Vereinsvertretersitzung entschied gemeinsam über das Modell und den Starttermin

Fußball im Werra-Meißner-Kreis: Neue Spielzeit beginnt Anfang August

Besprach mit den Fußballvertretern die kommende Spielzeit 2021/22: Holger Franke, Kreisfußballwart des Werra-Meißner-Kreises. Archivfoto: Marvin Heinz
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Besprach mit den Fußballvertretern die kommende Spielzeit 2021/22: Holger Franke, Kreisfußballwart des Werra-Meißner-Kreises. Archivfoto: Marvin Heinz

Schneller als gedacht hatten sich die Vertreter alle Vereine des Fußballkreises Werra-Meißner auf Einladung des Kreisfußballausschusses am vergangenen Freitagabend auf den Modus zur Durchführung der Meisterschaftsrunde 2021/2022 verständigt und damit die Weichen für den nahenden Saisonstart gestellt.

Eschwege – Mit Ausnahme der Kreisliga A wurde eine Rückkehr zum klassischen System mit Hin- und Rückrunde für alle Ligen ausgeschlossen und stattdessen an der Umsetzung eines alternativen Spielmodells festgehalten.

Eine Entscheidung, die nach Ablauf der rund zweieinhalbstündigen Videokonferenz alle Beteiligten zufriedenstimmte und von der sich nicht nur Kreisfußballwart Holger Franke erhofft, pandemischen Entwicklungen im Bedarfsfall bestmöglich begegnen zu können: „Eine geordnete Runde zu spielen, sollte unser aller Wunsch sein“, tat dieser gleich zu Beginn der Sitzung ein zentrales Anliegen kund und zeigte sich außerdem erfreut darüber, auch im kommenden Spieljahr 62 Mannschaften im Spielbetrieb begrüßen zu dürfen.

Einziger Wermutstropfen: der freiwillige Abstieg des SC Eintracht Germerode, der in der Vorwoche darum bat, künftig nicht mehr in der A- sondern stattdessen in der C-Liga antreten zu dürfen. Ein Antrag, den der Kreisfußballausschuss einstimmig unterstützte: „Es ist absolut in unserem Interesse, dass keine Mannschaft verloren geht“, so Franke. Dennoch könne dem Wunsch erst nach erfolgter Zustimmung durch den Verbandsspielausschuss endgültig stattgegeben werden.

Alternative Systeme

Nachdem der hiesige Fußballkreis bereits in der Vorsaison neue Wege einschlug und als einer von lediglich zwei Fußballkreisen in Hessen ein alternatives Spielmodell zur Anwendung brachte, sind in den vergangenen Tagen weitere Regionen nachgezogen. „Wir waren Vorreiter und wollen natürlich gerne an unseren innovativen Ideen festhalten. Doch die Entscheidung liegt bei euch“, erklärte Franke, der den anwesenden Vereinsvertretern im Anschluss drei Modelle vorstellte – die klassische Vor- und Rückrunde, die Gruppeneinteilung (Kriterien: regionale Einteilung, Setzliste oder Los) mit Auf- und Abstiegsrunde sowie die Qualifikationsrunde als Einfachrunde („Jeder gegen jeden“), auf die ebenfalls Playoffs und Playdowns folgen.

Nachdem die notwendigen Beschlüsse zum Spielgeschehen schnell gefasst waren, wurde auch der Rundenstart terminiert. Bereits am 7./8. August und damit eine Woche vor dem von Verbandsseite veranschlagten Starttermin soll es losgehen. „So können wir sicherstellen, dass die Vorrunde, wie vom Verband empfohlen, in diesem Kalenderjahr beendet und damit die Wertungsgrundlage für eine sportliche Entscheidung geschaffen wird“, argumentierte Franke.

Wie gespielt wird

In den folgenden Zeilen fassen wir zusammen, wie in den Ligen im Werra-Meißner-Kreis gespielt wird.

Kreisoberliga: Neun der 15 stimmberechtigten Vertreter aller Kreisoberligisten haben sich final für einen erneuten Wechsel des Spielsystems entschieden. So sprach sich die Mehrheit der Stimmberechtigten für die Qualifikationsrunde als Einfachrunde mit darauf folgender Auf- und Abstiegsrunde (Playoff/Playdown) aus.

Die ersten sechs Mannschaften qualifizieren sich für die Meisterschaftsrunde und ermitteln den Meister und sogleich Aufsteiger in Hin- und Rückspiel, wobei sämtliche Punkte aus der Qualifikationsrunde gestrichen werden. Anders die Ausgangslage in der Abstiegsrunde, in der die übrigen neun Teams – bei jeweils vier Heimspielen – den oder die Absteiger erneut im Modus „Jeder gegen jeden“ ausspielen.

Hier werden jene Punkte aus der Qualifikationsrunde mitgenommen, die gegen direkte Kontrahenten in der Abstiegsrunde erworben wurden. „Hinsichtlich der alternativen Spielmodelle haben wir vermutlich sportlich fairste und angesichts des nach wie vor bestehenden pandemischen Geschehens auch die sicherste Lösung gefunden“, bilanzierte Kreisfußballwart Holger Franke.

Kreisliga A: Ungeachtet der noch ausstehenden Bewilligung des freiwilligen Abstiegs des SC Eintracht Germerode, findet in der A-Liga weiterhin das klassische Spielmodell mit Hin- und Rückrunde Anwendung. „Bei einer Ligenstärke von 12 Mannschaften ist das alternativlos“, befand Klassenleiter Harry Niebeling, der mit seinen Ausführungen auf keinerlei Gegenstimmen traf. Die Wertungsgrundlage besteht bei Abschluss der Hinrunde.

Kreisliga B: Analog zur Kreisoberliga wird auch in der Kreisliga B im alternativen Spielmodell, bestehend aus Qualifikationsrunde als Einfachrunde sowie anschließender Playoff- und Playdown-Runde gespielt. Hier ermitteln die ersten sechs Mannschaften den Meister in Hin- und Rückspiel, die anderen zehn den Absteiger in einer Einfachrunde. Zur Punktemitnahme gelten ebenfalls die Regularien der KOL. Mit der einstimmig beschlossenen Entscheidung wurde nicht zuletzt jener Tatsache Rechnung getragen, dass zehn Zweitvertretungen der Kreisoberligisten der B-Liga angehören. „Es macht absolut Sinn, das Modell zu übernehmen. Andernfalls würde der organisatorische Aufwand den Rahmen sprengen“, sagte Marc Kuszczyna (VfL Wanfried).

Kreisliga C: In der voraussichtlich mit 19 Teams bestückten C-Liga soll das, was sich in der Vorsaison bewährt hat, in der kommenden Spielzeit seine Fortsetzung finden. Gespielt wird in einer Einfachrunde, „Jeder gegen jeden“, die sich als präferierter Modus deutlich gegen die Einteilung in zwei Gruppen durchgesetzt hat (13:3 Stimmen). Am Ende stehen so im Bestfall 18 Spiele pro Mannschaft zu Buche, wobei bereits bei Erreichen der Hälfte der zu absolvierenden Partien eine Wertungsgrundlage besteht. (Lea Hüther)

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