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SV Adler vor dem Rückrundenstart: „Es darf kein Schlendrian einziehen“

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Von: Maurice Morth

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Mit der besten Halbserie der Vereinsgeschichte hat der SV Adler Weidenhausen in der Verbandsliga eine Benchmark gesetzt. Druck spürt Trainer Ronald Leonhardt (Mitte) aber nicht, er will von Spiel zu Spiel schauen.
Mit der besten Halbserie der Vereinsgeschichte hat der SV Adler Weidenhausen in der Verbandsliga eine Benchmark gesetzt. Druck spürt Trainer Ronald Leonhardt (Mitte) aber nicht, er will von Spiel zu Spiel schauen. © Maurice Morth

Mit einem Auswärtsspiel beim elftplatzierten SC Willingen startet der SV Adler Weidenhausen am kommenden Wochenende in die Rückrunde der Fußball-Verbandsliga.

Weidenhausen - Nach der besten Halbserie der Vereinsgeschichte und Platz zwei war die Chance für das Team vom Chattenloh wohl noch niemals zuvor so groß, bis zum Ende der Saison um den Aufstieg in die Hessenliga mitzuspielen. Wir sprachen mit SV-Adler-Trainer Ronald Leonhardt über die komplizierte Wintervorbereitung und den Erfolgsdruck.

Die Vorbereitung

„Normalerweise gehst du bei der Vorbereitung davon aus, dass alle Spieler sofort im Thema sind. In den ersten zwei Wochen waren aber einige Spieler dabei, die noch erkrankt waren oder aber erst vorsichtig wieder ins Training eingebaut werden mussten“, spricht Leonhardt direkt über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.

Darüber zu klagen sei aber müßig, denn es gehe womöglich derzeit allen Mannschaften so, dass immer wieder kurzfristig umgeplant werden müsse.

Trotzdessen kam der SV Adler seit dem Vorbereitungsauftakt am 24. Januar immer besser in die Spur, wie auch die Testspielergebnisse beweisen. Einem mühsamen 2:1 gegen den Kreisoberligisten SG Niederaula/Kerspenhausen folgten ein 3:1 gegen den Thüringenligisten 1. SC Heiligenstadt und ein 2:0-Achtungserfolg gegen den Hessenligisten Hünfelder SV am vergangenen Wochenende.

„Die letzten drei Wochen der Vorbereitung waren zufriedenstellend, viele Spieler sind mittlerweile wieder dabei und wir arbeiten sehr intensiv“, sagt Leonhardt.

Der Kader

Sorgenkinder gibt es im kleinen Kader der Weidenhäuser aber vor dem Rückenrundenstart auch: Während Sören Pfliegner nach längerer Verletzungspause gegen den Hünfelder SV sein Comeback gab, sind Luis Goebel (Bänderverletzung am Sprunggelenk) sowie Henrik Renke und Fabian Assmann (beide Muskelverletzungen) derzeit nicht einsatzbereit.

„Für so einen ehrgeizigen Burschen wie Henrik ist das eine echte Belastung. Er wird seit dem letzten Jahr immer wieder zurückgeworfen“, so Leonhardt, den neben Goebel auch der Ausfall von Fabian Assmann schmerzt. Dieser arbeitete sich mit Trainingsfleiß wieder näher an die Startelf heran, wird aber nun auch erst einmal nicht zur Verfügung stehen.

Weil Manuel Toro Moreno aufgrund seiner Arbeit auch viele Einheiten verpasste, sind die Optionen in der Innenverteidigung vor dem Start rar gesät.

Der Druck

Von Erfolgsdruck für seine Mannschaft will Ronald Leonhardt indes nichts wissen, denn die Zielsetzung sei vor der Saison gewesen, näher an die Spitze heranzurücken: „Natürlich ist es eine schöne Aufgabe, bis zum Ende der Saison um den Aufstieg mitzuspielen, aber da muss bei uns so viel ineinandergreifen“, spielt der Trainer auf das Verletzungsglück und die vielen engen Partien in der Hinrunde an.

„Wenn es uns wieder gelingen sollte, dass jeder für den anderen einsteht und sowohl im Kader, im Stab als auch im Umfeld kein Schlendrian einzieht, dann haben wir eine richtig gute Möglichkeit, dort oben in der Tabelle zu bleiben.“

Weil so viele Faktoren passen müssten, verschwendet der SV-Adler-Trainer auch keinen Gedanken daran, was im April alles möglich sein könnte. „Ich denke nur an die ersten drei Spiele gegen den SC Willingen, die SG Ehrenberg und die FSG Gudensberg. Wenn wir in der Rückrunde dranbleiben, dann ist das für uns als relativ kleiner Verein, der oben vom Chattenloh kommt, eine riesige Geschichte, mit den Teams aus dem Fuldaer und Kasseler Raum mitzuhalten“, sagt Leonhardt.

Es gelte bei seinem Team die Devise, nur von Spiel zu Spiel schauen. Dafür sei er auch gerne bereit, ein paar Euro ins Phrasenschwein zu zahlen, so der SVA-Trainer.

(Maurice Morth)

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