben.“.

Für Rainer Schmidt, stellvertretender Kreisfußballwart, wäre die Fortsetzung der Serie die einzige Lösung. Doch ob das in den Zeitplan passe, sei offen. Der Friedewalder stellt die Frage: „Wenn wir im Herbst die Serie beenden, was machen wir dann mit der Halbserie im Frühjahr bis im Sommer die nächste Serie anfängt?“

Er bevorzugt einen Abbruch der Serie mit dem Meister als Aufsteiger. Und ohne Absteiger. „Nur wer freiwillig nach unten will, darf auch eine Klasse tiefer. Und muss nicht, wie es die Satzung vorschreibt, ganz unten wieder anfangen.“

Für den noch amtierenden Kreisfußballwart Karl-Heinz Blumhagen bedeutet die Corona-Krise noch einmal zusätzliche Schreibarbeit. Derzeit ist er im Begriff einen Fragebogen an die Vereine zu schicken, um ein Stimmungsbild zu bekommen.

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