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Ruhepol der Viererkette: Kilian Löffler und der SVA morgen im Topspiel gegen OSC Vellmar

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Von: Maurice Morth

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Enge Bewachung: Kilian Löffler vom SV Adler Weidenhausen (links) hier im Duell mit Antonio Bravo Sanchez, dem Kapitän des SSV Sand. Gemeinsam mit Jan Gerbig (1980 Minuten) und Jannis Beng (1967 Minuten) hat der Defensivspieler die meisten Einsatzminuten beim SVA gesammelt (1911).
Enge Bewachung: Kilian Löffler vom SV Adler Weidenhausen (links) hier im Duell mit Antonio Bravo Sanchez, dem Kapitän des SSV Sand. Gemeinsam mit Jan Gerbig (1980 Minuten) und Jannis Beng (1967 Minuten) hat der Defensivspieler die meisten Einsatzminuten beim SVA gesammelt (1911). © Archivfoto: Reinhard Michl

Morgen (Samstag, 30. April) steigt in der Fußball-Verbandsliga das Topspiel zwischen dem SV Adler (3.) und OSC Vellmar (2.). Ankommen wird es dabei unter anderem auf Verteidiger Kilian Löffler.

Weidenhausen – Jede Fußballmannschaft hat ihre stillen Helden. Um zu funktionieren, braucht eine Elf auch solche Spieler, die auf dem Platz stoisch und ohne Murren ihre Arbeit verrichten. In der bis dato besten Saison der Vereinsgeschichte ist Kilian Löffler (24) beim Fußball-Verbandsligisten SV Adler Weidenhausen klammheimlich zu einem dieser besonderen Typen gereift.

Früh in der Vorrunde wurde er wegen Personalproblemen von Trainer Ronald Leonhardt von der Sechserposition im Mittelfeld zurück in die Viererkette gezogen – und „Killer“, wie sie ihn auf dem Chattenloh nennen, bildet seitdem gemeinsam mit Thomas Hammer (30) wohl eines der besten Innenverteidigerduos der ganzen Liga. Nur 21 Gegentore kassierte der SV Adler bislang, keine andere Mannschaft war besser.

Kilian Löffler: „Wir ziehen alle am gleichen Strang“

„Ich sage dem Trainer immer, dass er mich auch mal wieder auf die Sechs stellen soll, weil dann geht für mich auch ein bisschen mehr in der Offensive“, scherzt der 24-Jährige, der aus Wanfried stammt und mittlerweile in Kassel lebt. Da er früher in der Jugend bei Rot-Weiß Erfurt bereits als Innenverteidiger gespielt habe, sei die Umstellung für ihn aber kein großes Problem gewesen.

„Mit Tommy macht das aber auch einfach wirklich Spaß“, sagt Löffler, der vom Zusammenhalt innerhalb der Adler-Mannschaft schwärmt: „Wir sind alle gut miteinander befreundet und ziehen am gleichen Strang. Wo uns in den letzten Jahren in engen Spielen ab und zu immer noch ein Tick gefehlt hat, ziehen wir nun bis zum Abpfiff durch.“

Eng dürfte es aller Voraussicht nach auch am morgigen Samstag auf dem Chattenloh zugehen, wenn im Topspiel der Verbandsliga der Tabellenzweite OSC Vellmar beim Tabellendritten SV Adler zu Besuch ist (Anstoß: 16 Uhr). Mit Egli Milloshaj (19 Tore) und Serkan Aytemür (16 Tore) kommen auf das Innenverteidigerduo Löffler-Hammer dann zwei der besten Angreifer der Verbandsliga zu.

Angst hat Löffler, der derzeit eine Ausbildung bei der Polizei absolviert, nicht. Respekt aber schon: „Wir wissen, wie gut Vellmar derzeit drauf ist. Außerdem haben wir das Hinspiel mit 2:4 verloren. Sie werden uns unter Druck setzen und wir müssen in allen Mannschaftsteilen dagegenhalten.“

Hessenliga-Aufstieg kein Thema innerhalb der Mannschaft

Klein machen brauche sich der SV Adler aber auch nicht, denn er habe sich das nötige Selbstvertrauen erarbeitet, um den Anspruch stellen zu können, auch gegen den OSC Vellmar kein Gegentor zu kassieren. „Das ist auf jeden Fall das Ziel von Tommy und mir. Und vorne sind wir mit der Offensivqualität von Sören Gonnermann und Jan Gerbig immer für Tore gut“, sagt Löffler.

Der mögliche Hessenliga-Aufstieg sei noch kein großes Thema innerhalb der Mannschaft gewesen, berichtet Löffler. „Natürlich scherzt man mal darüber, aber die Tabelle ist gerade nur ein Standbild, von dem wir uns nicht beeinflussen lassen. Wir nehmen uns damit selbst den Druck und versuchen, jedes Spiel ganz befreit aufzuspielen.“

Für Kampfansagen sei bei dem schweren Restprogramm des SVA – unter anderem kommt es im Mai zum Duell mit der SG Bad Soden, dem SSV Sand, dem Lichtenauer FV und dem CSC 03 Kassel – ohnehin nicht die Zeit. „Das Blatt kann sich ganz schnell wenden – und das wissen wir auch“, sagt der 24-Jährige.

(Maurice Morth)

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