Fußball-Kreisoberliga

„Wir schauen nur nach vorne“: Wildeck erwartet Haunetal – Weiterode ist in Friedewald zu Gast

Hoffen auf eine Initialzündung: die Wildecker um Steven Seiler (links), hier gegen Noah Kliebisch.
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Hoffen auf eine Initialzündung: die Wildecker um Steven Seiler (links), hier gegen Noah Kliebisch.

Ist der Knoten bei Fußball-Kreisoberligisten SG Wildeck nach dem ersten Saisonsieg endlich geplatzt? Diese Frage wird am Sonntag auf dem Sportplatz in Bosserode beantwortet, wo die Wildecker ab 15 Uhr die SG Haunetal zu Gast haben.

Bosserode/Friedewald - Eine lange Durststrecke mit fünf Niederlagen in Folge, lediglich im ersten Spiel gelang ein Punktgewinn in Dittlofrod, liegt hinter der SGW, die mit vielen Vorschusslorbeeren in die Saison gegangen war. Personelle Veränderungen wirkten sich negativ aus, sodass Trainer Mike Lindemann das Team immer wieder umbauen musste und um Geduld bat. „Endlich haben wir uns mal belohnt und auch das 2:0 nachgelegt“, spielte er vor allem auf die mangelnde Chancenverwertung in der Vergangenheit an. Er hoffe auf eine Initialzündung, „die Mannschaft hat gezeigt, dass sie noch lebt“ und hebt besonders den Zusammenhalt des Teams hervor, das gerade in Niederjossa nur wenig zugelassen habe. In der ersten Hälfte sei alles noch ein wenig wackelig gewesen, dann habe man aber die Zweikämpfe angenommen und auch gewonnen.

„Mal sehen wie es die nächsten Spiele läuft, wir schauen nur nach vorne“, warnt er vor zu hohen Erwartungen. Gegner Haunetal gleicht den bisherigen Ergebnissen nach zu urteilen einer Wundertüte. „Sie sind schwer einzuschätzen. Wir müssen unsere Leistung abrufen, das ist das Wichtigste“, sagt Lindemann. Seine Elf könne befreit aufspielen, Ziel sei es aber möglichst schnell aus dem Tabellenkeller zu kommen. Dabei setzt er auf Marcel Sandrock, der nach seiner Verletzung wieder auflaufen könnte. Nicht dabei sein werden Marko Bode und Lukas Hebeler.

Die Wildecker hätte sicher nichts dagegen, wenn das Spiel genauso ausgehen würde, wie beim letzten Aufeinandertreffen am 4. August 2019, wo die SGW an gleicher Stätte beim 3:0 als Sieger vom Platz ging. Keinen Vergleich aus der Vergangenheit hat der ESV Weiterode, der am Sonntag eine halbe Stunde später in Friedewald auf die SG Friedewald/Ausbach trifft.

Kämpferisch in Friedewald zum Erfolg: das wollen die Weiteröder um Hendrik Hirschfeld (links).

„Wir haben einen starken Gegner an diesem Tag erwischt“, kommentierte ESV-Trainer Andy Rygula das 0:5 gegen Hohe Luft. Man habe die ersten zehn Minuten überlegen gestaltet, zwei gute Möglichkeiten ausgelassen, bevor das Schicksal seinen Lauf nahm. Innerhalb einer Viertelstunde kassierte der ESV fast nach dem gleichen Muster vier Tore – eine Flanke von außen, die in der Mitte immer einen Abnehmer fand. Die junge Hersfelder Truppe war der Heimelf spielerisch und kämpferisch überlegen, gibt Rygula unumwunden zu. „Fast die komplette Mannschaft hat schlecht gespielt. Da stellt sich die Frage, wie konnte das so kommen, darüber wollen wir reden“, kündigte er an, in der heutigen Spielerversammlung die Partie genau zu analysieren.

Den kommenden Gegner Friedewald müsse man kämpferisch besiegen. Man dürfe sich nicht verstecken. Ziel sei es, die verlorenen Heimpunkte nun in der Fremde zu holen. Dass sich der ESV dort aktuell wohler fühlt, zeigt ein Blick auf die bisherige Saisonstatistik. Drei Siege und ein Remis, wobei man beim Unentschieden gegen Gudegrund in Niedergude noch viele Chancen liegen gelassen habe, sprechen für sich. Ein Augenmerk werde man auf jeden Fall auf Torjäger Leon Langhans haben, der bisher schon acht Treffer auf dem Konto hat. Zusätzliche Motivation sieht Rygula beim Gegner noch aus dem überraschenden Punktgewinn bei der FSG Bebra.

Weiterhin fehlen werden beim Ziel, die Auswärtsbilanz weiter aufzupolieren, die Langzeitverletzten Matthias Grassmann und Manuel Thalmann, die für den Rest des Jahres ausfallen. Auch Kerem Kardas ist aktuell nicht fit. Getrennte Wege gegen zukünftig der ESV und Mihajlo Veselinovic, darauf einigte man sich nach der Partie in Gudegrund, wo Veselinovic vorher aktiv war. (Thomas Becker)

Von Thomas Becker

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