Fussball-Kreispokal

Showdown in Waldkappel: SV Adler Weidenhausen und SG K/H/D heute im Pokalfinale

Entwischt SVA-Angreifer Sören Gonnermann (links) auch heute seinen Gegenspielern?
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Entwischt SVA-Angreifer Sören Gonnermann (links) auch heute seinen Gegenspielern?

Heute Abend messen sich Verbandsligist SV Adler Weidenhausen und Grupenligist SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach im Fußball-Pokalfinale. Wir blicken auf die Partie.

Eschwege – Heute Abend treffen Verbandsligist SV Adler Weidenhausen und Gruppenligist SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach im Finale des Fußball-Kreispokals 20/21 in Waldkappel aufeinander (18.30 Uhr). Wir werfen einen Blick auf die Partie, bei der dem SVA die Favoritenrolle zuteilwird.

Der Weg ins Finale

Sowohl der SVA als auch die SG K/H/D stiegen im Achtelfinale in die Pokalsaison ein und setzten sich souverän bis ins Endspiel durch. Die von Goran Andjelkovic trainierte SG besiegte den SSV Witzenhausen (4:0), kampflos den SC Niederhone und den SV Reichensachsen (4:2). Die meisten Treffer erzielten Özkan Beyazit (3) und Kürsat Akcay (3).

Ein ähnliches Bild beim SVA: Der siegte gegen den FC Großalmerode (6:0), den TSV Wichmannshausen (2:0) und den Lichtenauer FV (3:1). Die meisten Treffer erzielten Jan Gerbig (2), Philipp Immig (2) und Jerome Kirschner (2).

Die Spieler im Fokus

Spricht man vom Außenseiter, dann kommt man an Özkan Beyazit nicht vorbei. Bis zum Abbruch der Gruppenligasaison erzielte der 40-Jährige in zwölf Spielen 17 Tore. Besonders das Talent, immer im richtigen Moment, die richtigen Räume zu besetzen, zeichnen den Torjäger, der unter anderem bei der SVG Göttingen und dem Traditionsverein Göttingen 05 kickte, aus.

Einen sehr guten Eindruck hat auch Neuzugang Kürsat Akcay (20) in der Vorbereitung hinterlassen. Er durchlief die komplette Jugend bei Göttingen 05, spielte kurz bei BC Sport Kassel und beackert die linke Außenbahn.

Zwar hat SVA-Kapitän Sören Gonnermann in der laufenden Pokalsaison noch nicht richtig seinen Rhythmus gefunden, seine Klasse hat der 32-Jährige mit über 300 Toren in über 300 Spielen in der Verbandsliga aber zu Genüge bewiesen. „Ich habe das meinen Spielern deutlich gesagt. Ihn muss man ganz eng decken und selbst dann ist er nicht hundertprozentig auszuschalten“, so SG K/H/D-Trainer Andjelkovic.

Die Erwartungshaltung

„Wir werden alles daran setzen, den Pokal nach der Niederlage im letzten Finale zurück nach Weidenhausen zu holen“, gibt SVA-Teammanager Stefan Stederoth die Marschroute vor. Im Vergleich zum Spiel gegen den Lichtenauer FV müsse man die Fehlerquote aber deutlich herunterschrauben. „Denn die SG K/H/D wird diese mehr bestrafen“.

Er selbst erwarte eine offene Partie und hat im Vorfeld viel Lob für den Finalgegner übrig: „Sie haben sich mit viel Kontinuität entwickelt und wollen sich dafür nun belohnen“, so Stederoth, der um die Gefahr der Favoritenrolle weiß: „Als Außenseiter macht man eben noch einmal ein paar Schritte mehr.“ Definitiv fehlen werden dem SVA Philipp Immig, Yannik Mainz sowie Moritz und Kilian Krug.

2018 hat die SG K/H/D zuletzt das Endspiel erreicht. Damals gab es eine 0:3-Niederlage gegen die SV 07 Eschwege. Nun hat man einiges vorgenommen: „Es geht um richtig viel, wir wollen deshalb auch eine gute Leistung abliefern“, sagt Trainer Andjelkovic. Fehlen werden heute Jonathan Schäfer, Alexander Bazzone und Jannik Schinzel.

Hygienekonzept in Waldkappel wie im Finale 2020

Es ist angerichtet: Wie im vergangenen Jahr wird der TSV Waldkappel Gastgeber für das Fußball-Pokalfinale sein. Der Besuch des Sportplatzes steht natürlich wieder auch unter dem Zeichen der Coronapandemie. „Wir haben wieder ein Hygienekonzept und bitten alle Besucher, sich auch daran zu halten“, sagt Fußball-Spartenleiter Henrik Stöber.

Für die Kontaknachverfolgung können Zuschauer am Eingang entweder mit der Luca-App einchecken oder bringen das ausgefüllte Formular des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) mit. Das gibt es sowohl auf der Facebookseite des TSV Waldkappel als auch auf dem Internetauftritt des HFV. Zwei Parkplätze stehen außerdem für die Besucher zur Verfügung. Mittlerweile bekannt sind auch die sogenannten „Boxen“, die zum Hygienekonzept gehören. Darin dürfen maximal zehn Leute stehen. „Es ist natürlich wünschenswert, wenn dort Gruppen stehen, die sowieso gemeinsam anreisen und sich kennen“, so Stöber.

Der Platz sei indes in einem wunderbaren Zustand: „Wir haben ihm extra noch einmal zwei Wochen komplett Ruhe gegeben“, so Stöber. Er selbst hoffe einfach auf ein gutes Spiel, bei dem die Zuschauer viel geboten bekommen würden. Der Fußball im Kreis zeigt sich solidarisch: Vor Ort wird es eine Spendenaktion zugunsten der Flutopfer geben.

(Maurice Morth)

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